Staudenbeet & Staudengarten planen, anlegen & gestalten

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Ein Staudengarten kann Ihr Zuhause zu einem wahren Paradies werden lassen. Aber wie sollte dieser am besten aussehen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Staudengarten planen, anlegen und gestalten und geben Ihnen Tipps für die richtigen Pflanzen, die passende Dekoration und wie Sie Ihre Stauden richtig pflegen.

DEFINITION VON STAUDEN

Was sind Stauden & was sollte man über sie wissen?

Stauden sind mehrjährige Pflanzen. Das bedeutet, dass sie nicht nach einem Gartenjahr absterben und im Boden verrotten, sondern deren Zwiebeln, KnolleMaterialien für einen Gartenweg aus Ziegelsteinen im Landhausgartenanlegenn und Wurzeln unterirdisch überwintern. Wird es wieder wärmer, bilden sich Antriebsknospen und eine neue Pflanze wächst. Sogenannte Blühstauden blühen bereits im ersten Jahr ihres Lebenszyklus, während Sommerstauden nach ihrer ersten Blüte zurückgeschnitten werden, um dann im nächsten Jahr von neuem in bunten Farben zu erstrahlen. Einige Stauden sind zudem immergrün und behalten auch in den kalten Wintermonaten ihre Blätter. Ihre Fähigkeit, mehrere Jahre hintereinander zu blühen, abzusterben und wieder neue Pflanzenteile zu bilden, liegt darin begründet, dass sie kaum oder gar nicht verholzen wie beispielsweise Bäume oder Sträucher. Das macht sie weicher und befähigt sie, ihre Pflanzenteile nach ihrer Vegetationsperiode absterben zu lassen.

 

VORTEILE & NACHTEILE VON STAUDEN IM ÜBERBLICK

Welche Vor- & Nachteile haben Stauden gegenüber anderen Pflanzen?

Stauden im eigenen Garten zu pflanzen, kann verschiedene Vor- und Nachteile besitzen. Der wahrscheinlich größte Vorzug ist wohl der, dass sie, einmal angelegt, mehrere Jahre nacheinander von neuem blühen. Besonders immergrüne Stauden benötigen kaum Pflege und schmücken auch in den kalten Herbst- und Wintermonaten Ihren Garten. Grundsätzlich gestaltet sich die Gartenpflege für Stauden relativ einfach – regelmäßiges Gießen sowie eventuelles Düngen und Zurückschneiden reicht aus, um ein buntes Blumenmeer vorzufinden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, überalterte Pflanzen von Zeit zu Zeit zu teilen, um frische Triebe zu erhalten. Ältere Stauden treiben zwar nach jedem Winter wieder aus, die Anzahl der Blüten verringert sich jedoch immer stärker. Wenn Sie also die Farbenvielfalt in Ihrem Garten aufrechterhalten möchten, sollten Sie diesbezüglich aktiv werden. Achten Sie außerdem darauf, dass größere Pflanzen kleinere Nachbarpflanzen nicht zu stark überragen. Auch hier muss im Zweifelsfall eingegriffen und überwuchernde Pflanzen entfernt werden. Zudem gibt es einige Staudenarten, die ein wenig Umgewöhnungszeit benötigen, nachdem sie geteilt wurden. Das trifft beispielsweise auf die Pfingstrose zu. Zwar stirbt sie bei artgerechter Teilung nicht ab, sie benötigt aber oftmals mehrere Jahre, um wieder in voller Blütenpracht stehen zu können. Wählen Sie also mit Bedacht aus, welche Stauden Sie teilen wollen, damit Sie auch im nächsten Jahr wieder einen farbenfrohen Garten besitzen.

 

Stauden sind pflegeleichte Pflanzen, die Ihnen über mehrere Jahre hinweg einen wunderschönen Rückzugsort bescheren können.

 

 

STAUDENBEETE IM VERSCHIEDENEN GARTENSTILE INTEGRIEREN

Für welche Gartenstile eignen sich Staudenbeete?

Jeder Garten ist individuell. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Ansprüche an die Stauden aus, die in Ihrem eigenen Pflanzenparadies ihr Zuhause finden sollen. Wie ist der Boden beschaffen, auf dem Sie Ihre Stauden pflanzen wollen? Scheint die Sonne nur morgens, während der Mittagsstunden und nachmittags oder eher abends? Wie feucht ist der Boden und wie viel müssen Sie zusätzlich Wässern? Diese und viele andere Faktoren sollten Sie beachten, bevor Sie sich auf bestimmte Staudenarten festlegen. Aber auch stilistisch sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen, welche Pflanzen Ihren Garten verschönern sollen. Ein moderner Garten mutet anders an als ein mediterraner Garten oder ein Landhausgarten. Überlegen Sie sich also bereits ein Konzept, bevor die neue Gartensaison startet. Inspiration für verschiedene Gartenstile finden Sie in den folgenden Kapiteln.

 

Staudenbeet mit verschiedenen Blühpflanzen im Staudengarten

Staudenbeet mit verschiedenen Blühpflanzen im Staudengarten

 

Stauden im englischen Cottage-Garten oder Landhausgarten

Cottage- und Landhausgärten ähneln sich in ihrer Charakteristik stark. Häufig wird für Landhausgärten auch das englische Vorbild angeführt. Wer also einen Cottage- oder Landhausgarten anlegen möchte, der setzt auf ein dichtes, üppiges Blütenmeer, gemütliche Metall- oder Holzmöbel und verwinkelte, versteckte Ecken. Gleichzeitig setzt die Tradition auf klare Formen, die einen eindeutigen Kontrast zur schier überbordenden Pflanzenfülle darstellen. Aber genau das macht Cottage- und Landhausgärten so ansprechend – und welche Pflanzen eignen sich für eine solche Blütenpracht besser als Stauden? Neben Kletterrosen, die an einem romantischen Bogen hinaufwachsen und in einem Cottage-Garten nicht fehlen dürfen, sind vor allem solche Stauden erwünscht, die viele Blüten ausbilden und in helleren Farben erstrahlen. Rosafarbene, weiße und hellblaue Exemplare sind besonders charakteristisch für diesen Stil, der sich beispielsweise mit Fingerhut (Digitalis purpurea), verschiedenen Fliedersorten oder Pfingstrosen (Paeonia) realisieren lässt. Aber auch Margeriten (Leucanthemum), Lupinen (Lupinus) oder Katzenminze (Nepeta) eignen sich hervorragend für einen vollen Blütenstand. Grundsätzlich können Sie jede Staude anpflanzen, die mit großen, üppigen Blüten daherkommt. Je dichter Sie die Stauden pflanzen, umso überwältigender wird ihr Garten am Ende aussehen.

 

 

Stauden im mediterranen Garten

Ein mediterraner Garten ist ein echter Blickfang, wird er richtig angelegt. Auch Stauden unterschiedlichster Form und Farbe können dazu beitragen, das Gefühl des Mittelmeers und des Südens zu vermitteln. Mit ein wenig Geschick schaffen Sie sich so Ihr ganz eigenes Urlaubsparadies. Mediterrane Stauden sind es gewöhnt, den Großteil des Tages in der prallen Sonne zu verbringen und halten eine Menge aus. Um echtes Mittelmeer-Feeling zu erreichen, sollten Sie auf unterschiedlich hohe Stauden setzen. Sogenannte Polsterstauden befinden sich nur wenige Zentimeter über dem Boden und sorgen für eine farbenfrohe Grundlage. Außerdem können Sie an Natursteinmauern entlang gepflanzt oder als Beetumrandung verwendet werden. Beispiele für solche Stauden sind Blaukissen (Aubrieta), Polsterphlox (Phlox) oder Sonnenröschen (Helianthemum). Sie erstrahlen in unterschiedlichen Farben und geben Ihrem Blumenmeer die nötige Textur. Auf etwa mittlerer Höhe befinden sich Füllstauden. Sie sorgen in Ihrem mediterranen Garten mit ihren großen Blüten für das nötige Volumen. Besonders gut eignen sich dafür unter anderem Mädchenauge (Coreopsis grandiflora), Prachtstorchschnabel (Geranium x magnificium), Taglilie (Hemerocallis), Schopflavendel (Lavandula stoechas) oder Sonnenhut (Echinacea purpurea). Mit Akzentstauden können Sie schließlich hier und da einzelne Blickfänge setzen. Denn viele mediterrane Stauden kommen mit außergewöhnlichen Blüten daher, die sich ideal für diesen Zweck eignen. Beispielsweise können Sie dafür Riesenlauch (Allium giganteum) mit seinen großen, kugelförmigen Blüten verwenden, die bis zu zwei Meter in die Höhe ragen können. Aber auch Fackellilien (Kniphofia) oder Eseslsdisteln (Onopordon acanthium) stechen aus dem Blumenmeer heraus. Kombinieren Sie verschiedene Wuchshöhen, um das mediterrane Gefühl in Ihren Garten zu holen.

 

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Mediterran gestalteter Innenhof mit blühenden Stauden in Rosa und Pink.

 

Stauden im Natur- oder Wildgarten

Um einen echten Natur- oder Wildgarten zu kreieren, sollten Sie auf den richtigen Pflanzenmix achten. Natürlich dürfen auch hier Stauden nicht fehlen. Verschiedenste Wildstaudenarten tragen dazu bei, Ihrem Garten einen unberührten Look zu verleihen. Sogenannte naturnahe Pflanzungen gibt es viele. Sie stellen Züchtungen dar, die es so nicht in der Natur gibt, die aber anderen Arten ähnlich kommen. Beispielsweise eignen sich Schafgarbezüchtungen (Achillea) sehr gut, um ein Gefühl von Naturbeschaffenheit zu erzeugen. Aber auch die Alpen-Aster (Aster alpinus) bringt mit ihren lilafarbenen Blüten einen ganz besonderen Touch in Ihren Naturgarten. Heimische Stauden wie das Windröschen (Anemone) in strahlendem Weiß, die Glockenblume (Campanula) in sattem oder blassem Violett oder der Fingerhut (Digitalis purpurea) in unterschiedlichsten Farben verleihen dem eigenen Garten zusätzlich das Gefühl von einem Zuhause. All diese Stauden finden in Gärten eher selten Anwendung, obwohl sie sehr robust sind und zudem einen wichtigen Faktor im Ökosystem darstellen.

