Gemüsebeet anlegen & gestalten – 20 Top-Ideen + Pflanzplan

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Ein Gemüsebeet selber bauen ist nicht schwer. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn die Tomatenernte ganze Körbe füllt und man knackigen, selbstgezogenen Salat genießen kann. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr erstes Gemüsebeet planen können, wo man es am besten neu anlegen sollte und was zu tun ist, um eine reiche Ernte einzufahren.

ORTE FÜR EINEN GEMÜSEGARTEN IM ÜBERBLICK

Wo kann man einen kleinen oder großen Gemüsegarten anlegen?

Platz für einen Gemüsegarten ist überall – die kleinste Ecke im Garten, ein Stück der Terrasse oder gar der Balkon genügen. Haben Sie noch keine Erfahrung mit dem Gemüseanbau, beginnen Sie am besten mit einem einzelnen kleinen Beet. Zeigt der Probelauf gute Ergebnisse, können Sie sich im nächsten Jahr bereits an einen kleinen Naschgarten oder gar einen richtigen Küchengarten wagen. Wollen Sie sich und Ihre Familie komplett selbst mit Gemüse versorgen, müssen Sie 100 Quadratmeter pro Person einplanen. Für einen kleinen Garten genügt natürlich viel weniger Fläche. Nicht vergessen: Je größer die Anbaufläche, desto mehr Arbeit haben Sie mit Ihrem Gemüsebeet. Widerstehen Sie also der Versuchung, gleich zu Anfang so viele verschiedene Gemüsearten wie möglich auszusäen. Ein Meter Breite genügt, wenn Sie Ihr erstes Gemüsebeet selber bauen wollen. Aber egal, wie groß Sie Ihr erstes Gemüsebeet anlegen wollen: Wichtig ist, dass die Pflanzen genügend Licht erhalten, damit alles gut wächst. Richten Sie das Beet nach Süden oder Westen aus und sorgen Sie für gute Belüftung. Bereiten Sie dann noch den Boden gut vor, ist Ihr erstes eigenes Gemüsebeet optimal platziert.

 

Gemüsebeet im Garten

Der naheliegendste Platz für ein Gemüsebeet ist der Garten. Dort kann man bei der Gartengestaltung „nach Lehrbuch“ vorgehen: ein rechteckiges Beet lässt sich von beiden Seiten gut bearbeiten. Beispiele für andere Gestaltungsideen sind runde oder ovale Gemüsebeete. Sie dienen gleichzeitig als Blickfang im Garten. Tabu sind jedoch Obstbäume und Hecken in direkter Nachbarschaft zu Ihrem Gemüsebeet. Die sind immer durstig und nehmen Ihren Pflanzen Wasser und Nährstoffe weg. Prüfen Sie vor dem Anlegen Ihres Beetes außerdem unbedingt den Boden, denn nicht jede Bodenart passt zu jedem Gemüse. Je nachdem, was man anbauen und ernten will, muss der Boden sandiger oder lehmiger sein. Nur Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden; die mag keine Pflanze. Ist der Gartenboden nicht optimal geeignet, können Sie Nachschub auftragen – am günstigsten kauft man Gartenerde im Anhänger von einem Erdenwerk. Spätestens in ein paar Jahren hat Ihr Gemüseanbau dann für eigenen hochwertigen Kompost gesorgt.

 

 

Gemüsebeet am Hang anlegen

Es ist nicht ganz einfach, ein Gemüsebeet am Hang anzulegen – aber oft geht es nicht anders, wenn ein Garten hügelig gelegen ist. Je nach Neigung des Hangs müssen Sie etwas gründlicher vorplanen und eventuell mit höheren Kosten rechnen. Ideal sind Hanggärten jedoch nicht, weil dort viel Wasser verloren geht. Ein Gemüsebeet sollten Sie deshalb immer quer zum Hang anlegen. Terrassieren Sie es nach Möglichkeit mit einer kleinen Stützmauer aus Natursteinen, Holzpalisaden oder mehreren flachen Stufen, denn auf diese Weise verhindern Sie, dass Gieß- und Regenwasser einfach abfließen und sich im unteren Hangbereich anstauen. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie das Beet über Treppen oder Stufen gut erreichen können und es auch bei Starkregen nicht abrutscht. Auf der anderen Seite freuen sich Pflanzen in Hanglage über viel Sonne – wenn der Hang in die richtige Richtung zeigt. Wenn Sie also ein Gemüsebeet am Hang anlegen wollen, dann immer möglichst weit oben. So bekommt es viel Sonne und Sie verhindern, dass sich Bodennässe anstaut. Ein gut angelegter und gepflegter Hanggarten kann also eine wahre Pracht sein!

