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Rasen richtig mähen - Alle Infos zu Uhrzeit, Mittagsruhe & Co.

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Sie möchten Ihren Rasen richtig mähen? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur perfekten Schnittlänge und welche Vorschriften es bezüglich Uhrzeit, Mittagsruhe & Co. gibt.

RASEN MÄHEN NACH ANLEITUNG

Wie wird der Rasen im Garten richtig gemäht und was sollten Sie beachten?

Sobald es wieder wärmer wird und die Blüten sprießen, erscheint eine neue Verpflichtung in unserem Zeitplan: Der Rasen braucht wieder mehr Zuneigung als im Winter und muss regelmäßig gemäht und gepflegt werden. Doch gerade das Mähen hat manchmal seine Tücken, denn dabei gibt es viele Fehlerquellen, die den Rasen beschädigen können. Außerdem sollten Sie auch einige Vorschriften und Besonderheiten beachten, um sich keinen Ärger mit Ihren Nachbarn einzuhandeln. Im folgenden Beitrag verraten wir Ihnen deshalb Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Rasen richtig mähen, worauf Sie achten sollten und mit welcher Pflege Sie Ihren Rasen zu einem perfekt gepflegten, saftigen Grün verhelfen, welches Ihre Gartengestaltung optisch abrundet.

 

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UTENSILIEN ZUM RASENMÄHEN

Was braucht man zum Rasen mähen?

Je nach persönlichen Vorlieben gibt es unterschiedliche Hilfsmittel, um den Rasen zu mähen. Dabei kommt es unter anderem darauf an, wie groß die zu mähende Fläche ist, ob Hügel, Winkel oder Hindernisse wie Kunstgegenstände oder Hochbeete stören, ob Sie über eine Außensteckdose bzw. ein ausreichend langes Stromkabel verfügen und wie viel Zeit Sie zum Mähen einrichten können.

 

Elektro-Rasenmäher

Elektro-Rasenmäher gehören zu den Klassikern unter den Rasenmähern und sind immer noch sehr beliebt in deutschen Gärten. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie jederzeit einsatzbereit sind und für volle Power lediglich eine Steckdose in der Nähe benötigen. Doch hier liegt auch der Nachteil: Das lange Stromkabel gerät bei Unachtsamkeit schnell unter das Messer und wird zerstört. Dadurch ist die Bewegungsfreiheit mitunter stark eingeschränkt, da man entweder das Kabel an eine andere Stelle werfen oder aber um das Kabel herum mähen muss. Auch ist es mühsam, das Kabel ständig hinter sich her zu ziehen und gegebenenfalls zwischen unterschiedlichen Steckdosen wechseln zu müssen, da es nicht lang genug ist. Deshalb eignet sich ein Elektro-Rasenmäher nicht unbedingt für einen verwinkelten oder einen mit vielen Beeten bestückten Garten, denn hier ist Kabelsalat vorprogrammiert. Ein Rasen in einem einfach geschnittenen Garten und große Wiesen lassen sich mit einem Elektro-Rasenmäher aber sehr gut mähen. Mit etwas Übung hat man den Dreh schnell raus, wie man das Kabel am besten von den Messern fern hält.

 

Benzin-Rasenmäher

Der Benzin-Rasenmäher überzeugt vor allem durch seine Leistungsstärke. Der Motor übertrifft die der anderen Modelle und macht selbst unter schwierigen Bedingungen nicht schlapp. Mit einem Benziner mähen Sie Ihre Rasenfläche schnell und besonders sauber. Sinnvoll sind Modelle, die mit Benzin betrieben werden, besonders für große und schwierige Gärten, die eine lange Laufzeit, Stärke und Wendigkeit fordern. Große Flächen und schwierige Gartenformen sind für einen Benzin-Mäher normalerweise kein Problem. Da Sie nicht durch ein Kabel gestört werden, können Sie problemlos um Gartenskulpturen oder XXL-Figuren herum mähen. Einer der Nachteile ist jedoch auf jeden Fall die Umweltverschmutzung, die der Benziner mit sich bringt. Auch die Lautstärke und der Benzingeruch sind Faktoren, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

 

Ein Benzin-Rasenmäher ist robust und leistungsstark.