 

Verschiedene Gartenstile für Staudengärten im Überblick

Verschiedene Gartenstile für Staudengärten im Überblick. ©Gartentraum.de

 

Stauden im modernen Garten

Moderne Gärten bestechen ganz besonders durch ihre klare Struktur. Häufig wird er sogar als zusätzliches Stilelement für das eigene Haus angesehen und dementsprechend angepasst. Naturstein, der beispielsweise für die Außenfassade verwendet wurde, findet im Garten erneut Anwendung und auch die Pflanzen, die wohlüberlegt platziert werden, folgen der Gestaltung des Hauses. Stauden werden häufig genutzt, um farbliche Akzente gegenüber dem schlichten, klaren Design der übrigen Elemente zu setzen. Violette Stauden fügen sich zum Beispiel ideal in hellgraue Natursteinkonzepte ein. Dafür eignen sich unter anderem die Katzenminze (Nepeta cataria) oder Geranien (Geranium). Weiße Blüten verleihen Ihrem Garten hingegen ein ganz besonders elegantes Aussehen. Hier können Sie beispielsweise auf Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum), Hohe Flammenblume (Phlox paniculata) oder weißblühenden Fingerhut (Digitalis purpurea) zurückgreifen. Aber auch rote, orangefarbene oder gelbe Blüten können an der richtigen Stelle für wunderschöne Akzente sorgen. Hierfür können Sie zum Beispiel Pfingstrosen (Paeonia), Sonnenbraut (Helenium) oder Zwergiges Mädchenauge (Coreopsis lanceolata) anpflanzen. All diese Stauden können Sie zusätzlich mit Gräsern kombinieren, um ein klares, elegantes Erscheinungsbild Ihres modernen Gartens zu erreichen.

 

 

Stauden im Steingarten

Für einen Steingarten eignen sich nicht alle Gewächse. Oftmals müssen die dort gesetzten Pflanzen mit wenig Feuchtigkeit auskommen, anpassungsfähig zwischen Steinen hindurch wachsen und gleichzeitig mit der Wärme auskommen, die vom Gestein ausgeht, wenn sie nicht beispielsweise in Pflanzgefäßen platziert werden sollen. Da Stauden sehr robuste Pflanzen sind, die auch mit wenig auskommen und nur in geringem Maße gepflegt werden müssen, eignen sie sich ideal für Begebenheiten wie diese. Ein Steingarten lebt ganz besonders von seinem Zusammenspiel zwischen Stein und Pflanzen. Dementsprechend ist es sinnvoll, solche Stauden zu verwenden, die eine geringe Wuchshöhe von 5 bis 10 Zentimetern aufweisen und den Blick auf den Stein nicht verdecken. Gleichzeitig müssen sie mit einem verhältnismäßig geringem Wasserangebot und viel Wärme auskommen. Dementsprechend sollten Sie hier auf Stauden zurückgreifen, die im vermehrt Mittelmeerraum oder Gebirgsregionen vorzufinden sind. Beeindruckende Pflanzenteppiche können Sie beispielsweise mit Bodendeckern wie Sternmoos (Sagina subulata), Scharfem Mauerpfeffer (Sedum acre) oder Braunblättrigem Stachelnüsschen (Acaena microphylla) erreichen, wenn sie ein klares, schlichtes Konzept verfolgen. Wenn Sie eher auf mediterranes Flair setzen, wo Pflanzen zwischen Steinen hervorragen und beinahe wild anmuten, können Sie beispielsweise auf Lavendel (Lavandula angustifolia) setzen. Die lilafarbenen Blüten heben sich wunderschön von den sie umgebenden Steinen ab. Aber auch Palmlilien (Yucca), Disteln oder Salbei (Salvia) verleihen das unbeschreibliche Gefühl des Südens. Möchten Sie stattdessen ein alpines Feeling erreichen, sollten Sie beispielsweise auf Edelweiß (Leontopodium), Schleifenblumen (Iberis) oder Steinkraut (Alyssum) zurückgreifen. Ihre weißen und gelben Blüten erinnern an Wanderungen durchs Gebirge und geben Ihrem Steingarten eine ganz eigene Atmosphäre.

 

 

Stauden im Präriegarten

Ein Präriegarten (oder auch Steppengarten) orientiert sich am nordamerikanischen Vorbild. Weitläufige, flache Landschaften, auf denen wilde Gräser fast wie zufällig wachsen und bunte Blütenstauden Blickfänge sind, können Sie mit wenig Aufwand auch in Ihren Garten holen. Präriestauden sind sehr anpassungsfähig und kommen beispielsweise sowohl mit sehr viel Niederschlag als auch mit sehr wenig aus. Auch stark variierende Temperaturen stellen für die robusten Pflanzen kein Problem dar, da in Nordamerika unter Umständen sehr heiße, trockene Sommer und sehr kalte, verschneite Winter möglich sind. Auch die Beschaffenheit des Bodens kann variieren – von sandigen Untergründen bis hin zu nährstoffreichem Lehm finden Präriestauden mit Sicherheit ihren Platz. Ganz besonders charakteristisch für einen Prärie- oder Steppengarten sind Gräser. Kombinieren Sie Arten, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, garantieren Sie, dass Sie den Großteil des Jahres auf ein bunt geschmücktes Pflanzenmeer blicken können. Beispielsweise können Sie Blauen Strandhafer (Ammophila breviligulata), Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) und Morgenstern-Segge (Carex grayi) anpflanzen und dabei zusehen, wie die Gräser in abwechselndem Rhythmus erblühen. Um dem Präriegarten optisch etwas zu den langen, schmalen Gräsern entgegenzusetzen, eignen sich Stauden mit großen Blüten. Beispielsweise können Sie mit violettem Purpursonnenhut (Echinacea), gelber Zwerg-Stern-Tulpe (Tulipa tarda), Weißer Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), lilafarbenem Lavendel (Lavandula angustifolia) oder orangefarbener Knolliger Seidenpflanze (Asclepias tuberosa) Kontraste schaffen, die insgesamt das Gefühl einer Steppenlandschaft mit sich bringen. Erschaffen Sie so Ihr ganz persönliches Gefühl von Ruhe in Ihrem eigenen Garten.

 

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Staudenbeet im Prärie- bzw. Steingarten.

 

Stauden im Trockengarten

Trockengärten werden in Zeiten von Klimawandel und Erderwärmung an Bedeutung gewinnen. Wenn Ihr Garten auch zukünftig pflegeleicht bleiben soll, dann können Sie auf solche Stauden zurückgreifen, die mit weniger Flüssigkeit auskommen. Solche Talente finden sich zum Glück häufig im Pflanzenreich und stammen ursprünglich unter anderem aus dem Mittelmeerraum oder nordamerikanischen Steppen und Prärien. Aber auch einige in Deutschland vorkommende Stauden eignen sich für einen Trockengarten. Beispielsweise können Sie mit Mädchenauge (Coreopsis), Katzenminze (Nepeta cataria), Palmlilien (Yucca), Schafgarbe (Achillea) oder Bartblumen (Caryopteris) auch trockene Gärten zu einem ganz besonderen Blickfang werden lassen. Neben dieser Auswahl können Sie noch auf eine ganze Reihe anderer Staudenarten zurückgreifen, die sich ebenso leicht miteinander kombinieren lassen. Sie alle benötigen nur wenig Pflege – regelmäßiges Wässern sowie gelegentliches Zurückschneiden und Düngen reichen aus, um auch Gärten mit schwierigeren Ausgangsbedingungen belebt und bunt zu halten.

 

MEHRJÄHRIGE STAUDEN

Welche Stauden sind mehrjährig?

Grundsätzlich kommen alle Stauden mehrjährig daher, überwintern also unter der Erde und treiben im darauffolgenden Jahr wieder aus. Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass alle Stauden auch in gleichem Maß in voller Pracht erstrahlen werden. Beispielsweise sind nicht alle Stauden für sehr niedrige Temperaturen gemacht und können sehr kalte Winter nicht überstehen. Zudem blühen nicht alle Stauden die gesamte Saison über, sondern nur während bestimmter Monate. Dementsprechend sollten Sie im Vorfeld darauf achten, dass Sie entweder Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten anpflanzen oder aber auf Dauerblüher wie beispielsweise Spornblumen (Centranthus ruber), Prachtkerzen (Gaura lindheimeri), Goldkörbchen (Chrysogonum virginianum), Teppichlobelien (Pratia pedunculata) oder Sumpf-Schafgarben (Achillea ptarmica) zurückgreifen. Sie alle blühen spätestens vom Frühsommer an bis in den Herbst hinein und lassen Ihren Garten in den schönsten Farben erstrahlen.

 

STAUDEN NACH STANDORTVERHÄLTNISSEN

Welche Stauden vertragen welchen Standort?

Da es Stauden in unzähligen Varianten gibt, sind auch die Standortverhältnisse, unter denen sie am besten gedeihen können, unterschiedlich. Einige Stauden vertragen die pralle Mittagssonne sehr gut und kommen mit wenig Wasser aus, andere wiederum lieben eher den Halbschatten und benötigen für ein ideales Wachstum mehr Flüssigkeit pro Tag. Wieder andere Staudenarten kommen sogar komplett im Schatten aus und können so dunkle, kahle Stellen in Ihrem Garten füllen. Damit auch Sie das ganze Jahr über Freude an Ihrem Staudengarten finden können, sollten Sie deshalb im Vorfeld wissen, welche Pflanzen an welchem Ort am besten gedeihen. Damit schaffen Sie die Grundlage für ein buntes Blütenmeer in Ihrem ganz persönlichen Gartenparadies und können von Frühjahr bis Herbst umgeben von wunderschönen Farben entspannen.

 

Sonnenhut im Staudengarten

Der Sonnenhut mag im Staudengarten am liebsten einen Platz in der Sonne.

 

Stauden für die Sonne

Die meisten Staudenarten können der Sonne ausgesetzt werden. Dementsprechend vielseitig können Sie Ihren Garten gestalten. Beispielsweise können Sie Pfingstrosen (Paeonia) pflanzen, die beispielsweise in sattem Pink, zartem Rosa oder elegantem Weiß blühen. Farblich passend gestaltet sich die Fette Henne (Sedum), die mit ihren vielen kleinen Blüten sogar dem Winter trotzt und somit zu den immergrünen Stauden zählt. Aber auch Geranien (Geraniaceae) unterschiedlichster Art können Ihren Garten zu einem Blumenparadies werden lassen. Sie blühen in den unterschiedlichsten Farben. Angefangen von sattem Rot über leuchtendes Orange bis hin zu außergewöhnlichen Farbkombinationen innerhalb einzelner Blüten können Sie ganz bewusst Farbakzente setzen und Ihren Garten in ganz eigenem Gewand erstrahlen lassen. Darüber hinaus eignen sich ebenso beispielsweise Flammenblumen (Phlox), Bergenien (Bergenia cordifolia), Chrysanthemen (Chrysanthemum x hortorum), Blaukissen (Aubrieta cultorum), Lavendel (Lavandula angustifolia) oder Schafgarbe (Achillea millefolium). Sie alle kommen mit praller Sonne aus und sind auch sonst verhältnismäßig pflegeleicht: Ausreichend Wasser reicht aus, um ihren Garten den ganzen Sommer über erstrahlen zu lassen.