 

Gemüsebeet im kleinen Garten

Die gute Nachricht: Platz für ein Gemüsebeet ist im kleinsten Garten. Sie müssen aber etwas genauer planen, wenn Sie das Potenzial Ihres Mini-Beets voll ausnutzen wollen. Auf wenigen Quadratmetern machen sich die falschen Gemüsepflanzen schnell den Platz streitig – überlegen Sie also vorher genau, was Sie anbauen wollen und welche Nachbarn sich vertragen. Eine Idee aus den USA für kleine Gärten ist das „Squarefoot Gardening“: Man teilt die Beete dabei in Schachbrettfelder mit 30 Zentimetern Seitenlänge (ein Quadrat-Fuß) auf, unterstützt durch ein Gitterrost aus Holzlatten oder Bambusstäben. Auf jedem Karree bauen Sie dann eine kleine Portion Gemüse für je vier Personen an: zum Beispiel vier Kohlrabis, eine Schüssel Pflücksalat oder einen Tomatenstrauch. Gemüse, das hoch wächst, braucht weniger Bodenfläche. In einem kleinen Garten, bauen Sie also am besten Tomaten, Stangenbohnen oder Erbsen an. Mit Rankhilfen können Sie auch Minikürbisse oder kleine Gurken ziehen. Ein weiterer Trick für kleine Gemüsegärten: Sparen Sie Zeit! Wenn Sie Jungpflanzen schon vorgezogen haben, sind sie eher erntefähig und machen dann Platz für die nächste Gemüsesorte. Haben Sie ein Gemüse abgeerntet, säen Sie schnell nach. Spinat, Radieschen oder Rote Bete können Sie etwas dichter als empfohlen aussäen. Kommen dann die ersten Triebe, dünnen Sie die Reihen aus und vernaschen die ersten Sprossen roh als Salatbeilage oder aufs Brot. Kleine Gemüsebeete haben große Vorteile: Sie lassen sich mit weniger Aufwand pflegen und sind deshalb perfekt für Anfänger und für Gärtner, die nicht viel Zeit haben.

 

 

Kleinen Gemüsegarten auf der Terrasse anlegen

Auch auf der Terrasse können Sie Ihren eigenen kleinen Gemüsegarten anlegen. Gelegenheitsgärtner, die wenig Zeit für Gartenarbeit investieren wollen, können sich direkt vor ihrer Wohnung ein Gemüsebeet selber bauen. Auf der Terrasse bieten sich reichliche Gestaltungsideen für Gemüsebeete. In großen Töpfen, Pflanzkübeln oder Hochbeeten sind Ihre Pflanzen vor Wind, Schädlingen und Pilzkrankheiten geschützt und auch vor den gefürchteten Schnecken können Sie Ihr Gemüsebeet auf der Terrasse einfacher bewahren. Und das Beste: Sie können beruhigt in den Sommerurlaub fahren und den Nachbarn das Gießen überlassen. Die allgemeinen Regeln der Gartengestaltung gelten natürlich auch auf der Terrasse: Achten Sie hier auf genügend Sonne, nicht zu starken Wind und vermeiden Sie unbedingt, dass sich Staunässe in den Übertöpfen bildet. Und noch ein Tipp: Kaufen Sie für Ihren Naschgarten spezielle Gemüsesorten, die für den Anbau im Topf gezüchtet wurden und mit dem beengten Raum für die Wurzeln zurechtkommen. Tomaten, Paprika oder Erdbeeren sind dankbare Terrassenbewohner. Sie brauchen nur 10 bis 20 Liter Erde pro Topf.

