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Im Grünen auf einer Gartenbank entspannen, zurücklehnen und die Ruhe für einen Augenblick genießen: Das wünschen sich viele Gartenliebhaber. Tatsächlich ist der schönste Garten nur insofern von Nutzen, wenn man sich in ihn hinein begeben und den Anblick von einer passenden Sitzgelegenheit aus genießen kann. Doch vor dem Kauf stellen sich immer die gleichen Fragen: Welches Sitzbank Design passt zu meinem Garten? Welches Material sollte ich am ehesten wählen und welche Zeit nimmt die Pflege einer Gartenbank in Anspruch? Wir klären über Kosten und Vorteile von Holzbänken bis zur romantischen Baumbank auf.

 

Das Design – von der Bananenbank, über Eckbänke, bis zur Klappbank


Die große Auswahl an unterschiedlichen Gestaltungsformen von Gartenbänken macht es dem Käufer zuweilen schwer, die richtige Wahl zu treffen. Dabei helfen Ihnen vor allem die folgenden drei Fragen weiter:

Welche Sitzbank passt zu dem Stil meines Gartens?

Möchten Sie einen harmonischen Garten mit einheitlichem Stil, sollten Sie die Gartenbank in jedem Fall diesem anpassen. Wir empfehlen Ihnen verspielte, gewellte und verschnörkelte Designs in romantischen bis barocken Gärten, während sich rustikale Gartenbänke aus Holz wilden Bauerngärten anpassen. Moderne bzw. japanische Gärten lassen sich hingegen hervorragend mit Beton oder Edelstahl vereinbaren und vertragen darüber hinaus schlichte bis geometrische Variationen.

Welche Funktion wünsche ich mir bei einer Gartenbank?

Ganz abgesehen vom Aussehen verspricht sich ein Käufer von einer Gartenbank natürlich einen gewissen Nutzen und der kann je nach Design ganz unterschiedlich aussehen. Wünschen Sie sich eine halbrunde bis runde Bank um die Linde auf der Wiese? Möchten Sie lieber einen 3-Sitzer oder 2-Sitzer für den Besuch, der bei Grillabenden vorbeischaut? Darüber hinaus sollten Sie den Platz bedenken, den eine Sitzbank auf Terrassen und in Gärten einnehmen kann. Klappbare Bänke und Eckbänke können die richtige Entscheidung für kleine Flächen sein, während Bananenbänke oder Landhausbänke aus Stein weiten Grünflächen einen Rahmen verleihen und zum Ausruhen einladen.

Welchen Komfort verspricht die Gartenbank?

Auf unterschiedlichen Bänken sitzt es sich auch unterschiedlich. Eisen- und Stahlgartenbänke versprechen im Sommer angenehme Kühlung, können jedoch ohne Polster und Holzeinsätze ebenso ungemütlich und steif wirken. Auch Lehnen versprechen Komfort, fehlen diese und steht die Gartenbank im Freien, wird diese dem einen oder anderen schnell ungemütlich. Stellen Sie sich im Vorhinein die Frage, ob Sie sich in die weichen Poster einer Rattanbank kuscheln oder das warme Holz einer Bank im Rücken fühlen möchten.

Romantische und verspielte Gartenbank Designs:

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Das Material einer Sitzbank

Gartenbank aus Rattan oder Polyrattan – Natürliche Optik mit leichter Pflege

Rattan ist ein natürliches Material, das aus Stämmen der in Südostasien verbreiteten Rattanpalme gewonnen und geflochten zur Herstellung von unter anderem Korbwaren und Möbeln verwendet wird. Die künstliche Alternative hierzu, die sich nur noch schwer vom Original unterscheiden lässt, nennt sich Polyrattan und kann jederzeit recycelt werden.

Pflege und Wetterbeständigkeit von Polyrattan

Polyrattan ist äußerst UV- und wetterbeständig, es bedarf lediglich einer sanften Reinigung von Staub und Schmutz mit Wasser. Für eine gründliche Reinigung empfehlen sich Kunststoff-Geflecht-Reiniger. Rattan kann zunächst mit einer milden Seifenlauge gereinigt bzw. abgewischt werden und wird wie eine Holzbank mit entsprechenden Ölen und Lacken gepflegt. Sie erhalten die Produkte im Baumarkt oder aber können auf Hausmittel wie Leinöl oder Zitronenöl zurückgreifen.