Ein Benzin-Rasenmäher ist robust und leistungsstark.

 

Akku-Rasenmäher

Der Akku-Rasenmäher kombiniert die Vorteile des Elektro- und des Benzin-Rasenmähers, besitzt jedoch auch einige Schwachstellen. Für das Modell spricht, dass die Bewegungsfreiheit groß ist, da Sie beim Mähen nicht auf ein störendes Kabel achten müssen. Auch müssen Sie sich nicht mit störendem Lärm abfinden und Benzingeruch wird mit dem Akku-Mäher auch nicht in Ihrem Garten verbreitet. Doch sollten Sie nicht vergessen den Akku des Rasenmähers regelmäßig zu laden, sonst steht das Gartengerät nicht einsatzbereit zur Verfügung, wenn Sie es benötigen.

 

In punkto Akku kommt es vor allem auf den Hersteller an: Akkus der unterschiedlichen Marken haben verschiedene Laufzeiten. Diese reichen eventuell nicht komplett für einen großen Garten aus. Für kleine Gärten sollte aber selbst eine kurze Laufzeit unproblematisch sein. Auch gibt es von einzelnen Herstellern ganze Gartengeräte-Systeme – hier kann in jedes Elektrogerät im Garten derselbe Akku eingesetzt werden. Geht ein Akku mal kaputt, ist das zwar ärgerlich, aber dennoch kein Problem. In der Regel können Akkus für Rasenmäher im Baumarkt einzeln nachgekauft werden, sodass Sie hier bei einem Defekt nicht sofort ein neues Gerät anschaffen müssen.

 

Mähroboter

Ein absoluter Trend sind sogenannte Mähroboter, die die Mäharbeiten ganz alleine übernehmen und sich zuverlässig selbst auch wieder aufladen. Die Mähzeit kann dabei individuell eingestellt werden. Der Roboter kümmert sich dann regelmäßig selbstständig um das Kürzen des Rasens. Auch die Lautstärke hält sich in Grenzen, sodass Sie die Zeit auf Ihrer Terrasse entspannen können, solange der Roboter die Arbeit für Sie macht. Doch auch diese beliebten Neuheiten haben Nachteile: sie verfügen in der Regel nicht über einen Auffangkorb für das abgemähte Gras. Wer den Schnitt als Dünger verwenden möchte, kann das abgemähte Gras einfach liegen lassen. Falls nicht, müssen die Reste mit einem Rechen zusammengetragen und entsorgt werden.

 

Ein Mähroboter ist eine angenehme Alternative zu klassischen Rasenmähern.

 

Rasentraktor oder Aufsitzmäher

Die Auswahl bei Rasentraktoren ist riesig, weshalb Sie sicherlich das perfekte Modell für Ihre Bedürfnisse finden. So gibt es beispielsweise Angebote von Rasentraktoren, die mit Benzin betrieben werden, aber auch Modelle mit Akku-Antrieb. Zudem gibt es Rasentraktoren mit Hinterrad- oder Allrad-Antrieb, mit denen Sie auch hügelige Rasenflächen problemlos bewältigen. Auch kann die Wahl zwischen dem Messermähwerk in der Mitte oder an der Front getroffen werden – je nachdem, wie es für Sie praktischer ist. Der große Fangkorb bietet ausreichend Platz, um auch bei großen Gärten den ganzen Rasenschnitt aufzufangen.

 

Ein Rasentraktor nutzt vor allem bei großen und wilden Wiesen.

 

Aufsitzmäher sind im Gegensatz zu Rasentraktoren meist schmaler und insgesamt kleiner, sodass sie wendiger in der Handhabung sind und sich schon für mittlere Gärten eignen. Verfügen Sie über eine Rasenfläche von mehr als 400 m², dann lohnt sich ein Aufsitzmäher auf jeden Fall. Da Aufsitzmäher allerdings nicht so robust wie Rasentraktoren gebaut sind, eignen sie sich nicht für jede Rasenfläche. Entscheiden Sie sich deshalb am besten für ein solches Mäh-Modell, wenn Sie einen großen, aber ebenen und gut gepflegten Rasen besitzen und sich nicht an eine verwilderte Wiese heranwagen möchten.