 

 

Stauden für einen halbschattigen Standort

Nicht jeder Garten ist Richtung Süden ausgerichtet, sondern nach Osten oder Westen. Dementsprechend sollten Ihre Pflanzen für den Halbschatten geeignet sein – also entweder die Morgen- oder Abendsonne mögen. Viele Staudenarten vertragen außerdem nicht unbedingt die pralle Mittagssonne, weshalb auch diese ideal für Gärten dieser Art sind. Oftmals steht mit dem Halbschatten auch ein feuchterer, nährstoffreicherer Boden in Verbindung, den unterschiedliche Stauden einem trockenen, festen Boden vorziehen. Beispielsweise können Sie Herzförmige Schaumblüten (Tiarella cordifolia), Taglilien (Hemerocallis), Große Sterndolden (Astrantia major), Fingerhüte (Digitalis purpurea) oder Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) im Halbschatten anpflanzen. Aber auch Alpenveilchen (Cyclamen), Sonnenhüte (Echinacea purpura) oder Salbei (Salvia nemerosa) bringen Artenvielfalt in Ihren halbschattigen Garten und lassen Sie mit spielerischer Leichtigkeit zur Ruhe kommen. Kombinieren Sie Stauden, die zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Farben blühen, haben Sie die ganze Pflanzensaison über ein buntes Blumenmeer in Ihrem Zuhause.

 

Blühender Staudengarten im Vorgarten

Beim Pflanzen am richtigen Standort blüht der Staudengarten in vielen Farben – wie hier am Hauseingang in Staudenbeeten.

 

Geeignete Stauden für den Schatten

So wie nicht jede Staude im Schatten gedeihen kann, so gibt es auch ausreichend Arten, die sich im Schatten wohlfühlen und eher vor der prallen Mittagssonne fliehen wollen. Wenn auch Sie einen Garten besitzen, der nach Norden gerichtet ist oder beispielsweise zwischen Gebäuden liegt und mit nur wenig direkter Sonneneinstrahlung auskommen muss, dann sollten Sie auf Stauden setzen, denen dieser Umstand nur wenig ausmacht. Dabei sollten Sie im Idealfall auf solche Stauden zurückgreifen, die helle Blüten bilden, da diese in schattigen Gefilden besser zur Geltung kommen als dunklere Exemplare. Unter anderem können Sie weiß blühende Anemonen (Anemone), zartlilafarbene Fuchsien (Fuchsia) oder Glockenblumen (Campanula) sowie in Gelb strahlende Wachsglocken (Kirengeshoma) oder Fingerhüte (Digitalis lutea) verwenden. Viele dieser Staudenarten kommen auch mit trockeneren Böden zurecht, die sich häufig in versteckten Gartenecken vorfinden. Ideal also, um auch weniger bepflanzte Bereiche Ihres grünen Rückzugsortes zu verschönern.

 

Stauden können durch ihre Artenvielfalt selbst die kahlsten Stellen bunt erblühen lassen.

 

BODENVERHÄLTNISSE DES GARTENS

Welche Bodenverhältnisse eignen sich für Staudengärten?

So vielseitig, wie Stauden in ihren Arten daherkommen, so vielseitig sind sie auch, wenn es um die richtigen Bodenverhältnisse geht. Grundsätzlich bevorzugen Stauden einen neutralen bis leicht sauren Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 8. Wenn Sie nicht wissen, wie sauer oder basisch Ihr Boden ist, können Sie diesen mithilfe eines Bodentests ermitteln, den Sie für einen geringen Preis erstehen können. Haben Sie bereits Stauden in Ihrem Garten, können Sie anhand dieser unter Umständen ebenfalls erkennen, in welche Richtung der pH-Wert tendiert. Beispielsweise sind Brennesseln (Urtica), Löwenzahn (Taraxacum) oder Klatschmohn (Papaver rhoeas) Anzeiger für einen kalkhaltigen Boden, während Sauerampfer (Rumex acetosa), Schachtelhalme (Equisetum) oder Sauerklee (Oxalis) einen sauren Boden vermuten lassen. Pflanzen Sie auf Grundlage dessen solche Stauden, die den jeweiligen pH-Wert bevorzugen, um gesunde und lange blühende Pflanzen in Ihrem Garten bestaunen zu können. Zudem sollten Sie danach gehen, wie Ihr Boden beschaffen ist. Besitzen Sie einen sehr trockenen, sandigen Boden, dann eignen sich vorwiegend solche Stauden, die beispielsweise auch in der nordamerikanischen Prärie- und Steppenlandschaft zu finden sind oder in der Nähe von Dünen. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie durch ihre körnige Beschaffenheit zwar gut durchlüftet sind, Flüssigkeit aber schlechter halten können und somit auch die Humusqualität sowie der Nährstoffgehalt gering ausfällt. Zwar können solche Böden natürlich mit Humus, Tonkügelchen und Gründüngung ein wenig feuchter und nährstoffreicher gestaltet werden, jedoch ist es sinnvoller, direkt solche Stauden zu pflanzen, die sich für diese Bodenart besonders gut eignen. Dazu zählen unter anderem Blaukissen (Aubrieta), Geranien (Geranium), Schwertlilien (Iris), Akeleien (Aquilegia) oder Sandglöckchen (Jasione). Sie alle benötigen wenige Nährstoffe und kommen auch mit qualitativ schlechteren Böden aus.

 

Staudengarten bepflanzen

Die Bodenverhältnisse des eigenen Gartens sind für das Anlegen eines Staudengartens zu beachten.

 

Ein Tonboden unterscheidet sich von einem Sandboden in beinahe allen Eigenschaften, ist jedoch auch nicht unbedingt ein idealer Untergrund für Pflanzen. Zwar kann er eine weitaus größere Wassermenge halten, jedoch ist diese nur bedingt verfügbar, da der Boden durch den dichten Stoff schlecht belüftet ist und Wurzeln nur schwer ins Innere vordringen können. Diejenigen Pflanzen, die für solche Voraussetzungen geeignet sind, finden aber einen nährstoffreichen Boden vor. Unter anderem kommen mit solchen Bedingungen Hohe Flammenblumen (Phlox paniculata), Raublatt-Astern (Aster novae angliae), Chinesische Wiesenrauten (Thalictrum delavayi), Prachtspieren (Astilbe) oder Kerzen-Knöteriche (Bistorta amplexicaulis) gut aus. Sie alle sind äußerst robust gegen auftretende Staunässe, die beispielsweise nach langen Regenperioden auftreten kann und schaffen es, ihre Wurzeln auch durch das widerstandsfähige Material zu schlagen. Die besten Verhältnisse finden sich bei krümeligen Lehmböden. Durch unterschiedlich große Körnungen innerhalb des Bodens wird eine gute Wasserführung und Durchlüftung gewährleistet. Außerdem kann dadurch eine Menge Wasser gespeichert werden, die wiederum für verschiedenste Staudenarten von Vorteil ist. Auch ein hoher Nährstoffspiegel hilft dabei, gesunde Pflanzen auszubilden, die bunte Blüten tragen. Auch Wurzeln haben es leicht, in einem Boden dieser Beschaffenheit ihren Weg durch den Untergrund zu schlagen – ideale Voraussetzungen also für beinahe alle Staudenarten. Am beliebtesten sind hier beispielsweise in Violett, Gelb oder Weiß blühende Schwertlilien (Iris), lilafarbene oder blaue Veilchen (Viola), Eisenhut (Aconitum) in Gelb, Weiß oder Königsblau, Astern (Aster) in unterschiedlichsten Farbgebungen oder auch Thymian (Thymus vulgaris). Aber auch viele andere Staudenarten können ihren Platz auf krümeligem Lehmboden finden und dort ideal gedeihen.

 

STAUDEN NACH FARBEN - FARBENFROHER & BUNTER STAUDENGARTEN

Welche Stauden gibt es in den verschiedenen Farben?

Kaum eine Pflanzengruppe ist so vielseitig wie die der Stauden. Sie können auf unterschiedlichsten Böden wachsen, bilden Blüten, die auf verschiedenste Art und Weise geformt sind, können helle und dunkle Standorte vertragen und passen sich im Prinzip jedem Gartenstil an. Je nachdem wie Sie Ihren Garten anlegen möchten, können Sie entweder einfarbige Konzepte entwickeln oder ein buntes Blumenmeer schaffen. Die Auswahl ist beinahe unbegrenzt. Wenn Sie eher dunkle Farben bevorzugen, können Sie auf tiefes Rot und Königsblau setzen. Möchten Sie sich eher die Sonne in Ihren Garten holen, können Sie in Gelb und Orange blühende Stauden pflanzen. Sind Sie eher auf helle Töne aus, dann eignen sich Pastellfarben am besten. Aber auch immergrüne Stauden können ein echter Blickfang sein. Je nach Geschmack und Konzept können Stauden Ihren Garten in jedem Fall optisch aufwerten. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl beliebter Stauden in unterschiedlichen Farben vor.

 

Mischung aus verschiedenen Stauden im Staudengarten

Verschiedene Stauden in unterschiedlichen Farben.

 

Rote & rosafarbene Stauden im Überblick

Wer satte Farbtöne in seinem Garten verwenden möchte, der kann beispielsweise auf sattrote Stauden zurückgreifen. Sie vermitteln ein elegantes, romantisches Flair und ziehen Blicke nahezu auf sich. Beispielsweise können Sie für eine solche Wirkung Rote Lupinen (Lupinus polyphyllus), Schokoladenblumen (Cosmos atrosanguineu), Rote Lobelien (Lobelia cardinalis), Fetthennen (Sedum telephium) oder auch ganz klassisch Pfingstrosen (Paeonia) in Ihrem Garten anpflanzen. Möchten Sie stattdessen hellere Rottöne oder auch rosafarbene Nuancen verwenden, können Sie beispielsweise auf Gartennelken (Dianthus), Rittersporne (Delphinium), Sonnenhüte (Echinacea), Lavendel (Lavandula angustifolia) oder Prachtspieren (Astilbe) setzen. Viele dieser genannten Staudenarten finden sich in unterschiedlichsten Farbtönen vor. Beispielsweise ist der Lavendel (Lavandula angustifolia) für seine violetten Blüten bekannt – Englischer Lavendel beispielsweise kann aber auch in zarten Rosatönen vorkommen. In Kombination ergeben diese Stauden noch einmal eine ganz andere Wirkung.

 

Gelbe & orangefarbene Stauden

Wer sich die Sonne in seinen Garten holen möchte, der sollte auf gelbe und orangefarbene Stauden setzen. Die beiden Töne bringen gute Laune und Lebendigkeit in Ihr persönliches Pflanzenparadies und heben sich durch ihre strahlenden Farben deutlich von ihren grünen Stielen und Blättern ab. Dementsprechend eignen sie sich ebenso ideal für bewusst gesetzte Highlights. Wenn Sie ein Konzept dieser Art verfolgen, können Sie beispielsweise in Gelb Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), Sumpfdotterblumen (Caltha palustris), Sumpfschwertlilien (Iris pseudacorus), Seekannen (Nymphoides peltatum) oder Sonnenaugen (Heliopsis) pflanzen. Orangefarbene Blüten finden sich bei Sonnenhüten (Echinacea), Fackellilien (Kniphofia), Mädchenaugen (Coreopsis), Trollblumen (Trollius europaeus) oder Seidenpflanzen (Asclepias). All diese Staudenarten bestechen durch ihre wunderschönen, leuchtenden Blüten, mit denen Sie ganz bewusst farbliche Akzente in Ihrem Garten setzen können.

 

Löwenmaul in Gelb und Pink im Staudengarten

Löwenmäulchen sind Stauden, die in den verschiedensten Farben zu finden sind.