Gartenbank aus Eisen- und Stahl – Modern und romantisch

Besonders beliebt für Gärten im Barock- und Romantikstil sind Gartenbänke aus Schmiede- und Gusseisen, die sich harmonisch mit ihren Schnörkeln und gewundenen Formen in die Umgebung eingliedern. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um beschichtetes bzw. verzinktes Eisen handelt, um lästiges Lackieren und Streichen zum Schutze vor Rost zu vermeiden. Für moderne oder japanische Gärten eignen sich insbesondere Sitzgelegenheiten aus Edelstahl. Dabei ist das am häufigsten eingesetzte Material in der Verarbeitung V2A Stahl, eine nichtrostende Stahlsorte, die gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren gefeit ist.


Pflege und Wetterbeständigkeit von Eisen und Stahl

Sowohl Eisen als auch Stahl sind aufgrund ihrer Beschichtung besonders wetterbeständig und langlebig. Sollte eine Eisenbank einmal in den Rohren der Fußgestelle etwas Rost ansetzen, kann ein Korrosionsspray verwendet werden. Bei tieferen Kratzern ähnlich wie beim Auto handeln und zum Außerbesserungslack greifen.
Bei einer Edelstahlbank reicht eine Reinigung mit Lauge in der Regel aus. Sollten Sie dennoch leichten Rostablagerungen vorbeugen wollen, empfehlen sich auf das Material abgestimmte Edelstahlreiniger zur ein- bis zweimaligen Anwendung im Jahr.

Gartenbank aus Stein – Eine Sitzgelegenheit für Generationen

Garten Steinbänke aus Sandstein, Granit oder gar Marmor sind eine Investition über viele Jahrzehnte hinweg. Besonders Handarbeiten verleihen dem Garten einen hochwertigen und individuellen Charakter. Steinbänke können in kleinen Gärten oder weiten Parklandschaften große Wirkung erzielen und versprechen zudem ein angenehm kühles Plätzchen bei hohen Sommertemperaturen. Achten Sie darauf, dass das Material bereits in der Verarbeitung imprägniert und dementsprechend vor Feuchtigkeit und Kälte versiegelt ist.


Pflege und Wetterbeständigkeit von Naturstein

Hochwertige Steinbänke sind bereits im Herstellungsprozess imprägniert, sodass die Gesteinsporen langfristig gegen Feuchtigkeit versiegelt sind, Naturstein ist dementsprechend äußerst witterungsbeständig. Um den Glanz jedoch selbst nach Jahren zu erhalten, bedarf die Gartenbank aus Stein je nach Material und Standort einer regelmäßigen Reinigung und Pflege. Sehen Sie in jedem Fall von tensidhaltigen Reinigungsmitteln und Essig ab, da diese den Stein angreifen. Wie Sie hartnäckige Grünbeläge entfernen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Naturstein-Reinigung.

Gartenbank aus Holz – Warme Optik und Gemütlichkeit im Garten

Holz ist und bleibt ein beliebtes Material für den Einsatz von Gartenmöbeln. Eine Bank aus Holz strahlt Ruhe und Natürlichkeit aus, passt sich selbst kleinen Gärten perfekt an und ist je nach gewähltem Holz und Schutz äußerst haltbar.


Pflege und Witterungsbeständigkeit von Holz

Vornehmlich bei Nadelhölzern, aber auch bei diversem Tropenholz, kann Bläue, also ein Feuchtigkeit liebender Pilz, auftauchen, der zu unschönen Verfärbungen im Material führt. Sollten Sie ein zu Bläue tendierendes Material kaufen, empfehlt sich zur Pflege einen Bläueschutz, der das Holz zuverlässig versiegelt. Darüber hinaus führt UV-Strahlung auf lange Sicht bei jeglichen Holzarten zum Ergrauen. Sollte der ursprüngliche Glanz Ihrer Holzbank verloren gegangen sein, kann diese mit einem Schleifschwamm bzw. –papier abgeschliffen und anschließend geölt oder lasiert werden. Auch hier gibt es umweltverträgliche Öle und Lacke auf Basis von Leinöl oder Bienenwachs, die von chemischen Inhalten abraten.