 

Gemüsebeet Hochbeet

Ein Gemüsebeet lässt sich im Hochbeet auch im kleinen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon anlegen.

 

Mini-Gemüsebeet auf dem Balkon

Sie haben nur einen Balkon zur Verfügung? Auch dort kann man ein Gemüsebeet bauen. Selbst auf einer winzigen Grundfläche können Sie die Balkongeländer und Wände einbeziehen und „in die Höhe gärtnern“. Der Vorteil eines Balkongartens: Sie haben Ihren persönlichen Naschgarten immer direkt vor der Nase. Kräuter, Schnittsalat, Kirschtomaten und andere Leckereien lassen sich so direkt wegnaschen. Die Startbesetzung für Ihr Balkon-Gemüsebeet ist:

  • Pflücksalat
  • Minitomaten
  • Minigurken
  • Zuckererbsen
  • Radieschen

Um ein Balkon-Gemüsebeet anzulegen, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Bevorzugen Sie Gemüsesorten, die hoch wachsen und geben Sie ihnen Halt mit Rankhilfen, Pergolas oder einfach dem Balkongeländer. Bohnen und Erbsen sorgen für Sichtschutz nach draußen. Achten Sie darauf, dass Ihre Balkonkästen und Kübel groß genug sind – 10 bis 20 Liter müssen sie mindestens fassen. Auf den Boden kommt wiederum eine Schicht aus Tonscherben als Drainage. Darüber breiten Sie ein Gartenvlies und füllen den Topf mit Gemüseerde auf. In Pflanzenampeln, auf hochkant gestellten Europaletten oder Pflanzleitern lassen sich mehrere Töpfe übereinander anordnen, deren Bewohner je nachdem mehr Sonne oder mehr Schatten bevorzugen. Und nicht die Decke vergessen! Auch hier können Sie Pflanztöpfe befestigen und so einen „hängenden Garten“ zaubern. Ein Balkon zieht mehr Blicke auf sich als ein Gemüsegarten – also wollen Sie sichergehen, dass er immer schön aussieht. Ein Saisonkalender für Gemüse hilft Ihnen dabei, die Sorten so auszuwählen, dass Ihr Balkon immer grün ist. Sogar im Winter; dann wächst der gesunde Feldsalat wie wild.

 

Gemüsegarten aus bepflanzten Pflanztöpfen

Ein Gemüsebeet in Pflanztöpfen lässt sich auch auf dem Balkon realisieren.

 

ZUTATEN FÜRS GEMÜSEBEET

Was kommt auf ein Gemüsebeet?

Es gibt hunderte verschiedene Gemüsesorten in unseren Breiten, die Sie in Ihrem Beet anbauen können. Überlegen Sie vorher: Wie viel Zeit haben Sie fürs Gärtnern übrig? Wie viel und welches Gemüse wollen Sie ernten? Und wie viel Erfahrung haben Sie bereits mit dem Gemüseanbau? Anfängersorten wie Bohnen und Erbsen gedeihen im Prinzip überall; sie verzeihen auch mal einen Tag ohne Gießen und ausgelaugte Böden. Schnell wachsende Sorten wie Radieschen und Salat zeigen rasch Erfolge – wichtig für Ihre ersten Gärtnerversuche. Auch mit Möhren haben Sie meistens Glück, diese wachsen aber etwas langsamer. Und natürlich sollten Sie Sorten auswählen, die Ihnen schmecken. Beginnen Sie bei Ihrem ersten Versuch am besten mit nur drei Gemüsesorten und nehmen Sie mehr dazu, wenn Sie merken, dass Sie Spaß am Gärtnern und Erfolg damit haben.

 

Gemüsebeet Vielfalt

Die Gemüsesorten, die in einem Gemüsebeet gepflanzt werden können, sind vielfältig.