 

Weiße Stauden

Weiße Stauden wirken in jedem Garten elegant und schlicht und vermitteln ein Gefühl der Ruhe. Wenn Sie weniger ein aufregend buntes Blumenmeer in Ihrem grünen Paradies anlegen möchten, sondern stattdessen einen Ort der Ruhe und Besinnung schaffen möchten, dann sind weiße Stauden die richtige Wahl. Auch für schlichte, edle Gärten eignen sich weiße Stauden perfekt. Sie können sich beispielsweise ideal in extravagante Natursteininstallationen einpassen und harmonieren stets mit den unterschiedlichen Farben des Materials. Möchten Sie einen solchen Eindruck vermitteln, können Sie aus unzähligen Stauden auswählen. Unter anderem können Sie Margeriten (Leucanthemum), Sumpfschafgarbe (Achillea ptarmica), weißen Lavendel (Lavandula alba), Herbstastern (Aster divaricatus) oder weiße Elfenblumen (Epimedium) verwenden, Aber auch Berg-Sandkraut (Arenaria montana), Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale), Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis), Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) oder Echter Waldmeister (Galium odoratum) werden zum stilvollen Blickfang in Ihrem Garten.

 

Immergrüne Stauden

Immergrüne Stauden gelten als die Allrounder innerhalb ihrer Gattung. Sie sind nicht nur in unterschiedlichsten Farben verfügbar, sondern behalten auch während der kalten Herbst- und Wintermonate ihre Blätter. Dabei gibt es Arten, die ihre grüne Farbe behalten, andere wiederum wechseln in wunderschöne Rot-, Orange-, Gelb- und Brauntöne und machen es ähnlich wie unzählige Baumarten. Einige von ihnen behalten sogar einen Teil ihrer Blumen, wenn es kalt wird. Wenn Sie einen Staudengarten anlegen möchten, der auch im Winter aktiv ist, dann können Sie auf verschiedene Staudenarten setzen. Stauden, die den niedrigen Temperaturen tapfer strotzen, sind beispielsweise Wollzieste (Stachys byzantina), Schaumblüten (Tiarella cordifolia), Christrosen (Helleborus niger), Golderdbeeren (Waldsteinia ternata) oder Elfenblumen (Epimedium). Sie alle halten Ihren Staudengarten ganzjährig frisch, farbenfroh und lebendig.

 

Ganz egal, welche Farbe Sie besonders mögen, es für Ihren Garten gibt mit Sicherheit eine Staude im passenden Ton.

 

Blaue & lilafarbene Stauden

Blaue und lilafarbene Stauden sorgen für ganz besondere Highlights, denn diese beiden Nuancen sind nur selten in der Natur anzutreffen und werden somit zu etwas Außergewöhnlichem. Wenn Sie sich Stauden in diesen Farben in ihren Garten holen, sorgen Sie also für ein Farbkonzept, das mit Sicherheit alle Blicke auf sich zieht. Auch hier können Sie auf die Vielfältigkeit der Stauden setzen. Es gibt eine ganze Reihe von Arten, die mit ihren satten Blau- und Lilatönen bestechen. Stauden mit blauen Blüten sind beispielsweise Vergissmeinnicht (Myosotis), blauer Rittersporn (Delphinium), blauer Scheinmohn (Meconopsis), blaue Duftnesseln (Agastache foeniculum), blauer Bubikopf (Isotoma fluviatilis) oder Himmelblauer Lerchensporn (Corydalis). Die wohl beliebteste lilafarbene Staude ist vermutlich der Lavendel (Lavandula angustifolia). Aber auch violette Alpenastern (Aster alpinus), Salbei (Salvia), Japanische Sumpfschwertlilie (Iris ensata), Steifes Eisenkraut (Verbena rigida) oder Alpen-Lichtnelken (Silene suecica) können in ihren violetten Tönen in Ihrem Garten erstrahlen.

 

Polsterphlox im Staudengarten

polsterphlox ist nur eine von vielen Blau- und Lilafarbenen Stauden für den Staudengarten.

 

PFLEGELEICHTE STAUDEN IM ÜBERBLICK

Welche pflegeleichten Stauden gibt es?

Nicht alle Hobbygärtner unter Ihnen haben unbegrenzt Zeit. Häufig nehmen Arbeit und Familie einen Großteil des Tages ein. Aber auch gesundheitliche Einschränkungen oder fehlendes, tiefergehendes Wissen können Gründe dafür sein, weshalb pflegeintensive Pflanzen unvorteilhaft für Sie sein können. Um dennoch den grünen Daumen in Ihnen befriedigen zu können, finden sich innerhalb der unzähligen Staudenarten eine ganze Reihe von Exemplaren, die nur wenig Zuwendung brauchen. Das bedeutet, dass sie größeren Temperaturschwankungen sowie Wind und Wetter standhalten können und dabei beispielsweise ihre Blüten nicht sofort umknicken. Außerdem sind sie nicht sehr anfällig für Krankheiten und Insektenbefall, wuchern nicht binnen weniger Wochen in unterschiedlichste Richtungen, kommen gut gegen Unkraut an und pflegen geringe Ansprüche an den Boden auf dem sie wachsen. Solche Stauden sind beispielsweise Schwertlilien (Iris), Salbei (Salvia), Lavendel (Lavandula angustifolia), Mauerpfeffer (Sedum) oder Taglilien (Hemerocallis). Sie alle erfüllen die genannten Kriterien und blühen in unterschiedlichsten Farben und Formen. Pflanzen Sie diese Staudenarten in Ihrem Garten, erhalten Sie mit wenig Aufwand und Pflege ein buntes Blumenmeer. Regelmäßiges Bewässern sowie etwaiges Düngen und Zurechtschneiden reichen völlig aus, um Ihre Stauden glücklich zu machen.

 

Rote Taglilie im Staudengarten

Taglilien gehören zu den pflegeleichten Stauden und eignen sich somit auch für Anfänger.

STAUDEN ÜBERWINTERN - WINTERHARTE & WINTERFESTE STAUDEN

Sind Stauden winterhart & wie überwintern sie?

Per Definition sind alle Stauden mehrjährige Gewächse. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie alle auch den Winter überstehen. Viele Stauden lassen während der Herbstmonate, wenn es kälter und weniger hell ist, ihre oberirdischen Teile verblühen und überwintern unterirdisch, weil die filigranen Blüten und die weichen Blätter und Stängel den Witterungen während der Herbst- und Wintermonate nicht trotzen können. Welche Stauden welche Temperaturen aushalten, lässt sich grob an ihrer Herkunft ausmachen: Beispielsweise überwintern solche Stauden, die aus wärmeren Gebieten wie dem Mittelmeerraum kommen, eher unterirdisch. Arten, die stattdessen schon immer frostigerem Klima ausgesetzt waren und beispielsweise aus Nordchina oder den Alpen stammen, können auch im Herbst und Winter noch bestehen. Stauden werden dementsprechend in sogenannte Winterhärtezonen sortiert. Diese geben an, welchen Wert die durchschnittlich niedrigste Jahrestemperatur ein bestimmtes Gebiet aufweist. Anhand dieser können Sie sehen, welche Temperaturen bestimmte Staudenarten aushalten und bei welchen sie eingehen und im nächsten Jahr nicht von neuem blühen. Sehr robust sind beispielsweise Wollzieste (Stachys byzantina), Herbstanemonen (Anemone tomentosa) oder das Kleine Immergrün (Vinca minor). Sie halten sehr niedrige Temperaturen aus und treiben auch im darauffolgenden Jahr wieder aus. Achten Sie jedoch darauf, dass auch der Standort Ihrer Stauden eine wichtige Rolle bei der Frage spielt, inwiefern Stauden winterhart sind. Eine Reihe von Staudenarten hat zwar mit trockenen Wintern kein Problem, wenn sich aber durch starken Regen- oder Schneefall über einen längeren Zeitraum Staunässe bildet, laufen sie Gefahr, einzugehen. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld darüber, welche Staudenarten für Ihren Standort geeignet sind, damit Sie auch im darauffolgenden Jahr auf ein buntes Blumenmeer blicken können.

 

WILDSTAUDENGARTEN - DEFINITION & BESCHREIBUNG

Was ist ein Wildstaudengarten & wie wird er angelegt?

Ein Wildstaudengarten besteht aus solchen Stauden, die nicht herangezüchtet, sondern in ihrer ursprünglichen Form so auch in der Natur zu finden sind. Dabei spielt das Herkunftsland keine Rolle – Wildstauden können aus Japan, China, Indien, Spanien, Mexiko oder anderen Ländern dieser Erde stammen. Wenn Sie also auf pure Natur setzen möchten, dann können Sie sich einer großen Auswahl von Wildstauden bedienen. Möchten Sie noch ein wenig mehr heimisches Feeling in Ihren Garten bringen, können Sie auf Wildstauden aus Ihrer Heimatregion setzen. Einige Beispiele für solche Stauden sind dabei Adonisröschen (Adonis vernalis), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Färberkamille (Anthemis tinctoria), Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris), Beifuß (Artemisia vulgaris), Rippenfarn (Blechnum spicant), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Großblütiger Fingerhut (Digitalis grandiflora), Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) oder Frühlingsenzian (Gentiana acaulis hort.).

 

Blühende Pflanzen und Stauden im Naturgarten

Der Wildstaudengarten zeichnet sich durch ursprüngliche Staudensorten aus und überzeugt durch seine wilde und ungebändigt Art.

PRACHTESTAUDEN - DEFINITION & BEDEUTUNG

Was sind Prachtstauden & wie unterscheiden sie sich von gewöhnlichen Stauden?

Prachtstauden stellen die wohl eindrucksvollsten Stauden dar. Sie fallen mit ihren langen Blütezeiten auf und charakterisieren sich oft durch gefüllte Blüten. Diese Eigenschaften werden durch starke züchterische Veredelung erreicht, weshalb Sie Stauden wie diese dementsprechend so nicht in der Natur vorfinden können. Darüber hinaus bedürfen sie einer regelmäßigeren Pflege als beispielsweise Wald- oder Steingartenstauden, denn sie benötigen ausreichend Sonnenlicht und vertragen sich nicht allzu gut mit Bodendeckern oder anderen Gehölzen. Mit der richtigen Pflege erstrahlen sie aber eindrucksvoll und sorgen für einen wahren Blickfang. Häufig werden Prachtstauden in Staudenbeeten angelegt, weshalb der Begriff „Beetstauden“ synonym für sie verwendet wird. Beispiele für Prachtstauden sind unter anderem Pfingstrosen (Paeonia), Schafgarbe (Achillea), Taglilien (Hemerocallis), Sonnenhüte (Echinacea) oder Mädchenaugen (Coreopsis). Sie alle bestechen durch ihre großen, farbigen Blüten, die Ihren Garten zu einer wunderschönen Oase werden lassen.

 

 

GRÖßE DES STAUDENGARTENS

Welche Größe steht für den Staudengarten zur Verfügung?

