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Egal ob klassischer Garten, moderne Gartengestaltung oder romantisches Gartenflair – die Gestaltung eines kleinen Gartens birgt unzählige Variationen und Möglichkeiten. Hier steht der Gestalter jedoch vor der Herausforderung, aus dem vorhandenen Platz den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Der Beitrag fasst die wichtigsten Tipps und Tricks zusammen, die es hier zu beachten gilt.

Auch ein kleiner Garten bietet großen Raum für Gestaltungsmöglichkeiten. Mit der richtigen Vorbereitung und gezielten Handgriffen bei der Umsetzung wird der eigene Garten zu einer Wohlfühloase, an der man das ganze Jahr viel Freude hat. Mit diesen praktischen Tipps aus der Landschaftsgärtnerei lässt sich ihr persönliches Garten(t)raum-Projekt realisieren.

Der Gartenstil

Vor allem bei kleinen Gärten ist eine sorgfältige Vorabplanung sinnvoll und ratsam. Ähnlich der Gestaltung eines Raumkonzeptes gibt es auch bei der Gartenplanung grundlegende Elemente zu berücksichtigen. Allen voran gilt es eine Stilrichtung, welche im Zuge der Gartengestaltung verfolgt werden soll, festzulegen. Ein Mix aus verschiedenen Stilen wirkt oft unruhig und kann den Garten zudem optisch verkleinern. Zu den wohl beliebtesten Gartenstilen gehören der Englische Garten und der Asiatische Garten, da sich bei deren Realisierung besonders vielfältige Gestaltungsalternativen bieten. Aber auch jeder andere, ganz persönliche Stil kann umgesetzt werden, sofern er konsequent verfolgt wird.

Unsere Empfehlungen für die Gartengestaltung im asiatischen Stil:

Die Aufteilung

Sichtachsen schaffen optische Fluchtpunkte im Garten und können diesen optisch vergrößern. Mit einer Steinfigur oder einem kleinen Gartenbrunnen  am Ende eines Weges erwecken Sie den Eindruck von Weitläufigkeit und setzen zusätzlich das gewählte Objekt gekonnt in Szene. Schaffen Sie verschiedenen Ebenen im Garten etwa mit Stufen, einem Hochbeet oder durch eine Absenkung eines Areals um mehr Fläche und damit eine optische Tiefe zu schaffen.

Eine sinnvolle Auf- und Unterteilung des Grundstückes ist das A und O der Gartenplanung. Mit verhältnismäßig einfachen Mitteln wie Rankhilfen, halbhohen Hecken, Gräsern und Sträuchern können Sie einzelne Bereiche zurücktreten lassen, abschirmen oder hervorheben und Ruhezonen von Nutzflächen abgrenzen. Überdenken Sie auch die Grundstücksbegrenzung. Bei einem Verzicht auf starre meterhohe Zäune und Hecken pflegen Sie nicht nur einen guten Kontakt zum Nachbarn sondern schaffen mehr Weite. Ein sanft geschwungenen Pfad im Garten lässt diesen breiter, ein Weg entlang der Längsachse schmaler erscheinen. Eine Verjüngung des Weges verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Für mehr Gemütlichkeit sorgt auch ein geschicktes Arrangement der Gartenmöbel. Versteifen Sie sich nicht allzu sehr auf eine einzelne große Sitzgruppe, sondern verteilen Sie kleine Ruhezonen auf dem Grundstück und spielen Sie mit Farben und Formen.

Spiel mit Farben und Licht

Bei der Gartenplanung gilt es ebenso die Grundprinzipen der Farbenlehre zu berücksichtigen. Allgemein bewirken kräftige Rot- und Orangetöne eine gewisse Unruhe und lassen das Grundstück kleiner erscheinen. Blumen und Dekoration in solchen Farben sollten deshalb nur sehr sparsam eingesetzt werden. Kühles Weiß, helles Grün und Fliedertöne hingegen schaffen eine freundliche, offenen Atmosphäre und weiten den gesamten Raum optisch aus. Das gleiche Prinzip gilt für die Gartenbeleuchtung. Mit kleinen Spots, Lichterketten oder Feuerkörben können einzelne Bereiche hervorgehoben und kleine Oasen der Gemütlichkeit geschaffen erzeugt wird.

Die Bepflanzung

Grundsätzlich sollte ein kleiner Garten nicht zu eng, dafür aber Ton in Ton bepflanzt werden, um eine ausgewogenen und harmonische Stimmung zu erzeugen. Auch eine gewisse Einheitlichkeit der Bepflanzung bietet Vorteile bei der Gestaltung. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze über mehrere Zieraspekte verfügt und über das gesamte Jahr hinweg mit ihrer Blütenpracht, Früchten oder bunt gefärbten Blätter lockt. Die Felsenbirne, ein Zierapfelbaum oder der Hartriegel scheinen hierfür Ideal. Machen Sie aus der Not eine Tugend und pflanzen Sie in die Höhe. Mit Rankpflanzen wie der Kletterrose oder mit Weinreben zaubern sie nicht nur optische Höhepunkte in den Garten. Sie sind ebenso als Sichtschutz oder Gartenbegrenzung geeignet.

Schließlich sollten Sie darauf achten, langsam wachsende Gehölze und Pflanzen zu verwenden, damit ihnen der wertvolle Platz im Garten nicht zu wuchert. Sträucher wie die Zaubernuss oder den Hartriegel können Sie genauso wie Gräser einsetzen, um den Eindruck von Bewegung und Leichtigkeit zu vermitteln. Auch auf den eigenen Baum muss nicht gänzlich verzichtet werden. Achten Sie darauf, dass dieser nicht zu ausladend und raumeinnehmend ist und greifen sie lieber auf Apfel, Birne oder Zwetschge zurück.

Die Checkliste: 11 Tipps für die Gestaltung kleiner Gärten

  1. Sorgfältige Vorabplanung
  2. Den eigenen Stil festlegen und beibehalten
  3. Sichtachsen und Ebenen schaffen
  4. Wege, Sichtschutz und Möbel geschickt platzieren
  5. Gestaltungsmittel der Grundstücksform anpassen
  6. Verzicht auf starre und hohe Grundstücksgrenzen
  7. Sparsamer Umgang mit kräftigen Rot- und Orangetönen
  8. Verwendung heller und freundlicher Farben
  9. Highlights durch Beleuchtung setzen
  10. Einheitliche Bepflanzung
  11. Rankpflanzen statt wuchernde Pflanzen

Sie fühlen sich nun bereit, die eigene Gartenplanung anzugehen? Dann lassen Sie sich von Ihrer Umgebung und bereits realisierten Projekten inspirieren. Sie haben bereits Ihr Traum-Gartenprojekt realisiert? Dann freuen wir uns über Ihre Fotos und Anregungen, welche wir gern auch auf unserem Blog veröffentlichen. Senden Sie Ihre Impressionen einfach an redaktion@gartentraum.de.

Unsere Empfehlungen für wirkungsvolle Gestaltungselemente:

Titelbild © Iriana Shiyan – fotolia.com
Bildergalerie © JulietPhotography (1. Reihe, 1. v. l.); © Barbara Helgason (2. Reihe, 1. v. r.); © rodho (2. Reihe, 1. v. r.) – fotolia.com

Über den Autor

Das Verfassen von anspruchsvollen Texten mit verschiedensten Themenschwerpunkten und Gestaltungsanforderungen begleitete Cristine nicht nur während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften. Auch bei Gartentraum.de kann sie ihre Leidenschaft für die Text- und Bildgestaltung mit Themen rund um die Vielfalt der Gartendekoration und Gartengestaltung ausleben.

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