 

Verschiedene Gemüsesorten für ein Gemüsebeet

Egal, für welche Sorten Sie sich entscheiden: Ein Gemüsebeet muss abwechslungsreich bepflanzt werden. Wächst nämlich immer dasselbe Gemüse im Beet, entzieht das dem Boden bald wichtige Nährstoffe und laugt ihn aus. Je nach ihrem Nährstoffbedarf unterteilt man Gemüsesorten in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer. Diese Arten entziehen dem Boden beim Wachsen unterschiedliche Mengen an Stickstoff bzw. Nitrat. Großbauern halten daher die 3-Jahres-Fruchtfolge ein und bauen jedes Jahr eine andere Sorte an. In einem kleinen Gemüsebeet richten Sie sich besser nach dem Konzept der Mischkultur und bauen Gemüsesorten aus allen drei Gruppen zusammen an. Als Faustregel können Sie Ihr Beet in vier Bereiche aufteilen und zwei davon den Mittelzehrern zuteilen. Dazwischen sollten Sie standorttreue Sorten anbauen, die auch mehrere Jahre in Folge den Boden nicht auslaugen: etwa Spargel oder Rhabarber. Daneben ist es klug zu wissen, welche Gemüsesorten tiefe Wurzeln (zum Beispiel Karotten) und welche eher flache Wurzeln haben (etwa Salat). Sie können direkt nebeneinander wachsen, ohne sich dieselbe Bodenschicht streitig zu machen. Und schließlich gibt es noch die perfekten Nachbarn im Gemüsebeet, die sogar bei der Schädlingsbekämpfung zusammenarbeiten. Dass Karotten am besten neben Zwiebeln wachsen sollten, wussten schon unsere Großeltern.

 

Gemüsebeet Salat Schnittlauch

Typisch für ein Gemüsebeet im Garten sind beispielsweise Salat, Kohl, Karotten, Radieschen und Zwiebeln.

 

Obst im Gemüsebeet

Im Schatten unter Obstbäumen sollten Sie ein Gemüsebeet nicht anlegen und auch zu Beerensträuchern muss ein wenig Abstand gehalten werden. Trotzdem gibt es Obstsorten, die mit verschiedenen Gemüsesorten gut harmonieren und sich sogar gegenseitig helfen – etwa bei der Schädlingsbekämpfung. Erdbeeren können Sie durchaus direkt mit in ein Obst- und Gemüsebeet pflanzen. Diese Verwandten von Apfel- und Kirschbaum sind bestens zu kombinieren mit Spinat oder Feldsalat, Porree oder Zwiebeln. In Deutschland können wir aus etwa 100 Erdbeerarten wählen. Beerenobst – auch wenn es niedrig wachsende Sträucher sind – brauchen ihren eigenen Bereich im Beet oder einen eigenen Pflanzkübel, da sie Erde mit einem höheren Anteil an Sand oder Ton benötigen. Normale Blumenerde zersetzt sich schnell und muss jedes Jahr nachgefüllt werden. Da die meisten Stauden mehrjährig sind, muss man sie nach der Ernte nur herunterschneiden und warten, bis sie im Frühjahr wieder austreiben. Aber achten Sie auf Besonderheiten unterschiedlicher Arten: Wenn Sie beispielsweise Apfelbäumchen pflanzen wollen, brauchen Sie mindestens zwei; diese Obstbäume sind nämlich nicht selbstbefruchtend und ohne Befruchtung gibt es keine Äpfel. Im Regelfall sollten aber die Pollen, die durch die Luft schweben, reichen, damit Sie einige Monate später saftige Früchte ernten könnten.

 

Gemüsebeet Apfelbaum

Das Gemüsebeet sollte mit etwas Abstand zu Obstbäumen angelegt werden.