 

Hand-Rasenmäher

Ein Hand-Rasenmäher ist die einfachste und günstigste Alternative. Er ist sozusagen der „Oldie“ unter den Rasenmähern, da viele mit einem solchen Modell angefangen und sich später ein luxuriöseres Modell angeschafft haben. Hand-Rasenmäher fordern, wie der Name schon sagt, Handarbeit beim Kürzen des Rasens. Dafür ist keine Energiequelle wie Strom oder Benzin notwendig. Da das Mähen mit einem Handmäher auf Dauer sehr anstrengend werden kann, empfiehlt sich ein Hand-Rasenmäher besonders für kleine Gärten. Hier ist das Mähen schnell erledigt und der Mäher kann aufgrund seiner geringen Größe schnell wieder platzsparend verstaut werden.

 

Der Hand-Rasenmäher ist kostengünstig und leiste, fordert aber Muskelkraft.

 

RASEN RICHTIG MÄHEN - ANLEITUNG

Wie mäht man seinen Rasen richtig?

Haben Sie sich für ein passendes Gerät entschieden, können Sie sich an das Mähen des Rasens machen. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie beim Rasenmähen am besten vorgehen, um sich das ganze Jahr über an einem gepflegten Rasen zu erfreuen.

 

Die Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Mähen beginnen, sollten Sie den Rasen darauf vorbereiten. Wichtig ist, dass Sie den Rasen etwa eine Stunde vor dem Mähen nicht mehr betreten, sodass sich die umgebogenen Grabhalme wieder aufstellen können. Vermeiden Sie es möglichst bereits abgeknickte Halme zu mähen. Diese werden in der Regel unsauber abgeschnitten, so haben Sie nicht nur ein unregelmäßiges Rasenbild, sondern im schlechtesten Fall auch beschädigte Grashalme, die einen ungepflegten Eindruck vermitteln. Entfernen Sie deshalb vor dem Mähen auch alle Gegenstände, die sich auf der Wiese befinden wie beispielsweise Gartenmöbel, Gartendekoration, Kinderspielzeug und ähnliches. Geben Sie dem Rasen danach Zeit sich wieder aufzustellen, bevor Sie mit dem Mähen beginnen.

 

Die optimale Länge & Mäh-Häufigkeit

 

Die richtige Rasenlänge und Mähhäufigkeit einzuhalten hilft dabei, den Rasen gesund zu halten.

 

Die optimale Schnitthöhe liegt bei einem Rasen zwischen 3,5 und 5 cm. Je nach Jahreszeit sollten Sie bestimmte Faustregeln zur perfekten Länge beachten. Im Sommer ist es wichtig einen in der Sonne liegenden Rasen nicht zu kurz zu stutzen, da er sonst austrocknen könnte. Liegt Ihr Rasen allerdings im Schatten, sollte er eine Länge von 5-6 cm besitzen, da er nur wenig Sonnenlicht konsumieren kann. Außerdem hängt die perfekte Schnitthöhe von der jeweiligen Jahreszeit ab. Deshalb sollte der Rasen im Herbst und Winter etwas länger sein als im Sommer. Im Zweifel sollten Sie nicht zu viel abschneiden und lieber etwas mehr Rasen stehen lassen. Denn wenn der Vegetationspunkt der Gräser entfernt wird, dauert es sehr lange, bis der Rasen sich davon erholt. Orientieren Sie sich am besten an der „Ein-Drittel-Regel“, welche besagt, dass immer nur ein Drittel der Blattmasse abgemäht werden soll. Besitzt das Gras beispielsweise eine Halmhöhe von 6 cm, so kürzen Sie diese am besten um ein Drittel – also 2 cm.

 

Die optimale Rasenlänge je nach Jahreszeit im Überblick

Die optimale Rasenlänge je nach Jahreszeit im Überblick. © Gartentraum.de

 

 

Wie oft der Rasen gemäht werden sollte, kommt jeweils auf die Art des Rasens an. Bei einem Zierrasen sollten Sie in der Regel zwei Mal die Woche mähen, bei einem Standardrasen nur ein Mal die Woche.