Wie für jede Gartenart sollten Sie sich auch für einen Staudengarten im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie Sie den Ihnen zur Verfügung stehenden Platz am sinnvollsten nutzen können, um aus ihm ein wahres Paradies zu schaffen. Vielleicht besitzen Sie ein großes Grundstück, auf dem Sie sich austoben und viele Ihrer Ideen verwirklichen können. Vielleicht ist Ihr Garten aber auch verhältnismäßig klein und Sie wollen Stauden mit Bedacht pflanzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Aber auch wenn Sie keinen eigenen Garten besitzen, müssen Sie nicht auf Stauden verzichten. Eine begrenzte Fläche für ein Beet reicht völlig aus, um eine bunte Blumenpracht zu kreieren. Stauden sind vielseitig. Das bedeutet für Sie, dass auch für die Voraussetzungen Ihres Gartens mit Sicherheit Stauden existieren, die wundervoll gedeihen und an denen Sie sich erfreuen können.

 

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Großer Staudengarten mit verschiedenen Staudenbeeten.

 

Großen Staudengarten anlegen

Wenn Sie einen eigenen Garten mit viel Platz besitzen, können Sie die unterschiedlichsten Ideen verwirklichen. Bevor Sie sich für bestimmte Stauden entscheiden, sollten Sie deshalb festlegen, welchen Stil Sie mit Ihrem Staudengarten verfolgen möchten. Sei es ein Landhausgarten mit viel Romantik, ein Naturgarten, der Ihnen ein noch stärkeres Gefühl für Ihre Umwelt gibt, ein immergrüner Garten – winterhart, schnellwachsend, ungiftig & Co.), der auch während der kalten Monate für Farbe sorgt oder ein moderner Garten, der mit stilvollen Elementen geschmückt werden kann. Natürlich sollten Sie sich nicht völlig losgelöst von den bestehenden Begebenheiten in Ihrem Garten für einen dieser Stile entscheiden. Besitzen Sie beispielsweise einen sehr trockenen, sandigen oder steinigen Boden, sollten Sie sich an Steingärten oder Trockengärten orientieren und dementsprechend Stauden erstehen, die den vorherrschenden Bedingungen strotzen können. Haben Sie stattdessen das Glück, einen sehr nährstoffreichen und lockeren Boden zu besitzen, können Sie beinahe jede Staudenart wählen, die Ihnen gefällt. Legen Sie großflächige Staudenfelder an, untermauern Sie sie mit Bodendeckern, um dem Ganzen mehr Fülle zu geben und setzen Sie auf unterschiedliche Farbkombinationen. Ihnen sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass die verschiedenen Staudenarten sich miteinander vertragen und sich nicht gegenseitig Mineralstoffe und Sonnenlicht stehlen. Auch sollten Sie sich im Vorfeld darüber informieren, welche Stauden die pralle Mittagssonne vertragen und welche eher im Halbschatten oder gar ganz im Schatten gepflanzt werden sollten. Außerdem sollten Sie wissen, wann welche Stauden blühen und in welcher Höhe. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie mit wenig Aufwand ein wunderschönes Blumenmeer kreieren. Die richtige Pflege macht es möglich, dieses auch über die gesamte Gartensaison beizubehalten. Der größte Vorteil ist auch hier wieder von Wichtigkeit: In den darauffolgenden Jahren können Sie Ihre Pflanzen von neuem heranziehen und bestaunen, ohne den gesamten Pflanzenstand neu zu kaufen.

 

Kleinen Staudengarten anlegen

Sollten Sie eher auf einer begrenzten Fläche in Ihrem kleinen Garten einen wunderschönen Staudengarten anlegen wollen, gehen Sie grundsätzlich nach denselben Schritten vor wie bei einem großen Garten. Überlegen Sie sich zunächst, welchen Stil Sie verwirklichen möchten und ob dieser zu den vorherrschenden Bodenverhältnissen passt. Anschließend suchen Sie Stauden, die unter diesen Begebenheiten wachsen können und in Ihr Konzept passen. Achten Sie auch hier darauf, Stauden mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten zu kombinieren, damit Sie die gesamte Gartensaison über von den bunten Farben profitieren können. Außerdem sollten Sie wissen, wie hoch Ihre gewählten Staudenarten wachsen und welche sie miteinander kombinieren können, um ein einheitliches Bild zu erreichen. Kombinieren Sie all diese Faktoren, können Sie auf einen strahlenden Staudengarten hoffen, der Jahr für Jahr mit der richtigen Pflege erneut aufblüht – auch auf kleinerem Raum.

 

 

Dekoration findet auch im kleinen Garten Platz

Dekoration findet auch im kleinen Garten Platz

 

Staudenbeet anlegen

Nicht jeder Gartenfreund oder jede Gartenfreundin besitzt einen eigenen Garten. Vielleicht wohnen Sie in einem Mietkomplex und Sie können nur einen kleinen Teil der Grünfläche selbst bepflanzen. Oder aber Ihr Schrebergarten steht auf einem kleineren Grundstück und nur ein Beet steht Ihnen zur Verfügung. Auch hier bieten sich verschiedenste Möglichkeiten, auf welche Art und Weise Sie diese Fläche bepflanzen können. Generell sollten Sie sich auch hier dieselben wichtigen Fragen beantworten: Welches Farbkonzept verfolgen Sie? Sind die Blütezeitpunkte der Stauden so gewählt, dass sie während unterschiedlicher Monate in ihren bunten Farben erstrahlen? Besitzen Ihre Stauden unterschiedliche Wuchshöhen? Vertragen sie sich miteinander? Wie viel Pflege ist notwendig, um sie gesund und stark zu halten? All diese Überlegungen sollten Sie im Vorfeld tätigen, um Ihr Staudenbeet Woche für Woche in derselben Pracht bestaunen zu können.

 

STAUDENGARTEN ODER STAUDENBEET ANLEGEN

Wie kann ein Staudengarten angelegt werden?

Es wurde bereits festgestellt, dass Staudengärten und Staudenbeete im Grunde genommen immer anhand der gleichen grundlegenden Überlegungen bepflanzt werden sollten. Dementsprechend gilt die folgende Anleitung für alle Gartengrößen gleichsam. Bevor Sie mit der Bepflanzung beginnen, sollten Sie sich über den Stil Ihres geplanten Staudengartens Gedanken machen und anschließend die Bodenbeschaffenheit überprüfen. Anhand dieser können Sie die Auswahl Ihrer Stauden bereits ein wenig eingrenzen. Anschließend erstellen Sie einen Pflanzplan. Das bedeutet, dass Sie konkret definieren, welche Stauden an welcher Stelle gepflanzt werden soll. Die Wahl der Pflanzen orientiert sich an den Vorüberlegungen zu Boden, Lichtverhältnissen, Bewässerung und Pflege Ihres Staudengartens. Anschließend bereiten Sie den Boden für Ihre Stauden vor und pflanzen sie fachgemäß. Wie dies im Detail funktioniert, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

 

Fragen beim Anlegen eines Staudengartens

Fragen beim Anlegen eines Staudengartens. ©Gartentraum.de

 

Planung des Staudengartens

Wie schon mehrfach erwähnt, sollten Sie sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, welchen Gartenstil Sie verwirklichen möchten: Sei es ein moderner Garten, in dem Stauden für farbliche Highlights und als bewusstes Mittel eingesetzt werden oder ein Naturgarten, in dem die angelegten Beete so wirken, als seien sie wie zufällig gewachsen. Landhausgärten sorgen stattdessen für romantisches Flair. Stein- sowie Präriegärten bestechen mit ihrem außergewöhnlichen Look, der durch solche Stauden unterstützt wird, die auf schwierigen Böden wie diesen wachsen. Zudem müssen Sie im Vorfeld klären, welche Lichtverhältnisse in Ihrem Garten vorherrschen. Dementsprechend sollten Sie solche Stauden wählen, die für die pralle Sonne geeignet sind oder eher im Halbschatten oder Schatten besonders gut gedeihen. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, die Beschaffenheit des Bodens zu kennen, auf dem Sie Ihre Stauden anpflanzen möchten. Aber auch über die Farbgebung, die Wuchshöhe und die Blütezeit Ihrer Stauden sollten Sie sich im Vorfeld im Klaren sein. Um Ihren Staudengarten über Wochen und Monate hinweg zu erhalten, sollten Sie sich darüber informieren, wie pflegeintensiv sich die von Ihnen geplanten Stauden gestalten.

 

Pflanzplan: Aufbau des Staudenbeets & Anordnung der Pflanzen

Ganz egal, wie groß Ihr Staudengarten oder Staudenbeet daherkommt, für eine langfristig sinnvolle Bepflanzung sollten Sie sich im Vorfeld in jedem Fall einen Pflanzplan entwickeln. Dieser verfolgt den Zweck, dass Sie die richtige Menge an Stauden kaufen. Zudem gewährleisten Sie, dass Sie den richtigen Mix aus Stauden verwenden. Das bedeutet: Kombinieren Sie nur solche Pflanzen, die miteinander auskommen und anderen Arten nicht beispielsweise Sonnenlicht, Nährstoffe oder Flüssigkeit entziehen. Nur so können Sie ein wunderschönes Blütenparadies in Ihrem Garten garantieren. Achten Sie auch darauf, dass verschiedene Staudenarten nicht einzeln gepflanzt werden, sondern immer mindestens drei bis fünf Exemplare nebeneinander stehen. Dadurch garantieren Sie, dass ausreichend Blüten entstehen und Ihr Beet voller wirkt. Zeichnen Sie sich dafür den Grundriss Ihres Gartens auf und dokumentieren Sie so genau wie möglich, welche Staude Sie an welcher Stelle anpflanzen möchten. Auf dieser Grundlage können Sie im Anschluss eine Liste Ihrer benötigten Pflanzen aufstellen und mithilfe dieser die benötigten Stauden im Gartencenter Ihres Vertrauens erstehen.

Staudengarten anlegen und bepflanzen

Anlegen eines Staudenbeets an der Fensterbank.

 

Wahl der Pflanzen für den Staudengarten

Damit Ihr Staudenbeet besonders ansprechend wirkt, sollten Sie sich an einen einfachen Grundsatz halten: Verwenden Sie drei unterschiedliche Arten von Stauden, sogenannte Leitstauden, Begleitstauden und Füllpflanzen. Leitstauden stellen diejenigen Pflanzen dar, die vordergründig bestimmen, wie Ihr Staudenbeet später wirkt. In den meisten Fällen wachsen diese Stauden am höchsten und geben mit ihren großen Blüten die Farbgebung vor. Damit sie eine Besonderheit bleiben, werden nur wenige von ihnen innerhalb eines Beets angepflanzt. Um sie herum werden Begleitstauden gepflanzt. Diese wachsen etwas weniger hoch als Leitstauden und sollten so ausgesucht werden, dass sie entweder mit deren Blütenfarbe harmonieren oder bewusst einen Kontrast zu ihnen darstellen. Im Vergleich zu Leitstauden werden sie in größerer Anzahl auf einem Staudenbeet platziert, damit es an Volumen gewinnt und farbenfroh erblühen kann. Achten Sie darauf, dass Sie solche Stauden kombinieren, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Gleichzeitig sollten Sie sicherstellen, dass die von Ihnen gewählten Arten nicht miteinander um wertvolles Sonnenlicht oder wichtige Nährstoffe und Wasser kämpfen. Nutzen Sie stattdessen Stauden, die in Einklang nebeneinander wachsen können. Schlussendlich füllen Sie den vorderen Bereich Ihres Staudenbeets mit Bodendeckern. Für den Schatten geeignete Stauden, die nur knapp über dem Boden wachsen, können Sie zusätzlich zwischen Leit- und Begleitstauden pflanzen. Damit wirkt das Staudenbeet noch ein wenig voller.