 

Kräuter im Gemüsebeet

Die Lücken zwischen den einzelnen Gemüsepflanzen lassen sich im Mischkulturbeet hervorragend mit Kräutern auffüllen. Das deckt den Erdboden ab und speichert Feuchtigkeit, hindert Unkraut am Wachsen und hilft sogar beim Kampf gegen Schnecken und andere Gemüsefeinde. Mit ihrem intensiven Duft vertreiben viele Kräuter Schädlinge oder beugen Pflanzenkrankheiten wie dem Mehltau vor, der von Tomatengärtnern gefürchtet wird. Mehrjährige Kräuter sollten Sie in einen eigenen Beetbereich setzen, während Einjährige, kleinwüchsige Kräuter wie Basilikum, Polster-Thymian oder Lavendel sich direkt zwischen den Gemüsepflanzen wohlfühlen. Achten Sie außerdem darauf, dass sonnenliebende Kräuter wie Rosmarin nicht von anderen Pflanzen überschattet werden. Im dunkleren, feuchten Bodenbereich fühlen sich hingegen Waldkräuter wie Bärlauch, Petersilie oder Waldmeister wohl – und Schnittlauch oder Petersilie dienen mit ihren schönen Blüten gleichzeitig als dekorative Randbepflanzung für das Gemüsebeet. Bei stark auswurzelnden Kräutern müssen Sie  wiederum Obacht geben: Wenn Sie zum Beispiel Pfefferminze ins Gemüsebeet setzen, sorgen Sie mit einer Wurzelsperre vor, damit sich die Pflanze nicht ungehindert ausbreitet (dafür genügt ein in die Erde gesetzter Blumentopf).

 

Lavendel und Zucchini im Topf im Naturgarten

Lavendel verströmt im Gemüsebeet einen intensiven Duft.

 

Essbare Bodendecker im Gemüsebeet

Bodendecker sind der beste Schutz gegen Unkraut und Schädlinge im Obst- und Gemüsebeet. Gleichzeitig schützen sie die Erde vor dem Austrocknen und speichern mehr Feuchtigkeit im Beet – Sie müssen also nicht nur weniger jäten, sondern auch weniger oft gießen. Selbst wenn Sie Ihr Gemüsebeet im Herbst abgeerntet haben, können Sie vor dem Frühjahr Bodendecker aussäen und so dafür sorgen, dass bereits neue Nährstoffe eingebracht werden. Integrieren Sie in Ihr Gemüsebeet also immer auch Bodendecker – und natürlich können diese auch essbar sein. Zu den bekanntesten Bodendeckern im Gemüsebeet zählen Pflücksalat und Feldsalat. Letzterer gedeiht sogar im Winter und kann ganzjährig geerntet werden. Denken Sie aber auch an Kräuter und Blumen, die Ihr Beet nicht nur schützen, sondern auch wunderschöne Farbtupfer und Aromen bieten. Die bekannte Vogelmiere etwa wächst extrem schnell und ist eine leckere Salatbeilage und die leuchtenden Blüten der Kapuzinerkresse machen sich ebenfalls hervorragend im Salat.

 

Gemüsebeet Salat

Salat ist ein hervorragender Bodendecker im Gemüsebeet.

 

Wildblumen fürs Gemüsebeet

Auch Blumen können im Gemüsebeet für schöne Farbtupfer sorgen – und gleichzeitig nützliche Insekten anlocken, die für die Bestäubung der Gemüsesorten verantwortlich sind, das Erdreich auflockern und Schädlinge in Schach halten. So ersparen Sie sich den Einsatz chemischer Pestizide und können neben Tomaten, Spinat und Erbsen auch noch einen selbstgepflückten Blumenstrauß auf den Esstisch stellen. Legen Sie ein blühendes Wildblumen-Buffet für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge an, indem Sie zum Beispiel Akelei und Gänseblümchen zwischen Ihre Gemüsepflanzen setzen. Die intensiv duftende Tagetes (auch: Studentenblume) vertreibt Schädlinge bis in den Herbst. Achten Sie darauf, hoch wachsende Wildblumen eher an das nördliche Ende des Beetes zu setzen, damit sie den anderen Pflanzen nicht das Licht nehmen. Mehrjährige Blumen sollten einen eigenen Bereich bekommen; durch das jährliche Abernten ihrer Nachbarn fühlen sie sich sonst schnell gestört.

 

Gemüsebeet Kohl Ringelblumen

Ringelblumen sind ein beliebter Begleiter im Gemüsebeet.

