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Vor wenigen Tagen erreichte uns folgende Interessante Frage – ein Kunde rief an und wollte wissen, wie er seine neue Sonnenuhr ausrichten könne. Ein spannendes Thema, denn grade jetzt, wo die Tage wieder länger werden, sind Sonnenuhren für Garten und Grundstück wieder sehr gefragt.

Egal ob als Zeitanzeiger oder als elegante Gartendeko im englischen Stil, Sonnenuhren haben nichts von Ihrer Faszination verloren. Doch was tun, wenn das gute Stück im Garten angekommen ist? Wie stelle ich eine Sonnenuhr so auf, dass sie die Zeit präzise anzeigt? Hier unsere Tipps.

Das Prinzip einer Sonnenuhr

Die Konstruktion einer Sonnenuhr ist gewiss keine moderne. Bereits im Alten Ägypten des 13. Jahrhunderts v. Chr. wurden primitivere Formen der Sonnenuhr verwendet, um mithilfe von durch Sonne erzeugte Schatten die Tageszeit zu messen. Dies belegen archäologische Untersuchungen, bei denen horizontal aufgestellte Schattenwerfer gefunden wurden. Das Prinzip einer Sonnenuhr, gleich ob Wand- & Standsonnenuhren, ist dabei immer dasselbe: Sonnenlicht fällt auf einen aufgestellten Zeiger, dessen Schatten anschließend auf ein Ziffernblatt projiziert wird. Je nach Stand der Sonne verändert sich die Länge und Lage des Schattens. Bei dem Aufbau Ihrer eigenen Sonnenuhr sollten einige Dinge im Vorhinein beachtet werden:

  • Sonnenuhren sollten grundsätzlich auf ebenen und freien Flächen aufgestellt werden. Als Standort eigenen sich Garten- und Grünflächen, oder auch Terrassen mit entsprechender Sonneneinstrahlung. Um mit einer Sonnenuhr einen zentralen Blickpunkt in Ihrem Garten zu kreieren, empfehlen wir, diese auf einer Steinsäule zu platzieren, die das Design der Uhr sanft unterstützt und zur Geltung bringt.
  • Die Zeit kann nur bei Sonne abgelesen werden. Bedenken Sie, dass Schatten im Winter länger sein können.
  • Sollten Sie die Sonnenuhr ganzjährig verwenden, achten Sie auf winterfestes Material. Insbesondere Sonnenuhren aus Bronze, Edelstahl und Stein gelten als witterungsbeständig, da nach der Fertigung eine Imprägnierung verwendet wird. Darüber hinaus hat das Material einen erheblichen Einfluss auf die spätere Optik und Wirkung. Sonnenuhren aus Bronze und Stein erzeugen ein antikes Erscheinungsbild, das an den Entstehungszeitraum der Uhr erinnert, während Edelstahl die eher moderne Gestaltung des Garten unterstützt.

Ist ein geeigneter Platz zum Aufstellen erst einmal gefunden, muss die Sonnenuhr noch richtig ausgerichtet werden.

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Aufstellen und Ausrichten der Sonnenuhr

Die exakte Ausrichtung Ihrer Sonnenuhr hängt insbesondere von zwei Werten ab: der Himmelsrichtung und dem Breitengrad Ihres Aufstellungsortes. Mit anderen Worten ist es notwendig, dass der Zeiger – ein sogenannter Polstab – nach Norden weist und gleichzeitig parallel zur Erdachse liegt. Wie Sie dies schnell und einfach lösen, erklären wir Ihnen in wenigen Schritten.

Zum Nordpol ausrichten

Zunächst benötigen Sie einen Kompass. Den magnetischen Nordpol können Sie mit einem handelsüblichen Kompass ermitteln. Wollen Sie Ihre Sonnenuhr ganz exakt ausrichten, empfehlen wir Ihnen die Verwendung eines Kreiselkompasses, der sich nach der Drehachse und somit zum geographischen Nordpol ausrichtet. Allerdings ist der Unterschied zwischen den beiden Varianten minimal.

Steigungswinkel ermitteln

Haben Sie den Zeiger nach Norden ausgerichtet, benötigen Sie anschließend den Breitengrad Ihres Standortes. Diesen können Sie beispielsweise über Google Earth, ihr Handy oder kostenlose GPS-Systeme herausfinden – falls Sie eine Autonavigation besitzen, können Sie sich hierüber informieren. Der Breitengrad gibt anschließend den Steigungswinkel des Polstabes an, sodass dieser parallel zur Erdachse liegt. Wären Sie beispielsweise am Äquator, der einen Breitengrad von 0° aufweist, müssten Sie den Zeiger waagerecht ausrichten; am Nordpol hingegen senkrecht.

Sonnenuhr im Garten aufstellen und ausrichten zum Breitengrad

Polstab parallel zur Erdachse ausrichten

Nachdem Sie nun Ihren Breitengrad wissen, können Sie damit beginnen, den Zeiger durch die Winkeleinstellung zur Erdachse auszurichten. Dafür stellen Sie einfach eine Schale mit Wasser an die Sonnenuhr oder behelfen sich mit einer Wasserwaage. Der Spiegel der Wasseroberfläche sowie die Waage geben Ihnen die Nulllinie an, von der aus Sie die Steigung des Polstabes mit einem Winkelmesser ausmessen können. Den Zeiger ausrichten – fertig ist Ihre Sonnenuhr.

Die wahre Ortszeit wird angezeigt

Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie die Schritte dieser Anleitung befolgt haben und dann feststellen, dass die auf der Sonnenuhr angezeigte Zeit von der Ihrer Armbanduhr abweicht. Das ist normal. Denn die Sonnenuhr zeigt die sogenannte Wahre Ortszeit an, nicht die vereinheitlichte mitteleuropäische Zonenzeit MEZ Die wahre Ortszeit gibt die Zeit für den Aufstellort Ihrer Sonnenuhr an. Eine Skalierung auf die exakte MEZ ist möglich, aber etwas aufwändiger. Die meisten aller existierenden Sonnenuhren verraten dem kundigen Betrachter deshalb nur die Wahre Ortszeit für den jeweiligen Aufstellort oder für Orte auf dem Bezugsmeridian.

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Über den Autor

Bianca Geurden entdeckte ihre Leidenschaft für die künstlerische und textliche Gestaltung bereits in jungen Jahren und setzte diese später in ein Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaften um. Ihre Vorliebe für ein Spiel mit Farben, Formen und Wörtern führte sie schließlich auch zum Thema Gartendekorationen und –austattungen.

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6 Kommentare
 
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  6. Dietmar Haberkamm 4. September 2015 at 13:10 Antworten

    Super, danke – nun bin ich fit!!!..
    und wünsche mir zum Geburtstag eine Sonnenuhr! Freundliche Grüße:
    Dietmar Haberkamm
    PS.: Mach es wie die Sonnenuhr –
    zähl die schönen Stunden nur!

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