Umweltfreundliches Holz kaufen – Siegel und Umweltzeichen
Gartenmöbel aus Holz sind umweltfreundlich, immerhin können Bäume jederzeit nachwachsen und das Material recycelt werden. So denken viele, wenn sie beim Kauf zu einer Holz-Sitzbank greifen, allerdings sollte beim Kauf geprüft oder nachgefragt werden, welches Holz verwendet wird und wie es gewonnen wurde. Dies gilt insbesondere für Tropenholz wie Teakholz oder Akazie, für deren Anbauplantagen der Urwald weichen muss und bei deren Rodung oftmals nicht darauf geachtet wird, dass der Wald genug Zeit zum Nachwachsen erhält. Seriöse Zertifikate stellen jedoch sicher, dass die Waldbewirtschaftung gewisse Standards und Auflagen, wie eine biologische Vielfalt, erfüllen. Beispiele für solche verlässlichen Sigel sind das FSE-Zertifikat sowie der Blaue Engel.

Gartenbank winterfest machen: 4 Tipps

Obwohl viele Sitzbänke aus witterungsbeständigen Materialien gefertigt sind, können Sie selbst einiges dafür tun, damit sie auch nach mehreren Wintern noch ihren ursprünglichen Glanz behalten.

  • Zeitpunkt zur Vorbereitung: Bereiten Sie Ihre Gartenbank bereits an einem schönen Tag im Herbst auf die Überwinterung vor, indem Sie ihr je nach Material eine Reinigung mit Wasser, einer Bürste oder einem Hochdruckreiniger zukommen lassen. In das Wasser können Sie tensidfreie bzw. nicht säurehaltige Lösungen wie Kernseife mischen.
  • Einlagerung: Lagern Sie in jedem Fall Holzbänke, Gartenbänke aus Rattan oder Kunststoff ein, gleiches gilt für Polster. Der Raum sollte vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Frost schützen, sowie gut belüftet sein. Steinbänke bzw. Gartenbänke aus Metall und Polyrattan können den Winter unbeschadet überstehen.
  • Abdecken: Sehen Sie von Plastik-Planen ab, denn die Gartenbank braucht ausreichend Be-lüftung, um Feuchtigkeit entweichen lassen zu können. Decken Sie die Gartenmöbel nur dann zu, wenn Sie trocken sind, sodass sich kein Schimmel bilden kann. Im Allgemeinen gibt es für Sitzbänke spezielle Schutzhüllen für die Überwinterung.
  • Im Frühling herausholen: Sobald das Wetter wieder einigermaßen freundlich gesinnt ist, können Sie die Gartenmöbel herausholen und pflegen. Ergraute Holzmöbel können abgeschliffen und neu lasiert werden, bei tieferen und rostbegünstigenden Rissen in Metallbänken empfiehlt sich eine Lackierung.

Tipps zum Standort der Gartenbank

Ausrichtung: Grundsätzlich sollte eine Gartenbank dort stehen, wo Sie sich am wohlsten fühlen und am ehesten aufhalten. Das kann ein Ort im Schatten oder in der Sonne sein oder aber eine halbrunde Bank um einen Baum. Insbesondere Bänke aus Stein bedürfen einer genaueren Überlegung des Standortes, sind sie doch nicht ganz so flexibel zu versetzen wie Metallbänke oder Sitzbänke aus Holz. Letztere können Sie ohne Probleme bei Besuch oder ungewünschter Sonneneinstrahlung umsetzen.

Sichtschutz: Stellen Sie sich die Frage, ob Sie gerne geschützt sitzen, beispielsweise mit einer Hecke im Hintergrund oder in der Nähe von Blumensträuchern. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Früchte tragende Bäume in der Nähe keine Verschmutzungen hinterlassen. Einen wohligen Beobachterposten erhalten Sie auch durch eine gewisse Rahmung der Sitzbank mittels Gartenamphoren, Skulpturen oder Buchsbäume.

Untergrund: Holz- und Rattanbänke sollten nicht dauerhaft auf der Wiese stehen, da diese durch zeitweilige Feuchtigkeit zur Fäule des Materials beitragen kann. Darüber hinaus hat die Wahl des Untergrundes eine unterschiedliche Wirkung zur Folge. So erzeugt Kies in der Regel den Anschein einer kleinen Parklandschaft.

Tipp: Nutzen Sie den Duft der Pflanzen, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. So kann der Duft von in der Nähe gepflanztem Lavendel oder frischer Minze durchaus einladend wirken.

Bildnachweis: Titelbild ©LianeM – Fotolia.com; Holzbank Herstellerbild Borek

Über den Autor

Bianca Geurden entdeckte ihre Leidenschaft für die künstlerische und textliche Gestaltung bereits in jungen Jahren und setzte diese später in ein Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaften um. Ihre Vorliebe für ein Spiel mit Farben, Formen und Wörtern führte sie schließlich auch zum Thema Gartendekorationen und –austattungen.

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