 

GEMÜSEBEET RICHTIG ANLEGEN - SCHRITT FÜR SCHRITT ANLEITUNG FÜR ANFÄNGER

Wie wird ein Gemüsebeet angelegt?

Einfach drauflos säen oder pflanzen? Bitte nicht! Ein Gemüsebeet sollte gut geplant und durchdacht angelegt werden. Als Anfänger gehen Sie beim Gemüsebeet anlegen Schritt für Schritt vor:

  1. Finden Sie den besten Platz im Garten für Ihr Gemüsebeet.
  2. Legen Sie die Größe Ihres Gemüsebeets fest.
  3. Prüfen Sie den Boden an der Stelle, wo Sie Ihr Gemüse anbauen wollen.
  4. Erstellen Sie eine Liste der Gemüsearten, die Sie anpflanzen wollen und teilen Sie sie nach Stark-, Mittel- und Schwachzehrern auf.
  5. Erstellen Sie einen Gemüsebeet-Pflanzplan.
  6. Machen Sie eine Einkaufsliste mit den Dingen, die Sie für Ihr Beet benötigen.

Dann kann es losgehen. Das klingt aufwendig? Im Gegenteil: Mit gründlicher Planung beugen Sie vielen Anfängerfehlern vor, sparen Zeit und Geld und sorgen dafür, dass das Gemüsebeet gleich beim ersten Anlauf guten Ertrag bringt.

 

Gemüsebeet Schubkarre

Das Anlegen eines Gemüsebeets im Garten ist mit der richtigen Planung keine Herausforderung.

 

Planung der Gemüsebeete im Garten

Auch wenn Sie nur ein kleines Nutzbeet anlegen wollen, macht es sich bezahlt, wenn Sie Ihrem Gemüsebeet-Pflanzplan folgen. Gerade als Anfänger hat man oft nicht im Blick, welche Gemüsesorten auf welchem Boden, in welcher Lage und in welcher Nachbarschaft am besten wachsen. Die geschickte Kombination der richtigen Sorten erspart den Einsatz von Pestiziden und verbessert langfristig die Qualität des Bodens. Und am wichtigsten: Sie bringt eine reiche Gemüseernte über den gesamten Sommer bis in den Winter hinein. Machen Sie bei der Planung Ihrer Gemüsebeete deshalb Gedanken über diese Punkte:

  • Welche Bedingungen können Sie in deinem Garten bieten – wie sonnig ist er, wie ist der Boden beschaffen und wie viel Arbeit wollen Sie investieren?
  • Welche Gemüsesorten mögen Sie gern?
  • Welches Gemüse muss erst vorgezogen werden, welches wird direkt ausgesät?
  • Welche Sorten brauchen lange zum Wachsen, welche sind schnell geerntet und machen Platz für neue?

Es wird empfohlen, einen Gemüsegarten mit mindestens vier Beeten anzulegen. So kann man die 3-Felder-Fruchtfolge einhalten, nach der eine Gemüsesorte jedes Jahr auf einer anderen Fläche angebaut werden muss, um den Boden nicht auszulaugen. Das vierte Feld liegt in dieser Abfolge jeweils brach und kann sich erholen, während zum Beispiel Gründünger darauf wächst. Haben Sie weniger Platz zur Verfügung, können Sie diese vier Beete auch als Zonen in einem einzigen Beet anlegen. Ohnehin ist es empfehlenswert, Gemüsesorten mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf gemeinsam und abwechselnd ins Beet zu pflanzen.

 

Gemüsebeet Ernte

Beim Planen Ihres Gemüsebeets sollten Sie die verschiedenen Ansprüche der Pflanzen beachten.