 

Vergissmeinnicht und roter Staudenmohn im Staudengarten

Vergissmeinnicht und roter Staudenmohn sind im Staudengarten beliebte Pflanzen.

 

Vorbereitung des Bodens im Staudengarten

Bevor Sie Ihre Stauden einpflanzen können, müssen Sie den Boden vorbereiten. Viele Staudenarten bevorzugen einen lockeren, wasserdurchlässigen, nährstoffreichen Untergrund. Einige wenige kommen mit sehr trockenen, sehr harten oder sehr sandigen Böden aus, nichtsdestotrotz sollten Sie in jedem Fall dafür sorgen, dass Ihre Stauden bestmöglich vorversorgt werden. Dazu sollten Sie den Boden umgraben, damit seine Erde aufgelockert und durchlüftet wird. Eine Drainage sollten Sie ebenfalls nicht vergessen. Sie hilft, Staunässe zu vermeiden, die wiederum eine Gefahr für faulende Wurzeln darstellt. Zudem sollten Sie Unkraut, übriggebliebene Wurzeln und Steine entfernen und Kompost oder Dünger in die betreffende Fläche einarbeiten. Damit schaffen Sie eine nährstoffreiche Grundlage für all die Pflanzen, die Sie ab sofort Jahr für Jahr mit ihren bunten Blüten beglücken sollen.

 

Einpflanzen der Stauden im Staudenbeet

Bevor Sie Ihr Stauden in die Erde setzen, müssen Sie ein Loch in der anderthalbfachen Größe wie des Wurzelballens ausheben. Diesen sollten Sie im Vorfeld gründlich gewässert haben, um zu verhindern, dass Ihre Staude austrocknet, bevor sie sich im Erdreich ausbreiten konnte. Achten Sie beim Herausnehmen des Wurzelballens aus dem Topf darauf, dass Sie herausstehende Wurzeln nicht abreißen. Klopfen Sie dazu vorsichtig an den Topf, um ihn vom Wurzelballen zu trennen. Ziehen Sie dann behutsam den Wurzelballen heraus und versuchen sie, die äußerste Schicht Erde abzutrennen und die Wurzeln ein wenig zu lockern. Damit lockern Sie die sie umgebende Erde ein wenig auf und sorgen für eine bessere Luft- und Wasserdurchlässigkeit. Anschließend setzen Sie die Pflanze in das gegrabene Loch, füllen die Zwischenräume mit Erde auf und drücken sie leicht an, damit Ihre Staude einen festen Sitz im Boden hat. Fahren Sie so mit allen weiteren Stauden fort und achten Sie darauf, dass Sie den Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen groß genug halten, um zu verhindern dass sie später zu eng stehen und um den verbleibenden Platz konkurrieren. Wässern Sie abschließend Ihre neu gepflanzten Stauden ausgiebig und erfreuen Sie sich an Ihrem neuen Staudenbeet.

 

Gartenplanung eines Staudengartens - Ansicht von oben

Fertiger Staudengarten nach Planung und Pflanzung der Stauden.

PASSENDER ZEITPUNKT ZUM ANLEGEN EINES STAUDENGARTENS

Wann sollte ein Staudengarten angelegt werden?

Ein bestimmter Zeitpunkt, um Stauden zu pflanzen, existiert nicht. Sie können Ihre Pflanzen sowohl im Frühjahr als auch im Herbst setzen. Dadurch, dass Stauden mehrjährige Gewächse sind, blühen sie im Herbst zwar nur noch einige Wochen, werden Sie aber im darauffolgenden Jahr von neuem mit ihren bunten Blüten erfreuen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Dinge zu beachten, damit Ihre Stauden nicht nach wenigen Tagen eingehen. Pflanzen Sie grundsätzlich keine Stauden während der kalten Wintermonate an. Selbst während eines milden Winters können Sie nicht garantieren, dass sich kein Frost bildet. Da dieser äußerst schädlich für Ihre Stauden ist, würden Sie nur riskieren, dass sie absterben. Aber auch das andere Extrem ist gefährlich für Stauden: Vermeiden Sie sehr heiße, trockene Sommer, denn dann ist der Boden sehr hart und kaum durchlässig für frisch gebildete Wurzeln – und ohne Wurzeln kann selbst eine sehr robuste Staude nicht gedeihen.

 

PFLEGE DES STAUDENGARTENS

Wie wird ein Staudengarten richtig gepflegt?

Stauden gehören zu der Sorte Pflanzen, die im Vergleich zu anderen Gattungen eher weniger Pflege benötigen. Natürlich gibt es unter ihnen auch einige Exemplare, die einen größeren grünen Daumen bedürfen, aber der Großteil ihrer Vertreter begnügt sich mit einer ausreichenden Bewässerung und gelegentlichem Düngen und Zurückschneiden. Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, sich ausbreitendes Unkraut von Zeit zu Zeit zu entfernen. Es nimmt Ihren Stauden wertvollen Platz und verbraucht das Wasser, den Sauerstoff und die Nährstoffe, die Ihre Pflanzen benötigen. Befolgen Sie diese wenigen Grundregeln, können Sie sich das gesamte Gartenjahr über an vielen bunten Stauden in Ihrem persönlichen Paradies erfreuen, selbst wenn Ihr Alltag oder Ihre Gesundheit es Ihnen nicht ermöglicht, sich jeden Tag aufs Neue um Ihre Pflanzen zu kümmern.

 

 

Stauden richtig gießen

Ein Staudengarten ist prächtig und bunt – und das bleibt mit dem richtigen Gießverhalten auch das gesamte Gartenjahr über so. Aber woran erkennen Sie überhaupt, dass Ihre Stauden Wasser benötigen? Diese Frage ist ganz einfach beantwortet: Ein erster Hinweis, der häufig übersehen wird, ist der, dass die Blätter Ihrer Stauden ein wenig blasser werden. Anschließend verlieren sie ihre Festigkeit und beginnen, nach unten zu hängen. Das allein führt noch nicht zur vollständigen Austrocknung und Laubfall. Gießen Sie zeitnah Ihre Stauden, füllen sich die Blätter wieder mit Flüssigkeit und heben sich erneut. Warten Sie zu lange, kann es jedoch dazu kommen, dass Blätter gelb werden und schließlich abfallen. Achten Sie deshalb darauf, Ihre Stauden stets ausreichend zu gießen. Das bedeutet für verschiedene Staudenarten unterschiedliche Wassermengen. Damit Ihre Stauden ausreichend Flüssigkeit erhalten, sollten Sie sich deshalb im Vorfeld darüber informieren, wie viel sie benötigen. So garantieren Sie, dass Ihre Pflanzen gesund bleiben und ihre Blüten Sie das gesamte Gartenjahr über erfreuen.

 

Stauden düngen

Um das Wachstum Ihrer Stauden zusätzlich zu begünstigen und zu gewährleisten, dass sie durchgängig Blüten ausbilden und gesund bleiben, sollten Sie Ihre Pflanzen im richtigen Maß düngen. Schon bevor Sie sie in Ihre Beete setzen, ist es von Vorteil, den betreffenden Boden mit organischem Dünger wie beispielsweise Mist, Gülle oder Feinkompost aus Grünschnitt oder Laub anzureichern. Damit schaffen Sie eine nährstoffreiche Grundlage, die Ihren Stauden das Wachstum erleichtert. Im besten Fall setzen Sie diesen Dünger nach einem Regenguss ein, denn dann ist der Boden besonders aufnahmefähig. Achten Sie jedoch bei der Wahl des Düngers im Vorfeld darauf, dass die Stauden, die Sie einpflanzen möchten, mit dieser Nährstoffzusammensetzung etwas anfangen können. Je nach Staudenart benötigen die einzelnen Pflanzen für ihr Wachstum verschiedene Stoffe. Wenn Ihre Stauden aus dem vorhergehenden Jahr stammen und nicht neu gesetzt werden, sollten Sie sie im Frühjahr düngen. Wenn der Frost vorbei ist und die Natur langsam wieder Blüten und Blätter ausbildet, können Sie aktiv werden. Auch hier bietet sich organischer Dünger aus tierischen oder pflanzlichen Stoffen an, der ebenfalls auf die Bedürfnisse der Stauden in Ihren Beeten angepasst werden sollte. Einige Staudenarten benötigen auch im Sommer ein wenig zusätzliche Pflege. Beispielsweise sollten Sie Sonnenblumen (Helianthus annuus) oder Astern (Aster) ein zweites Mal düngen. Damit garantieren Sie, dass sie zu ihrer vollen Größe heranwachsen und einen atemberaubenden Anblick bieten. Gleichzeitig sollten Sie jedoch auch darauf achten, dass Sie Ihre Pflanzen nicht überdüngen. Damit laufen Sie Gefahr, dass Ihre Stauden zu schnell wachsen und auch zu schnell verblühen oder dass ihre Wurzeln geschädigt werden. Außerdem gefährden Sie andere im Boden lebende Lebewesen und können das Grundwasser verschmutzen. Damit Ihre Stauden die richtige Düngung erfahren, sollten Sie sich deshalb im Vorfeld darüber informieren, wie Sie Ihren Pflanzen die beste Pflege bieten können. Gleichzeitig schonen Sie damit die Natur und verbessern die Qualität Ihres Bodens nachhaltig.

 

Phlox im bunt gemixten Staudengarten

Pflegeleichte Stauden – wie der Phlox – benötigen wenig Dünger im Staudengarten.

 

Staudenbeete von Unkraut befreien

Ein Staudenbeet ist nur dann schön anzusehen und bringt Ihnen Freude, wenn es frei von Unkraut ist. Das erreichen Sie, indem Sie einige wenige Regeln beachten. Wenn Sie Ihr Beet neu bepflanzen, sollten Sie den Boden im Vorfeld von bereits vorhandenem Unkraut befreien. Entfernen Sie nicht nur oberirdisches Unkraut, sondern auch dessen Wurzeln, damit es so wenig wie möglich nachwachsen kann. Ist der Boden vom Unkraut befreit, können Sie Ihre Stauden pflanzen. Achten Sie hier darauf, dass sie sie im richtigen Abstand voneinander in die Erde setzen. Damit garantieren Sie einerseits, dass sich verschiedene Staudenarten nicht gegenseitig behindern und gleichzeitig machen Sie es Unkraut schwerer, sich zwischen den Pflanzen anzusiedeln. Wenn Sie zusätzlich Bodendecker wie beispielsweise das Kleine Immergrün (Vinca minor), Thymian (Thymus serpyllum) oder Elfenblumen (Epimedium pinnatum) pflanzen, halten Sie Unkraut noch stärker von Ihrem Bett fern. Aber auch eine Mulchschicht kann dazu beitragen, dass Unkraut schlechter wächst. Besonders Lavasplitt eignet sich für Stauden gut.

