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Rasen richtig anlegen - Tipps zum Säen, Düngen, Vertikutieren & Co.

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Sie möchten zuhause den perfekten Rasen anlegen? In diesem Beitrag erhalten Sie nützliche Tipps zum Säen, Vertikutieren, Mähen, Düngen und Bewässern.

WIE IHNEN DER PERFEKTE RASEN GELINGT

Was müssen Sie beachten, wenn Sie eine prachtvollen Rasenfläche bekommen wollen?

 



Der perfekte Rasen ist längst kein englischer Gartenmythos mehr. Hinter dem Geheimnis britischen Rasenkultur verbergen sich im Wesentlichen zwei Dinge: Geduld und Ausdauer. Doch es lohnt sich! Egal ob weitläufige Grünfläche oder kleiner Garten, mit diesen 6 Tricks sind sie dem Rasenkult auf der Spur. Als Gartenbesitzer wünscht man sich einen dichten und vor allem satt-grünen Rasen. Was leicht klingt, ist oft mit Hürden und kleinen Ärgernissen verbunden. Gelbe Spitzen und Löcher im Rasen gehören zum täglichen Bild. Doch auch dafür gibt es eine Lösung. Gerade jetzt im Frühling, während der Wachstumsphase des Grases, können Sie die Rasenpflege getrost in die Hand nehmen und mit diesen einfachen Tricks Ihr Grün erstrahlen lassen.


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Ein gepflegter Rasen bildet die perfekte Grundlage für einen schönen Garten. | Bildquelle: © Jamesdavidphoto – Fotolia.com

 

DIE VORBEREITUNG

Wie bereiten Sie sich richtig vor?



Den Boden für den perfekten Rasen vorbereiten



Wenn Sie die Rasenfläche komplett neu anlegen, dann empfiehlt es sich im März oder April die vorgesehene Fläche mit einem Spaten umzustecken. Ist der Boden sehr ton- oder lehmhaltig, dann können Sie diesen durch das Einarbeiten von feinem Sand oder Torf wasser- sowie lichtdurchlässiger machen. Das ist wichtig, da der Boden eine optimale Menge an Wasser (das heißt viel, aber nicht zu viel) speichern muss, um die Wurzeln permanent mit Wasser versorgen zu können, dieses aber nicht aufstaut. Ziehen Sie die Fläche mit einem Rechen glatt und lassen sie sich über einige Wochen hinweg setzen. Kurz vor der Aussaat sollte der Boden etwa 15cm tief aufgelockert werden, da das Gras später in dieser Tiefe wurzelt.


AUSSAAT & SAATGUT

Welche Unterschiede gibt es beim Saatgut und wie säen Sie aus?



Die Aussaat des neuen Rasens



Das Säen der Mischung sollte außerhalb der heißen Sommermonate vorgenommen werden. Etwa im April bis Mitte Juni oder aber im September. Versetzen sie den Boden vor der Aussaat mit etwas Rasendünger, um den Boden mit ausreichend Nährstoffen anzureichern. Das Säen sollte zudem an einem möglichst windstillen Tag erfolgen, damit sie das Saatgut gezielt etwa 1cm tief in den Boden ausbringen können. Anschließend glätten Sie die Fläche und achten Sie darauf, dass sie diese nicht zu sehr verdichten, damit beim anschließenden wässern das Wasser gut in das Erdreich sickern kann. Halten Sie den Rasen nun über 2-3 Wochen konstant feucht, da die verschiedenen Samenarten in einer Saatmischung unterschiedlich keimen. Bei einer Durchschnittstemperatur von ca. 20°C und regelmäßigen leichten Regenschauern keimt das Gras bis zu 6cm innerhalb einer Woche. Beim Saatgut kommt es auf die Mischung an. Es sollte optimal aus mehreren Sorten bestehen (z.B. aus Weidelgras, Wiesenrispe, Rot- und Schlafschwingel), um die Wahrscheinlichkeit einer dichten und langfristig grünen Fläche zu erhöhen.


RICHTIG MÄHEN

Wie mähen Sie Ihren Rasen richtig?


 

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Die einzelnen Grashalme verdichten sich erst dann zu einer dichten Rasenfläche, wenn sie regelmäßig gekürzt werden. Da die Gräser nun genügend Energie aufnehmen müssen, bilden sie Seitentriebe aus und beginnen sich zu verzweigen. Deshalb heißt es jetzt: mähen, mähen, mähen. Empfohlen wird eine Höhe zwischen 3 bis 5cm, welche die ganze Saison über beibehalten werden sollte. Das macht das Mähen gerade währen der warmen Monate einmal wöchentlich erforderlich. Doch lediglich bei dieser Länge kann der Rasen optimal atmen und wird mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Ein weiterer Erfolgsgarant ist ein scharfes und hochwertiges Schneidemesser im Rasenmäher. Je schärfer das Messer, desto sauberer werden die Halme abgeschnitten. Das verhindert ein einreißen und verfärben der Fasern und sorgt für eine gleichmäßige Grasnarbe. Sicher wissen sie auch, dass der Rasen stets und ausschließlich im trockenen Zustand gemäht werden sollte, da sich in den bei Feuchtigkeit entstehenden unsauberen Schnittkanten Pilze und Bakterien ansiedeln können, was eine Verfärbung sowie ein Absterben einzelner Pflanzen verursachen kann. Mähen Sie den Rasen in den späten Morgen- oder frühen Abendstunden anstatt in der prallen Mittagshitze oder bei Temperaturen von über 30°C. Entfernen Sie nach dem Mähen das gesamte Schnittgut von der Rasenfläche, damit die Pflanzen ausreichen Licht, Luft und Nährstoffe erhalten.


