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Balustraden beleben Erinnerungen an südländische Gefilde, römische Kathedralen und herrschaftliche Anwesen. Die mit Säulen verzierte Brüstung veredelt jedoch nicht nur französische Altbauten, sondern auch schlichte Immobilien. Ihr Einsatz ist vielfältig und reicht von Treppenaufgängen über Terrassengeländer bis hin zur Balkonumrandung.
Die vor allem im Barock und in der Renaissance auftauchende Balustrade beschreibt eine Brüstung bzw. ein Geländer mit einzelnen Balustern. Balustraden eigenen sich ideal zur Veredelung von Terrassen und Balkonen und verleihen Fassaden eine hochwertige Optik. In vielen Baustilen werden sie dazu verwendet, an den südländischen Charme von spanischen Fincas oder italienischen Landhäusern zum Leben zu erwecken. Der Begriff geht aus dem altgriechischen Wort balaustion hervor, das mit „Granatapfel“ übersetzt werden kann und auf die Ähnlichkeit des Bauwerks mit der Blüte der Frucht hinweist.

Elemente einer Balustrade


Grundsätzlich besteht eine Balustrade aus in einer Reihe angeordneten, kegelförmigen Säulen, die auch Baluster oder Docken genannt werden. Begrenzt werden die einzelnen Baluster von einem Handlauf sowie einem Fußlauf, der je nach Vorliebe unterschiedlich hoch ausfallen kann. Die Pfeiler bilden den Abschluss zu einem Mauerwerk oder fungieren als Eckelemente. Abdeckplatten verleihen dem Bauwerk zusätzliche Individualität und tragen zur Verzierung bei.

Herrschaftliche Treppenaufstiege aus unserem Sortiment:

Drei Verwendungsmöglichkeiten für Balustraden

Balkon

Äußerst beliebt für ein Balkongeländer sind weiße Balustraden, die selbst einfachen Fassaden einen herrschaftlichen Charme verleihen. Gleich ob runde oder eckige Balkonflächen, die Balustrade bildet einen idealen Sichtschutz mit einer gewissen Eleganz. Balustraden sind dabei so vielfältig in ihrer Gestaltung, dass sie sowohl mit Steinhäusern als auch mit farbig verputzen Wänden harmonieren.

Terrasse

Als dekorative Umrandung eignen sich Balustraden auch für Terrassen und Veranden. Auch hier bereichern sie formvollendetes Design mit dem Nutzen eines Sichtschutzes. Besonders edel wirkt die Brüstung mit der Ergänzung von Steinkugeln, Urnen oder Obstkörben auf einzelnen Pfeilern. Auf diese Weise kann der jeweilige klassische oder barocke Stil nochmals unterstützt werden. Achten Sie bei der Wahl der Balustrade auch darauf, dass die Farbwahl mit den Platten bzw. dem Untergrund der Terrasse harmoniert. So ergänzen sich beispielsweise weiße Balustraden und Sandsteinplatten hervorragend.

Treppengeländer

Größere Immobilienobjekte besitzen meistens einen Treppenaufstieg zum Eingang, der leicht den Charme alter Herrschaftshäuser und Schlösser in Erinnerung rufen kann, wenn er mit einer Balustrade ergänzt wird. Aber auch wenn nur wenige Stufen vor der Haustür liegen, kann durch den gezielten Einsatz von Bauelementen ein ganz neuer Eindruck aus dem Eigenheim erwachsenen. Schlichte, runde Baluster oder Balustraden mit reich verzierten Docken machen gerade im Eingangsbereich einen imposanten Anschein auf Besucher.

Formen von Balustraden

Durch die Zusammensetzung aus im Wesentlichen Pfeilern und Docken, lassen sich Balustraden nahezu in jeder Form bestreiten. Die einzelnen Bestandteile können ideal miteinander vereinbart werden und ineinander übergehen, sodass den eigenen Vorstellungen nur wenig Grenzen gesetzt sind. Darüber hinaus existieren mittlerweile Kompaktbalustraden, die aus bereits zusammengesetzten Elementen für geradlinige Brüstungen bestehen. Diese können anschließend mit Balustraden für Radien, Steigungen und Wendel kombiniert werden.

Gekrümmte Formen


Auch für Balkone mit Rundformen bzw. Radien bieten sich Brüstungen und Geländer an. Hier werden in der Regel weniger Pfeiler gesetzt und die Hand- & Fußläufe folgen dem gekrümmten Verlauf. Weitläufig geschwungene Brüstungsverläufe stellen kein Hindernis für Balustraden dar und können an Übergangspunkten mit einzelnen Pfeilern fixiert werden.

Eckformen


Traditionell verlaufen Brüstungen vor allem über Ecken, auf die jeweils ein Pfeiler gesetzt wird. Auf diese Weise lassen sich Balustraden vielseitig montieren. Gleich wie kantig der Balkon oder die Terrasse, in der Regel können Balustraden jegliche Ecken überwinden. Sonderanfertigen sorgen zudem dafür, dass Balkone auch bündig zu Dächern oder Hauswänden angeschlossen werden. Ein Vorteil von eckigen Varianten ist die symmetrische Verteilung von Pfeilern, auf die anschließend dekorative Urnen oder Steinkugeln gesetzt werden können.

Treppenauf- & abstiege


Hauseingangstreppen, gewendelte Treppenaufgänge oder herrschaftliche Treppenaufstiege können ebenfalls durch gebogene Bauelemente mit einer Balustrade realisiert werden. Einzelne Absatzunterschiede werden durch Pfeiler und Podeste ausgeglichen. Hochwertige Balustraden veredeln selbst kleinere Immobilien und tragen zu einem geschmackvollen Erscheinungsbild bei.