 

Rasen richtig mähen

Klassischerweise arbeitet man sich abwechselnd von der einen Seite auf die andere Seite vor, doch einige Gärtner bevorzugen es eher, sich spiralförmig der Mitte zu nähern. Egal, welche Variante Sie bevorzugen – mähen Sie den Rasen so, dass Sie immer entlang der vorherigen Spur fahren. Sollten Sie einen Hang auf Ihrem Grundstück besitzen, so schneiden Sie immer quer zu diesem. Dadurch werden die Gräser gleichmäßig geschnitten und die Grasnarbe wird nicht verletzt.

 

Für einen guten Schnitt müssen die Messer so scharf wie möglich sein. Beobachten Sie am besten die Schnittfläche der Gräser: Sind diese ausgefranst, so ist das Messer stumpf und sollte nachgeschärft werden – das geht am besten in einer Fachwerkstatt. Achten Sie außerdem auf eine hohe Motordrehzahl, damit der Rasen besonders sauber geschnitten wird.

 

 

Tipps für das richtige Mähen im Überblick

Tipps für das richtige Mähen im Überblick. © Gartentraum.de

 

 

BESONDERHEITEN BEIM RASENMÄHEN IM ÜBERBLICK

Welche Besonderheiten sollten beim Mähen beachtet werden?

Je nachdem, ob Ihr Rasen erst vor kurzem frisch ausgesät oder gedüngt wurde oder nach starkem Regen noch immer durchnässt ist, sollten Sie unterschiedliche Dinge beachten. Was genau das umfasst, wollen wir Ihnen kurz vorstellen.

 

Frisch gesäten Rasen mähen

Einen frisch gesäten Rasen sollten Sie zunächst einmal in Ruhe gedeihen lassen. Achten Sie dabei auf ausreichend Wasser und Sonne, damit die Pflänzchen gut wachsen. Warten Sie so lange, bis die Wuchshöhe 8-10 cm beträgt. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt zum Mähen gekommen. Stutzen Sie ihn allerdings noch nicht auf 4 cm herab, sondern belassen Sie die Schnitthöhe zunächst bei 5-6 cm. Zwei Wochen später können Sie Ihren Rasen auf dessen optimale Höhe schneiden.

 

Nassen Rasen mähen

Nassen Rasen zu mähen ist meist eine nervenraubende Angelegenheit. Der Rasenschnitt verklebt den Fangkorb, ist schwerer und macht zu allem Überfluss auch noch die Messer stumpf. Außerdem können die Räder im feuchten Boden versinken und somit Schaden anrichten. Sollten Sie trotzdem den Rasen in nassem Zustand mähen wollen, so folgen Sie diesen Tipps:

 

Vermeiden Sie das Mähen von nassem Rasen, um diesen und Ihren Rasenmäher zu schützen.

 

Verzichten Sie auf das Mulchen.  Beim Mulchen wird das geschnittene Gras fein gehackt und auf dem Boden verteilt. Dieses würde nun aber den Rasen ersticken und die darunter liegenden Halme würden unter der Belastung brechen. Aus diesem Grund sollten Sie bei nassem Wetter immer an einen Fangkorb denken. Diesen sollten Sie bereits in halbvollem Zustand leeren, um einer Zusatzbelastung durch nassen Rasenschnitt zu entgehen. Verwenden Sie scharfe Messer und achten Sie darauf, nur auf den bereits gemähten Bereich zu treten. Niedergedrückte Grashalme können von einem Rasenmäher kaum geschnitten werden. Zu guter Letzt sollten Sie die Schnitthöhe hier ebenfalls auf das Wetter anpassen und 2 cm über der Normalhöhe bleiben.

 

Gedüngten Rasen mähen

Ob Sie Ihren Rasen vor oder nach dem Mähen düngen, ist Ihnen letztendlich selbst überlassen. Wichtig ist allerdings, dass der Dünger vollständig eingezogen ist, da er sonst nur den Rasenmäher verklebt. Es empfiehlt sich also, den Rasen nach dem Mähen zu düngen, wobei Sie aber zwei bis drei Tage warten sollten. Am besten düngen Sie vor einem Sprühregen oder in den späten Abendstunden.

 

ABFALL VOM RASENMÄHEN ENTSORGEN

Wie wird der Rasenschnitt am besten entsorgt?