 

Der englische Rasen – Perfektion und Kultur für jeden Gartenliebhaber:

 

REGELMÄSSIG VERTIKUTIEREN

Wie und wann sollten Sie vertikutieren?



Den Rasen vertikutieren und von Moos befreien



Beim Vertikutieren werden Unkraut, Moos und Pflanzenreste, der sogenannte Rasenfilz welcher sich zwischen den Pflanzen angesiedelt hat, entfernt. Andernfalls behindert dieser die Zufuhr von Wasser und Nährstoffen, wodurch sich die Graspflanzen verfärben und schließlich absterben. Achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nicht zu tief bearbeitet wird, um die Wurzeln der Gräser nicht zu verletzen. Entstehen durch das Vertikutieren dennoch Lücken im Rasen, dann nehmen Sie eine Nachsaat vor. Eine zusätzliche Düngung der Fläche begünstigt den Wachstumsprozess und sorgt für ein sattes und frisches Grün.


DÜNGEN MIT LANGZEITDÜNGER

Was müssen Sie beim Düngen beachten?



Den Rasen mit Langzeitdünger versetzen



Nach ökologischen Maßgaben sollte der Rasen lediglich mit so viel Dünger versetzt werden wie er ja nach Belastung benötigt. Während des Wachstums entziehen die Gräser dem Boden Nährstoffe, welche diesem erneut zugeführt werde müssen, um das Wachstum konstant zu fördern. Während dieser Wachstumsphase im April bis Mai sollte der Boden ausreichen mit Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium angereichert werden. Bei einem Langzeitdünger werden die Nährstoffe über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen kontinuierlich an den Boden abgegeben und eine optimale Versorgung der Pflanzen gewährleistet. Eine zweite Düngung sollte dann im Juni oder Juli, die letzte im August bzw. September vorgenommen werden. Um den Rasen jetzt winterfest zu machen, empfiehlt sich die Zugabe von kaliumreichen Dünger. Nach diesem Plan wird der Rasen über das ganze Jahr hinweg optimal versorgt. Wenn Sie den Rasen während einer Trockenperiode düngen, dann sollte der Rasen vor dem Ausstreuen etwa wurzeltief bewässert werden.


HÄUFIGES WÄSSERN

Wie oft und in welchen Maßen sollten Sie bewässern?



Den Rasen ausreichend bewässern



Für das Bewässern das Rasens brauchen sie etwas Durchhaltevermögen. Denn vor allem im Sommer ist eine regelmäßige Bewässerung, das heißt mindestens 1x pro Woche notwendig. Führen sie dem Rasen in den Morgen- oder Abendstunden etwa 15 Liter pro Quadratmeter zu, um den Wasserhaushalt der Pflanzen auszugleichen. Ideal ist hier ein Regner, welcher die Fläche gleichmäßig und langsam mit feinen Tropfen bewässert. Grundsätzlich gilt: Gießen Sie lieber seltener mit hohen anstatt täglich mit geringen Wassermengen. Erst dann bilden die Pflanzen ein tiefgreifendes Wurzelwerk aus, um Wasser auch aus tiefer gelegen Erdschichten aufzunehmen.


Läuft man über seinen Rasen und die Gräser richten sich nicht wieder auf, sollte man wässern. – Wolfgang Prämaßing (stellv. Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft)

Wenn Sie all diese Tipps beachten und sich für die Pflege Ihres Rasens ein wenig Zeit nehmen, dann steht ihm nichts mehr entgegen – dem perfekten Rasen, an dem Sie noch viele Jahre Ihre Freude haben werden.

WEITERE PRODUKTE

Welche Produkte passen optimal zu einem perfekten Rasen?

 

Fotos (v. oben nach unten) © Günter Menzl, exclusive-design, Harald Biebel, Kurhan, bildergala, Marco2811, compuinfoto, jamesdavidphoto, stanciuc – Fotolia.com

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veröffentlicht am: 25 April 2016 - aktualisiert am: 07 November 2018

Autor bei Gartentraum

Cristine Hohnen

Redakteurin bei Gartentraum.de

Über den Autor

Das Verfassen von anspruchsvollen Texten mit verschiedensten Themenschwerpunkten und Gestaltungsanforderungen begleitete Cristine nicht nur während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften. Auch bei Gartentraum.de kann sie ihre Leidenschaft für die Text- und Bildgestaltung mit Themen rund um die Vielfalt der Skulpturen & Figuren für den Garten und Gartengestaltung ausleben.

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