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Japanische Gärten üben auf uns eine ungeheure Faszination aus. Für uns einen Grund, mal genauer hinzuschauen: Was muss ich beachten, wenn ich einen japanischen Garten plane. 10 Tipps von unseren Gartenprofis.

Japan-Garten planen

Der Japangarten zeichnet sich durch eine gut durchdachte Gestaltung aus, wobei die Elemente der Natur und die dazugehörige Symbolik stilvoll in Szene gesetzt werden. In erster Linie stellt der japanische Garten aber einen Ort der Ruhe, Entspannung und der Meditation dar. Hier sollen wir uns erholen von den Problemen des Alltags und der Hektik und beim Betrachten der Schönheit der Natur unseren inneren Frieden wiederfinden. Deshalb erfreut sich der japanisch gestaltete Garten eigentlich überall auf der Welt großer Beliebtheit. Doch was beachten, wenn ich einen japanischen Garten plane?

1. Gute Planung ist alles

Der japanische Garten stellt hohe gestalterische Ansprüche, da die Natur bis zur Perfektion nachgeahmt wird. Elemente der Insel Japans wie Felsen, Wasser, Gehölz oder Moos werden kunstvoll angeordnet. Bevor Sie mit der Planung beginnen, sollten Sie sich Anregungen im Internet oder in Büchern holen. Überlegen Sie auch, welche Pflanzen wie hoch wachsen sollen und wo Platz für ein Wasserspiel oder einen kleinen Teich ist. Skizzen sind hier unerlässlich!

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2. Ein Thema finden

Eine typischen japanischen Garten gibt es eigentlich nicht, dafür aber viele verschiedene Stilrichtungen. Soll es ein Zen-Garten werden? Dieser wird auch Trockengarten genannt und zeichnet sich durch einen skizzenhaften Stil aus. Oder eher ein Teichgarten mit Felsen im Hintergrund oder ein Garten im kaiserlichen Stil? Alle diese Gestaltungsrichtungen haben unterschiedliche Anforderungen und verwenden verschiedene Elemente und Symboliken. Dazu sollte man sich vorab informieren.

3. Der richtige Ort

Ein japanischer Garten muss nicht groß sein, auch in Japan ist Land sehr teuer, so dass traditionell eher kleine Gärten eingerichtet werden. Üppige Felslandschaften oder Koi-Teiche wirken aber besser, wenn sie großzügig angelegt sind.

4. Pflanzen für den Japangarten

Entscheiden Sie frühzeitig, welche Pflanzen Sie benötigen. Viele Pflanzen aus originalen japanischen Gärten wachsen in der Regel auch bei uns. Allerdings sind grade exotische Gewächse recht teuer. Alternativ kann man auch Rhododendren, Bambus, Ahorn, Kirsche, Azalee, Kamelie, Iris, Moos oder Koniferenarten pflanzen.

5. Bildhauerische Elemente

Laternen, Pavillons, Pagoden, Treppen aus Stein, Wasserspiele und Vogelbäder passen hervorragend in einen japanischen Garten. Achten Sie aber auf hochwertige und natürliche Materialien, damit der Garten nicht kitschig wirkt.

6. Japanische Gartendeko einplanen

Trotz der formalen Strenge bietet der japanische Garten viele Dekorationsmöglichkeiten. Neben Tierfiguren aus Stein, Buddha-Figuren und anderen Dekoelemente sind vor allem Findlinge sehr beliebt. Diese werden halb oder zu einem Viertel eingegraben.

7. Farbgestaltung im japanischen Garten

Bei der Farbgestaltung gibt Grün den Ton an, Blattschmuckstauden, Farne, Gräser sowie Bodendecker bilden einen tollen Kontrast zu Wasser, Holz und Stein. Mit einzelnen Pflanzen können farblich Akzente gesetzt werden, hier bieten sich im Frühling Rhododendren, Azaleen und Zierkirsche an. Im Sommer empfehlen wir Blütenstauden wie Pfingstrosen, Schwertlilien und Herbst-Anemone sowie die Seerosen für den Teich.

8. Platz für Wasser

Ein Asiagarten ohne Wasser? Das ist nicht möglich, immerhin besteht Japan aus über 3.000 kleinen und großen Inseln, so dass Wasser eine wichtige Rolle im täglichen Leben spielt. Planen Sie deshalb unbedingt Quellsteine, Teiche oder Wasserläufe mit ein.

9. Veränderungen mit einplanen

Auch ein japanischer Garten verändert sich mit den Jahreszeiten. Überlegen Sie bei der Planung, wie der Garten wirkt, wenn die Blätter sich im Herbst verfärben oder wenn Schnee liegt.

10. Auf Sichtschutz achten

Der japanische Garten ist als Rückzugsort geplant. Planen Sie deshalb Sichtschutz-Elemente und hohe Hecken frühzeitig mit ein.

Haben Sie auch schon Erfahrung mit der Planung von Themengärten gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

Über den Autor

Emma ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin. Ihre Vorliebe für Architektur und Gestaltung entdeckte Sie während des Studiums in Weimar, fasziniert von den großzügigen Gartenanlagen, den öffentlichen Brunnen und der einmaligen Architektur Weimar lies sie das Thema nicht mehr los. Ihr Spezialgebiet ist die Gartengestaltung.

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7 Kommentare
 
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  4. TanjaHum 23. August 2016 at 11:44 Antworten

    Ich bin ein grosser Liebhaber der japanischen Kultur. Darin hat der Garten bzw. die Art den garten zu gestalten eine Prämisse. Diese liegt mir auch am Herzen. Seit Jahren besuche ich Japan und die japanischen Gärten und bringe immer neue Ideen für meinen eigenen Garten mit. Ich versuche sehr viel selbst zu gestalten, aber es gibt einfach technische Anforderungen, denen ich nicht gewachsen bin. Also habe ich auch den oben im Text empfohlenen Experten, in dem Fall unseren Landschaftsgärtner in Bern, beauftragt mit mir gemeinsam einen Zen-Brunnen zu integrieren. Und das hat wunderbar geklappt. Ich bin glücklich mit dieser nun vollständig gestalteten Oase der Ruhe.

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