Nachdem der Rasen gemäht wurde, muss der Rasenschnitt entfernt werden. Diesen können Sie über vier verschiedenen Möglichkeiten entsorgen. Die einfachste Variante ist es, den Rasenschnitt einfach auf dem Rasen liegen zu lassen. Dadurch wird der Rasen gedüngt. Dies funktioniert allerdings nur, wenn Sie den Rasen auch häufig mähen und die Schnitthöhe nicht mehr als 2 cm beträgt. Besonders ökonomisch ist es, den Rasenschnitt als Mulch zu verwenden. Viele Pflanzen lieben diese Decke, da sie sie mit Nährstoffen versorgt, Unkraut fernhält und das Austrocknen des Bodens verhindert. Häckseln Sie größere Halme klein und verteilen Sie diese unter Sträuchern und Bäumen. Den Rasenschnitt können Sie natürlich auch kompostieren, soweit Sie die Möglichkeit dazu haben. Breiten Sie ihn zum Trocknen zunächst auf dem Kompost aus, damit er nicht zusammenklebt und fault und vermischen Sie ihn mit kleinen Zweigen und Laub. Dadurch verrottet er schneller und wird zum idealen Untergrund. Natürlich können Sie den Rasenschnitt auch einfach über die Biotonne entsorgen. Diese werden von der Stadtreinigung gestellt. In manchen Städten gibt es sogar das Angebot, an bestimmten Tagen und Zeiten den Grasschnitt kostenlos zu häckseln. Informieren Sie sich diesbezüglich einfach über die entsprechende Website Ihrer Stadtwerke.

 

 

Diese Möglichkeiten gibt es, Rasenschnitt zu entsorgen

Diese Möglichkeiten gibt es, Rasenschnitt zu entsorgen. © Gartentraum.de

 

RICHTIGE RASENPFLEGE

Wie wird der Rasen richtig gepflegt?

Besonders nach einem harten Winter braucht der Rasen viel Pflege und Fürsorge. Wie auch der Mensch lechzt das Gras nach Wasser und Nährstoffen. Bewässern Sie ihn deshalb ausreichend und mähen Sie im Sommer besonders häufig. Im Herbst sollten Sie den Rasen auf den Winter vorbereiten – düngen und kalken Sie ihn deshalb bei Bedarf. Um das Beste aus Ihrem Rasen herauszuholen, braucht es also sehr viel Pflege. Ihr Rasen wird Sie aber anschließend mit einem wunderschön samtigen Gefühl an den Füßen belohnen!

 

RASEN MÄHEN IM FRÜHLING, SOMMER, HERBST & WINTER

Was muss man beim Rasenmähen je nach Jahreszeit beachten?

Natürlich bestehen Unterschiede, zu welcher Jahreszeit Sie Ihren Rasen mähen. Am häufigsten wird der Rasen zwischen April und September gemäht, denn hier befindet sich das Gras ist der Wachstumsperiode. Je nach Jahreszeit sollten Sie jedoch unterschiedliche Regeln beim Mähen beachten. Welche das sind, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Rasenmähen im Frühjahr

 

Rasenpflege im Frühling

Kommen die Frühblüher ans Licht, beginnt die Vegetationsperiode des Rasens.

 

Im Frühling erwacht Ihr Garten endlich aus dem Winterschlaf. Befreien Sie zunächst Ihren Rasen mit Hilfe eines Rechens von Laubresten, Ästen und faulen Stellen. Beobachten Sie dabei die Beschaffenheit Ihres Rasens. Finden Sie eine verstärkte Moosbildung vor, deutet dies zumeist auf eine Übersäuerung des Bodens hin. Um dem entgegen zu wirken, tragen Sie am besten schon im Februar Kalk auf und säen Sie kahle Stellen mit neuen Rasensamen aus. Sobald die Temperatur bei Tag und Nacht nicht mehr unter die 10-Grad-Marke fällt, können Sie das erste Mal mähen. Das ist meistens ab April möglich. Achten Sie darauf, dass die Rasenfläche komplett trocken ist. Sinken die Räder des Mähers in der Wiese ein, ist es definitiv zu nass und Sie sollten die Feuchtigkeit, die sich während der schmuddeligen Wintermonate unter dem Laub gesammelt hat, weiterhin trocknen lassen. Auch sollten Sie den Rasen noch nicht mähen, wenn die Grashalme zu kurz sind. Beträgt die Höhe der einzelnen Halme etwa 8-10 cm, ist die Rasenlänge genau richtig um abgemäht zu werden. Sind Sie sich unsicher, wann der richtige Zeitpunkt zum Mähen ist, achten Sie auf die ersten Frühblüher – sie signalisieren Ihnen den Beginn der Vegetationsphase. Das heißt, dass das Gras wieder zu wachsen beginnt und regelmäßig gestutzt werden sollte.