 

Staudenpflege im Laufe des Jahres

Grundsätzlich folgt die Pflege Ihrer Stauden einem einfachen Prinzip: Stellen Sie sicher, dass Ihre Stauden – wie jede andere Pflanzenart auch – ausreichend Flüssigkeit, Sauerstoff, Sonnenlicht und Nährstoffe erhalten und es wird ihnen gut gehen. Dieser Grundsatz funktioniert während der verschiedenen Jahreszeiten immer ein wenig anders. Im Winter befinden sie sich in einer Ruhephase, während der Sie als Gärtner oder Gärtnerin nichts tun müssen. Wird es wieder wärmer und der Frühling beginnt, können Sie aktiv werden und für die richtigen Ausgangsvoraussetzungen für das restliche Jahr sorgen und Ihre Beete vorbereiten. Im Sommer sollten Sie besonders darauf achten, ausreichend zu gießen und im Herbst bereiten Sie Ihre Pflanzen auf den bevorstehenden Winter aus und erfreuen sich an den Staudenarten, die sich noch einmal in ihrer vollen Blütenpracht zeigen, bevor auch sie sich den dunklen Tagen und den kalten Temperaturen geschlagen geben müssen. Was Sie zu welcher Jahreszeit im Detail beachten sollten, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

 

Pflege des Staudengartens

Die Pflege des Staudengartens nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

 

Staudenpflege im Frühling/Frühjahr

Wenn die kalten Wintermonate endlich vorbei sind, können Gartenfreunde endlich wieder den Garten frisch machen. Dazu zählen auch Stauden, die geduldig überwintert haben und nun wieder in bunten Farben erstrahlen sollen. Um ihnen ihr Wachstum so leicht wie möglich zu gestalten, sollten Sie Ihre Staudenbeete in einem ersten Schritt das Laub aus dem vergangenen Herbst befreien. Anschließend schneiden Sie vertrocknete oder erfrorene Blüten und Blätter zurück. Für Stauden, die sehr hoch wachsen, gilt dabei, den Trieb direkt im Boden zu entfernen und nur die untersten Blätter übrig zu lassen. Damit garantieren Sie, dass neue Triebe genügend Platz finden. Gegen Ende des Frühlings sollten Sie außerdem Ihre Stauden am Wurzelballen teilen. Das verringert die Gefahr, dass Ihre Stauden überaltern und keine oder nur wenige Blüten ausbilden. Beispielsweise kann eine Teilung bei Sonnenbräuten (Helenium) dazu führen, dass sie im nächsten Jahr noch prächtiger gedeiht und Sie mit ihren bunten Blüten erfreut. Andere Arten wie beispielsweise die Pfingstrose (Paeonia) sollten jedoch nicht geteilt werden, da sie sehr langlebig sind und eine solche Pflegemaßnahme nicht benötigen. Zudem sollten Sie Ihren Boden düngen, um ein optimales Wachstum Ihrer Stauden zu gewährleisten.

 

Stauden im Sommer pflegen

Während der heißen Sommermonate ist es besonders wichtig, dass Ihre Stauden ausreichend Flüssigkeit im Boden vorfinden. Dementsprechend sollten Sie sie regelmäßig, das heißt mindestens ein- bis zwei Mal pro Woche, mit Wasser versorgen. Während besonders starker Hitzeperioden ist es legitim, sie jeden Tag zu bewässern. Achten Sie hier am besten immer auf die Beschaffenheit des Bodens. Ist er trocken und hart, sollten Sie zum Gartenschlauch oder der Gießkanne greifen. Der beste Zeitpunkt, um Stauden zu bewässern, ist während der frühen Morgenstunden. In diesem Zeitraum ist der Boden noch von Tau besetzt und kann dementsprechend besser weitere Flüssigkeit aufnehmen als wenn er ausgetrocknet und hart ist. Zudem sind Ihre Stauden über Nacht kälter und der Temperaturunterschied zum kühlen Wasser geringer. Je nachdem, welche Stauden sich in Ihrem Garten oder auf Ihrem Beet befinden, müssen Sie unterschiedlich viel Wasser verwenden und unterschiedlich häufig gießen. Beispielsweise sind Sonnenhüte (Echinacea) weniger bedürftig, da sie sich auch in der prallen Sonne wohlfühlen und überstehen einen trockeneren Tag besser als Prachtspieren (Astilbe), die sich eher im Halbschatten wohlfühlen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Ihre Pflanzen nicht überdüngen. Zwar helfen Nährstoffe dabei, Ihre Stauden groß und üppig werden zu lassen, gleichzeitig wird ihr Blattgewebe aber anfälliger für Schädlinge. Ein gutes Mittelmaß ist hier der richtige Weg und in vielen Fällen reicht es bereits, mit Kompost zu düngen. Je nach Staudenart fällt die Pflege hier aber auch wieder unterschiedlich hoch aus. Beispielsweise sind Flammenblumen (Phlox) auf eine höhere Dosis Dünger angewiesen, damit sie prächtige Blüten ausbilden können. Und hier wären wir gleich beim nächsten Stichwort: Einige Staudenarten wie beispielsweise das Sonnenauge (Heliopsis) bildet bei der richtigen Pflege sehr große Blüten aus. Diese müssen Sie unter Umständen mit Stützringen stabilisieren, damit sie nicht umknicken. Auch starke Regenschauer können dazu führen, dass Stauden wie diese einige ihrer Blüten verlieren. Wenn Sie von Beginn an vorsorgen möchten, können Sie diese Stützringe also schon im Frühjahr anbringen. Sind Blüten stattdessen von Natur aus verblüht, können Sie diese Stängel bodennah abschneiden und so für eine zweite Blütezeit sorgen. Das funktioniert beispielsweise mit Lupinen (Lupinus) sehr gut.

 

Rosafarbene Lupinen im Staudengarten

Stauden – wie die Lupine – können im Frühjahr bodennah abgeschnitten werden, um für eine zweite Blüte zu sorgen.

Staudenpflege im Herbst

Das Jahr neigt sich seinem Ende und auch die Natur bereitet sich nun darauf vor, den Winter gut zu überstehen. Auch Sie als Gärtner können jetzt alle Vorkehrungen treffen, um Ihre Stauden auf den kommenden Frühling vorzubereiten. Einige Stauden wie beispielsweise Raublattastern (Aster novae-angliae), Fetthennen (Sedum) oder Chrysanthemen (Chrysanthemum) blühen noch einmal auf, bevor sie sich auf die kalten Monate einstellen. Sind keine Blüten an Ihren Stauden mehr vorhanden, können Sie die einzelnen Triebe dicht über dem Boden zurückschneiden. Damit vermeiden Sie, dass über den Winter Schädlinge Platz in den abgestorbenen Pflanzenteilen finden oder sie durch Pilzbefall zerstört werden. Außerdem sind einige Staudenarten empfindlicher, was Kälte und Frost betrifft und können nur unterirdisch überwintern. Nur im Falle von immergrünen Stauden sollten Sie bis zum Frühjahr warten, wenn etwas dergleichen passiert, damit die Triebe die nötige Energie besitzen, um erneut austreiben zu können. Aber auch Gräser können Sie stehen lassen – sie verleihen Ihrem Garten unter Umständen einen interessanten Look. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld, welche Staudenarten wann zurückgeschnitten werden sollten, damit Sie auch im darauffolgenden Jahr wieder von ihrer Blütenpracht profitieren können. Darüber hinaus ist es wichtig, frostempfindliche Stauden zusätzlich zu schützen. Das erreichen Sie, indem Sie sie beispielsweise mit Reisig abdecken, nachdem Sie sie zurückgeschnitten haben. Zudem sollten Sie solche Stauden teilen, die bereits dicht wachsen. Beispielsweise sollten Sie das bei Pfingstrosen (Paeonia) oder Taglilien (Hemerocallis) tun, denn diese vermehren sich besonders stark und bilden immer weniger Blüten aus, wenn sie nicht geteilt werden. Mittels Verjüngung stellen Sie sicher, dass Sie auch im darauffolgenden Jahr wieder viele bunte Blüten in Ihrem Garten bestaunen können. In einigen Fällen kann es auch dazu kommen, dass einzelne Staudenarten sich so stark verbreiten, dass sie anderen Stauden den Platz wegnehmen. Ist dies der Fall, können Sie einzelne Stauden entnehmen und an anderer, geeigneterer Stelle wieder einpflanzen. Nicht zuletzt kann auch der umgekehrte Fall eintreten – es gibt Stellen in Ihrem Beet, die kahl bleiben. Pflanzen Sie hier im Herbst neue Stauden ein, um im neuen Jahr ein volles Beet pflegen zu können. Bei Gräsern sollten Sie darauf achten, sie im Herbst zusammenzubinden. Damit vermeiden Sie Staunässe und Fäulnis.

 

Staudenpflege im Winter

Stauden sind verhältnismäßig robuste Pflanzen. Dementsprechend hält sich deren Pflege während der Wintermonate in Grenzen. Die meisten Staudenarten können ohne weitere Maßnahmen überwintern und treiben auch im kommenden Frühling wieder aus. Ein wenig vorsichtiger sollten Sie nur dann sein, wenn es sich um neu gesetzte Pflanzen oder empfindlichere Arten handelt – diese können Sie mit etwas Reisig aus Fichten- oder Tannennadeln abdecken, um sie vor Frost zu schützen. Spätestens ab Ende März können Sie diese schützende Decke wieder entfernen, damit Ihre Stauden austreiben können. Vorkehrungen wie diese sollten Sie besonders bei solchen Staudenarten treffen, die ursprünglich aus wärmeren Gebieten stammen. Dazu zählen beispielsweise Sauerklee (Oxalis), Herbstanemonen (Anemone hupehensis), Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata), Krötenlilien (Tricyrtis) oder Chrysanthemen (Chrysanthemum). Halten Sie sich an diesen einfachen Grundsatz, sind Ihre Stauden ausreichend für den Winter gerüstet.

 

Chrysantheme im Staudengarten

Chrysanthemen sollten im Staudengarten im Winter abgedeckt werden, um Schutz vor der Kälte zu bieten.

STAUDEN SELBST VERMEHREN

Wie können Stauden selbst vermehrt werden?

Stauden können in den unterschiedlichsten Formen und Farben wachsen. Zudem sind sie pflegeleicht und kommen mit verschiedensten Bedingungen aus. Mit der richtigen Pflege können Sie so Ihren Garten zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Nicht zuletzt zeichnen sich Stauden aber auch dadurch aus, dass sie sich verhältnismäßig einfach vermehren lassen – und das auf unterschiedlichste Art und Weise. Sie können Samen aussäen, aber auch bereits vorhandene Stauden teilen und sie an anderer Stelle einpflanzen. Aber auch Stecklinge, die Sie in die Erde setzen, können neue Stauden hervorbringen. In den folgenden Abschnitten wird Ihnen noch einmal detaillierter erklärt, wie genau Sie Stauden vermehren können und was Sie beachten sollten, damit Ihre Pflanzen auch prächtig gedeihen und Ihre Beete in bunten Farben erstrahlen.