Formen von Balustern


Den Stil und die Optik einer Balustrade machen im Wesentlichen die Docken, also die kegelförmigen Säulen, aus. Hier kann das Erscheinungsbild an den jeweiligen Stil des Gartens, der Hausfassade oder an das Interieur selbst angepasst werden. Naturstein, Holz und Beton lassen einen breiten Spielraum an Gestaltungsmöglichkeiten zu. Baluster können schmaler und bauchiger in ihrer Kegelform ausfallen, wodurch die Balustrade selbst filigraner oder kompakter wirkt.

In Anlehnung an den Klassizismus können Baluster in klaren, einfachen Formen gewählt werden. Harmonisch sind demnach beispielsweise weiße oder cremefarbene Docken, die runde oder quadratische Elemente integrieren. Wer es etwas ausladender und pompöser liebt, für den empfehlen sich Baluster mit verzierender Ornamentik. Gleich dem Rokoko finden sich hier Schnörkel- und Rankwerk auf weißem Untergrund. Dieser Stil eignet sich hervorragend, um die Leichtigkeit und Verspieltheit eines Bauwerks zu betonen. Neben der Form der Baluster ist zudem die Gestaltung der Abdeckplatten, Handläufe und Pfeiler entscheidend. Liebevolle Details spiegeln sich so in gewölbten oder konischen Abdeckplatten sowie Postamenten mit zarten Verzierungen wider.

Materialien von Balustraden und ihre Vorteile

Holz
Beton
Naturstein
  • Natürliche Optik
  • Individuelle Maserung
  • Vorwiegend aus gebeiztem und geöltem Nadelholz
  • Unterstützt einen warmen bis hin zu einem rustikalen Stil
  • Erinnert an Bauten aus dem Alpenraum
  • Imprägniert langfristig haltbar
  • Variable Farbwahl mit Basis auf Weißzement
  • Haptik der Oberfläche an Naturstein angepasst
  • Leichtes Material – geringe Traglast
  • Einfach im Aufbau
  • Frost- & Winterfest
  • Langfristig haltbar
  • Exklusive Haptik & Optik
  • Meist gefertigt aus Sandstein,Kaltstein oder Marmor
  • Individuelle Struktur je nach verwendetem Stein
  • Naturbelassene Farben
  • Imprägniert frost- & winterfest
  • Äußerst haltbar und wetterbeständig

Geschichte

Noch heute lässt sich an vielen Bauten Italiens, Griechenlands oder in den Alpen erkennen, dass Balustraden einen wichtigen Teil architektonischer Geschichte ausmachen. Auch in Paris sind sie ein hervorstechendes Element an den Fassaden historischer Altbauten im Stil der Renaissance und des Klassizismus, das häufig in Verbindung mit dorischen und korinthischen Säulen auftritt.
Als dekoratives Element spielt die Balustrade in jeglichen Epochen eine entscheidende Rolle, allerdings nimmt sie in jeder Stilrichtung unterschiedliche Formen an. Während das 19. Jahrhundert die Balustrade aus Holz oder Stein umwertet, indem sie vorwiegend aus filigranem Gusseisen geschmiedet wird, setzt das 20. Jahrhundert auf schlichte, prägnante Formen. Ein wesentlicher Unterschied lässt sich meist in den einzelnen Formen der Docken und Pfeiler ausmachen, die die Architekturrichtung der jeweiligen Fassade aufgreifen. An historischen Schlössern sowie herrschaftlichen Anwesen sind Balustraden kaum wegzudenken, hier zieren sie Treppenaufgänge, weitläufige Terrassen und die Häuserwände als Brüstungen und Dachumwehrung. In den Alpenregionen finden sich Balustraden auch an einfachen Bauten und innerhalb von Kirchen, wie es zur Zeit der Spätgotik üblich war.

Elegante Brüstungen für Balkone & Terrassen:

Informationen zum Aufbau

Zusätzliches Material

  • Zementkleber
  • Edelstahldübel
  • Wasserwaage
  • Bohrer
  • Dübel
  • Evtl. eine Baufirma

Hinweise zur Montage

  • Der Boden sollte sauber, eben, frostsicher, tragfähig und für Verschraubungen geeignet sein. Gegebenenfalls muss eine Nivellierung mit einem Mörtelbett stattfinden. Dazu einfach Unregelmäßigkeiten mit der Zementmischung ausgleichen.
  • Verwendet werden kann flexibler Natursteinkleber, weißer Marmor- und Granitkleber oder eine Mischung von weißem Zement mit Sand im Verhältnis von 1:4. Fertigzementmischungen sind aufgrund ihres hohen Zementanteils häufig nicht zu empfehlen, da sie sich später beim Trocknen ausdehnen und zum Reißen des Materials führen können.
  • Der Fußlauf ist dich am Boden abzuschließen, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.
  • Sollten Oberflächenrisse auftreten, können diese mit feinem Schmirgelpapier oder Metallwolle beseitigt werden.

Header © siculodoc – Fotolia.com / eigene Bilder

Über den Autor

Bianca Geurden entdeckte ihre Leidenschaft für die künstlerische und textliche Gestaltung bereits in jungen Jahren und setzte diese später in ein Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaften um. Ihre Vorliebe für ein Spiel mit Farben, Formen und Wörtern führte sie schließlich auch zum Thema Gartendekorationen und –austattungen.

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