 

Tipp: Haben Sie den Rasen bereits zwei- oder dreimal gemäht, können Sie sich sicher sein, dass der Rasen wieder zuverlässig wächst. Erst dann sollten Sie zum Vertikutierer greifen!

 

Halten Sie im Frühjahr Ausschau nach Frühblühern, die Ihnen den Beginn der Vegetationsphase signalisieren.

 

Rasenmähen im Sommer

Mit dem Sommer beginnen auch die warmen Temperaturen und der Rasen sprießt mit Höchstgeschwindigkeit. Jetzt ist es wichtig, das Gras regelmäßig zu mähen und sich an das Tempo der Gräser anzupassen. Häufiges Mähen fördert in dieser Zeit auch das Ausbilden von Seitentrieben des Grases. Mähen Sie also öfter, wird der Rasen insgesamt dichter und sieht gesünder und frischer aus. Im Hochsommer empfiehlt es sich, die Schnitthöhe etwas länger zu halten, um ein starkes Austrocknen des Bodens zu verhindern. Denn die kurzen Halme können das Wasser nicht ausreichend speichern und verbrennen stattdessen. So bilden sich unschöne trockene Stellen auf dem Rasen, die sich nicht mehr retten lassen. Beachten sollten Sie auch, dass ab einer Temperatur von 26°C das Graswachstum verlangsamt ist und ab ca. 30°C gar nicht mehr stattfindet. Passen Sie die Häufigkeit des Mähens deshalb an die Temperaturen des Sommers an und achten Sie darauf, wie schnell die Grashalme wachsen. Waren Sie längere Zeit nicht zu Hause, weil Sie beispielsweise Ihren Urlaub fernab der Heimat verbracht haben, sollten Sie den Rasen nicht gleich radikal auf die bevorzugte Höhe stutzen. Besser ist es, wenn Sie sich Ihrer Wunschlänge Stück für Stück annähern.

 

Rasenpflege im Sommer

Im Hochsommer sollten Sie den Rasen nicht zu kurz mähen, sodass er nicht austrocknet.

 

Rasenmähen im Herbst

In den Herbstmonaten ist die richtige Rasenpflege nicht einfach, denn es geht viel nach Gefühl. Solange es draußen noch nicht friert, ist die Vegetationsperiode noch nicht abgeschlossen und der Rasen wächst weiter. Ist das Wetter aber zu feucht, sollte das Gras nicht mehr gemäht werden. Die Frage ist deshalb, wann der Rasen das letzte Mal vor dem Winter gestutzt werden sollte, um die Halme perfekt auf den Winter vorzubereiten.

 

Im Herbst sollten Sie regelmäßig das Laub vom Rasen entfernen.

Im Herbst sollten Sie regelmäßig das Laub vom Rasen entfernen. © encierro – Fotolia.com

Solange es noch warm ist, können Sie den Rasen ruhig noch einmal richtig kurz mähen, sodass er ausreichend Sonnenlicht abbekommt. Ab Mitte September sollten Sie aber darauf achten, den Rasen nicht kürzer als 5 cm zu stutzen, denn ab dem Herbst braucht der Rasen Schutz vor den kalten Wintermonaten. Haben Sie die erste Frostnacht erlebt, ist der richtige Zeitpunkt für das letzte Mähen gekommen. Tun Sie dies allerdings nur außerhalb der prallen Sonne und nur, wenn der Rasen trocken ist.