 

Stauden durch Aussäen vermehren

Wenn Sie eine bestimmte Staudenart durch Samen vermehren möchten, können Sie das auf zwei unterschiedlichen Wegen realisieren. Einerseits können Sie natürlich Samen im Gartencenter Ihres Vertrauens kaufen und diese in die Erde säen. Solange Sie sich an die Vorgaben halten, die vom Hersteller angegeben werden, werden kräftige Stauden aus ihnen wachsen. Darüber hinaus können Sie aber auch Samen von bereits hochgewachsenen Stauden sammeln und diese verwenden. Achten Sie hier darauf, dass Samen von gezüchteten Staudenarten mit jedem Jahr wieder stärker an ihre Ursprungsform erinnern. Seien Sie sich außerdem bewusst, ob die Samen Licht- oder Dunkelkeimer sind, also ob Sie sie auf die Erde streuen oder sie mit Erde bedecken müssen. Darüber hinaus ist die richtige Keimtemperatur von Wichtigkeit und auch die Keimzeit hat eine große Bedeutung. Informieren Sie sich deshalb, wann, bei welcher Temperatur und in welcher Tiefe Sie Ihre Samen aussäen sollten, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Zudem sollten Sie wissen, wie häufig Sie gießen und düngen sollten. Beachten Sie all diese Faktoren, können Sie sich schon bald an prächtigen Stauden erfreuen.

 

Stauden können ganz einfach selbst vermehrt werden.

 

Stauden durch Teilen vermehren

Stauden wachsen bei der richtigen Pflege sehr umfangreich und können je nach Art bis zu mehreren Metern hoch werden. Damit sie nicht zu stark austreiben, ist es häufig von Vorteil, Stauden zu teilen. Stauden, die im Frühjahr blühen, sollten Sie im Herbst teilen. Stauden, die im Sommer oder Herbst blühen stattdessen während des Frühjahrs oder bevor sie austreiben. Das liegt darin begründet, dass die Pflanzen einen Großteil ihrer Energie auf die bevorstehende Wachstumsperiode verwenden. Teilen Sie sie kurz bevor diese Phase beginnt, können Sie Ihren Stauden eher schaden, als dass Sie ihnen helfen. Einige wenige Arten können jedoch auch zu beiden Jahreszeiten geteilt werden. Das funktioniert beispielsweise mit der Taglilie (Hemerocallis) gut, denn diese ist weniger empfindlich gegenüber solchen Maßnahmen. Umgekehrt sind andere Staudenarten weniger gut fürs Teilen geeignet und reagieren negativ auf Maßnahmen wie diese. Beispielsweise verkraftet die Pfingstrose (Paeonia) eine Teilung schlechter und sollte deshalb an ihrem Ursprungsort bleiben. Gut für die Teilung eignen sich beispielsweise Enzian (Gentiana), Trollblumen (Trollius europaeus), Mädchenauge (Coreopsis), Schafgarbe (Achillea) oder Akelei (Aquilegia). Achten Sie bei der Teilung darauf, dass Sie zunächst den gesamten Staudenballen aus der Erde nehmen und so wenige Wurzeln wie möglich abtrennen. Schütteln Sie überflüssige Erde ab oder feuchten Sie sie an. Je nachdem, wie locker die Wurzeln miteinander verzweigt sind, können Sie nun den Ballen in der Mitte teilen, indem Sie ihn mit den Händen auseinanderziehen, ihn mit einem Messer durchtrennen oder bei sehr robusten Ballen einen Spaten verwenden. Die übriggebliebenen Teile sollten etwa faustgroß sein und mehrere Blätter und Triebknospen besitzen, damit ausreichend Grundlage für neue Triebe vorhanden ist. Achten Sie außerdem darauf, abgestorbene, kranke und ausgetrocknete Wurzelteile abzutrennen, um Ihren Stauden nur diejenigen Pflanzenteile zu lassen, die am Wachstum beteiligt sind. Anschließend können Sie die neuen Staudenteile einpflanzen. Vergessen Sie dabei nicht, sie anzugießen, um ihnen bestmögliche Bedingungen zum Wachsen zu geben.

 

Stauden über Stecklinge vermehren

Auch über Stecklinge lassen sich Stauden vermehren. Trennen Sie dazu von der Mutterpflanze einen etwa 15 bis 20 Zentimeter langen Steckling und entfernen Sie abgestorbene Blätter und Blüten. Diesen Steckling setzen Sie anschließend in die Erde, sodass mehrere Augen unterirdisch liegen. Damit stellen Sie sicher, dass Ihr Steckling genügend Möglichkeiten hat, Wurzeln auszubilden. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie einen schattigen Ort im Freien wählen, denn pralle Sonne schadet den jungen Pflanzen und kann sie im schlimmsten Fall sogar verbrennen. Neben der richtigen Menge Licht sollten Sie ebenso eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr gewährleisten. Gießen Sie Ihre Stecklinge deshalb so, dass der Boden stets ein wenig feucht bleibt. Nach einigen Wochen schlagen Ihre Zöglinge aus und bilden Wurzeln – dann ist für sie der Zeitpunkt gekommen, an ihren finalen Platz zu pflanzen.

 

STAUDENGARTEN HARMONISCH DEKORIEREN

Welche Dekoration passt zu Staudengärten?

Ein Staudengarten kann auf unterschiedlichste Art und Weise angelegt werden. Dementsprechend vielseitig fallen auch Ihre Möglichkeiten aus, ihn mit der passenden Dekoration noch ein wenig einzigartiger zu gestalten. Dabei können Sie das Schöne direkt mit dem Praktischen verbinden und beispielsweise mit stilisierten Staudenhaltern aus Metall dafür sorgen, dass Ihre Pflanzen nicht nur gestützt werden, sondern gleichzeitig zum Blickfang werden. Auch Rankgitter fallen in diese Kategorie. Aber auch Vogeltränken, Figuren, Pflanztöpfe, Keramikkugeln und Skulpturen machen sich sehr gut zwischen den farbenfrohen Blüten Ihrer Stauden. Achten Sie darauf, dass Sie solche Dekoration verwenden, die auch zum Stil Ihres Gartens passt. Für einen mediterranen Garten eignen sich beispielsweise Elemente in erdigen Tönen, für einen modernen Garten stattdessen Objekte aus Metall oder Glas. Ein Wildgarten wird möglicherweise mit einer Lichterkette aufgewertet, während ein romantischer Garten mit vielen verschnörkelten Elementen noch märchenhafter wirken kann. Lassen Sie sich deshalb vom angestrebten Stil Ihres Staudengartens leiten und setzen Sie auf Grundlage dessen passende Highlights mit der richtigen Dekoration. Damit schaffen Sie sich Ihr ganz persönliches Pflanzenparadies.

 

 

25 BILDER & IDEEN ZUM STAUDENGARTEN

Wie kann ein Staudengarten aussehen?

 

ZUSAMMENFASSUNG

Wie kann ein Staudengarten angelegt werden & worauf sollte man achten?

Kein Staudengarten ist wie der nächste. Die mehrjährigen Pflanzen finden sich in unzähligen Arten und können mit der richtigen Pflege viele Jahre von neuem Ihren Garten zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Sie können verschiedenste Gartenstile real werden lassen und Ihre Stauden gekonnt in Szene setzen. Dabei ist es ganz egal, ob Ihr Garten groß oder klein ist, sonnig oder schattig daherkommt, harten oder weichen Boden besitzt – es finden sich für jede Ausgangslage mit Sicherheit die richtigen Stauden, da unterschiedliche Arten unterschiedliche Standortverhältnisse bevorzugen. So können Sie aus jedem Garten ein Paradies werden lassen. Stauden gibt es in unterschiedlichsten Farben, die stilvoll miteinander kombiniert werden und so für ein ganz besonderes Flair sorgen können. Ihre Mehrjährigkeit macht es Ihnen außerdem möglich, die Pflanzen auf einfache Art und Weise zu vermehren und Ihr Blütenmeer im nächsten Jahr noch leuchtender erstrahlen zu lassen. Befolgen Sie einfache Regeln zur Pflege Ihrer Stauden, können Sie Jahr für Jahr einen Ort der Ruhe und Entspannung schaffen.

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Selbst Staudengärten können mit etwas Gartendekoration verschöner werden. Skulpturen und Büsten können dabei als Blickfang zwischen verschiedenen Stauden-Arten wirken.

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Häufige Fragen

📌 Was ist ein Staudengarten?

Ein Staudengarten setzt sich aus verschiedenen Staudenarten zusammen. Durch die Vielseitigkeit dieser Pflanzen können ganz unterschiedliche Wirkungen entstehen. Sie können romantische, moderne, mediterrane und viele andere Gartenstile realisieren, indem Sie passende Stauden pflanzen und sie mit dazugehöriger Dekoration versehen.

Hier finden Sie weitere Informationen.

📌 Wie legt man einen Staudengarten an?

Stauden können im Gartencenter Ihres Vertrauens oder im Baumarkt gekauft und mit wenig Aufwand gepflanzt werden. Außerdem ist es möglich, Stauden zu teilen und sie an einer anderen Stelle wieder einzupflanzen. Mit Stecklingen können Sie Stauden ebenfalls vermehren. Achten Sie bei allen drei Varianten darauf, dass Ihre Stauden die richtigen Licht- und Bodenverhältnisse vorfinden und sie ausreichend gegossen werden.

Hier finden Sie weitere Informationen.

📌 Wann sollte ein Staudengarten angelegt werden?

Ein Staudengarten sollte in der Regel im Frühjahr angelegt werden, wenn kein Bodenfrost mehr vorhanden ist. Sobald die ersten Triebe sprießen, können Sie Ihre Stauden pflanzen oder deren Samen aussäen. Einige Staudenarten, die nach dem Frühjahr bereits abgeblüht sind, können Sie auch während der Herbstmonate neu pflanzen.

Hier finden Sie weitere Informationen.

📌 Sind Stauden mehrjährig?

Ja, Stauden sind mehrjährig. Sie alle haben gemeinsam, dass ein Teil der Pflanze – nämlich Zwiebeln, Knollen, Wurzeln oder Rhizome – unterirdisch überwintert und im darauffolgenden Jahr von neuem austreibt. Einige Staudenarten sind immergrün. das bedeutet, dass auch oberirdische Teile der Pflanze während der Wintermonate bestehen bleiben.

Hier finden Sie weitere Informationen.

veröffentlicht am: 29 Juni 2020 - aktualisiert am: 13 Juli 2020

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Autor bei Gartentraum

Jenny Röck

Redakteur

Über den Autor

Jenny hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien studiert und ist jetzt mit Leidenschaft Redakteurin. Schon seit Kindertagen liebt sie alles Blühende und hält sich deshalb am liebsten im Garten auf. Dort kümmert sie sich liebevoll um ihre Pflanzen und sucht nach immer neuen harmonischen Farbkombinationen.

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