 

Rasenmähen im Winter

In kalten Wintertagen sollten Sie Ihren Rasen schonen. Betreten Sie die Rasenfläche möglichst wenig, um das Abbrechen von gefrorenen Halmen zu verhindern. Achten Sie außerdem darauf, heruntergefallenes Laub aufzusammeln, damit es nicht fault. Fällt Schnee und begräbt das Laub unter sich, kann das Gras geschädigt werden und so genannter „Schneepilz“ entstehen. Sollten die Temperaturen im Winter allerdings nicht zu kalt sein, können auch während der dunkleren Monate Pflege- und Rasenmäharbeiten durchgeführt werden. Denn Gras wächst solange es warm genug ist. Liegt ein Winterschutz über den Pflanzen, entfernen oder öffnen Sie diesen, damit es ihnen darunter nicht zu warm wird. An warmen Tagen sollten Sie außerdem nicht vergessen, die Pflanzen zu bewässern: viele Pflanzen erfrieren im Winter nämlich nicht, sondern verdursten! Beobachten Sie in dieser Zeit Ihren Rasen, um auf eventuelle Bedürfnisse einzugehen.

 

Rasen im Winter

Im Winter wächst der Rasen kaum und muss deshalb eigentlich nicht gemäht werden.

 

VORSCHRIFTEN ZUM RASENMÄHEN

Wann darf man seinen Rasen mähen?

Um die eigenen Nachbarn nicht mit dem lauten Dröhnen des Rasenmähers zu verärgern, sollten Sie sich an bestimmte Regeln beim Rasen mähen halten.

 

Rasen mähen an Samstag, Sonntag, Feiertag & Co.

Laut Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ist es Ihnen nicht gestattet, an Sonn- und Feiertagen zu mähen, da an diesen Tagen ganztägig Ruhezeiten gelten. Samstage sind in diese Regel allerdings nicht inbegriffen, weshalb Sie Ihren Rasen dort von morgens bis abends stutzen können.

 

Achten Sie beim Mähen auf die gesetzlich erlaubten Zeiten, um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden.

 

Uhrzeiten, Mittagsruhe & Co.

Generell sollten Sie auf keinen Fall bei zu hoher Sonneneinstrahlung und zu hohen Temperaturen mähen. Aus diesem Grund bieten sich die Vormittags- oder die frühen Abendstunden als idealer Zeitpunkt an. Montags bis samstags dürfen Sie mit Geräten, welche das grün-blaue EU-Umweltzeichen tragen, ganztägig von 7-20 Uhr mähen. Für besonders laute Maschinen wird allerdings gefordert, die Pflicht der Mittagsruhe von 13-15 Uhr einzuhalten. Diese Zeiten gelten lediglich für Elektro- und Benzingeräte. Nutzen Sie einen lautlosen Handrasenmäher, können Sie mähen, wann es Ihnen beliebt. Im Übrigen: Verstöße können ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen. Ruhen Sie sich also außerhalb der erlaubten Mähzeiten lieber ein wenig aus und genießen Sie Ihren Garten.

 

BILDERGALERIE

Wie kann ein gut gepflegter Rasen aussehen?

ZUSAMMENFASSUNG

Worauf sollte beim Rasenmähen geachtet werden?

Um dem Rasen den perfekten Schnitt zu geben, sollten Sie vor dem Mähen Laub und Äste entfernen. Achten Sie darauf, dass die Messer Ihres Rasenmähers scharf sind und stutzen Sie die Halme auf ihre optimale Länge. Diese kann je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung variieren. Vermeiden Sie es, nasses Gras zu kürzen und achten Sie darauf, beim Mähen nicht auf die unbeschnittene Fläche zutreten. Verwöhnen Sie Ihren Rasen mit Dünger und Kalk und wässern Sie das Gras ausreichend. Mithilfe der richtigen Vorkehrungen können Sie sich so auch im nächsten Jahr auf einen sattgrünen Rasen freuen!

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veröffentlicht am: 08 August 2019 - aktualisiert am: 10 Oktober 2019

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Autor bei Gartentraum

Jenny Röck

Redakteur

Über den Autor

Jenny hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien studiert und ist jetzt mit Leidenschaft Redakteurin. Schon seit Kindertagen liebt sie alles Blühende und hält sich deshalb am liebsten im Garten auf. Dort kümmert sie sich liebevoll um ihre Pflanzen und sucht nach immer neuen harmonischen Farbkombinationen.

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