 

Zeitpunkt zum Anlegen eines Gemüsebeets

Mit dem Gärtnern können Sie prinzipiell immer beginnen, vor allem in kleineren Beeten und auf dem Balkon. Ein richtiges Nutzbeet im Garten sollte man im Herbst vorbereiten. Zum Auflockern verdichteter Erde und dem Entfernen von Steinen müssen Sie das Beet zunächst umgraben oder mit einer Grabegabel auflockern. Arbeiten Sie dabei je Quadratmeter etwa 20 Liter Kompost ein. Beerensträucher und andere Staudenpflanzen, die als Beetumrandung dienen können, sollten ebenfalls im Herbst gepflanzt werden. Das eigentliche Anlegen des Beetes erfolgt dann im folgenden Frühjahr. Der Boden konnte sich in der Zwischenzeit ausruhen und setzen, der Kompost ist gereift und hat viele Mikroorganismen entstehen lassen. Die ersten Gemüsesorten wie Feldsalat können schon im Februar im Freiland ausgesät werden. Auch wenn es draußen noch stürmt und schneit, können Sie auf der Küchenbank oder im Gewächshaus schon weitere Gemüsesorten vorziehen. Ab April dürfen die robusteren Pflanzen hinaus ins Gemüsebeet, bei empfindlicheren Sorten warten Sie besser die letzten Nachtfröste im Mai ab.

 

 

Werkzeug für das Anlegen eines Gemüsebeets

Um Ihr eigenes Gemüsebeet anzulegen, brauchen Sie nicht viel Werkzeug. Für Balkon- und Terrassengärtner genügt eine Grundausstattung aus kleiner Schaufel, Gießkanne und Gartenhandschuhen. Wollen Sie einen größeren Gemüsegarten anlegen, sollten Sie ein paar Gärtnerwerkzeuge anschaffen, um sich die Arbeit zu erleichtern:

  • Spaten und Grabegabel zum Umgraben
  • Schaufel und Schubkarre zum Transportieren von Erde, Kompost und Pflanzen
  • Handgrubber zum Beseitigen von Unkraut
  • Gartenschere, evtl. Astschere für größere Sträucher
  • Fächerbesen zum Auffegen von Laub und Gartenabfällen
  • Harke zum Glätten des Bodens
  • Gießkanne oder Gartenschlauch, bei längeren Wegen mit einem mobilen Schlauchwagen
  • Eimer, Gummistiefel und Gartenhandschuhe

Sägen, Unkrautstecher oder Heckenscheren werden im Gemüsegarten nur selten benötigt. Bei Bedarf kann man diese Geräte bei Obi oder bei Freunden leihen.

 

Perfekter Standort fürs Gemüsebeet

Lage, Lage, Lage! Der perfekte Standort für Ihr Gemüsebeet legt die Basis für eine gute Ernte. Suchen Sie also vor dem Beet anlegen gründlich nach dem besten Platz im Garten. Ihr Gemüsebeet sollte möglichst sonnig liegen, weit entfernt von überschattenden Bäumen oder Hecken. Mindestens vier Stunden Sonne am Tag brauchen die meisten Gemüsepflanzen, um richtig zu gedeihen. Richten Sie Ihr Beet mit der Längsseite nach Süden aus, kann die Sonne den ganzen Tag lang auf die Pflanzen scheinen, aber auch ein wenig Schatten ist nützlich, die Blätter und Früchte sollen ja nicht verbrennen. Eine leichte Brise am Beet ist optimal, sie verhindert den Befall von Pilzen und anderen Schädlingen. Ist der Platz hingegen zu windig, trocknet die Erde aus. Beete sollten nicht in Niederungen oder Kuhlen liegen, um Staunässe zu vermeiden. Gleichzeitig darf das Regenwasser nicht ungehindert abfließen und liegt Ihr Beet an einem Hang, muss es vielleicht ein wenig terrassiert werden. Planen Sie mehrere Nutzbeete, müssen Sie auch die Wege zwischen den Beeten richtig anlegen. Achten Sie darauf, dass Sie darauf laufen, einen Eimer tragen oder eine Schubkarre schieben können. Optimal ist schließlich ein nicht allzu weit vom Beet entfernter Wasseranschluss, damit Sie nicht endlos Gießkannen schleppen müssen. Der Weg zum Geräteschuppen sollte außerdem nicht zu lang sein.

 

Gemüsebeete im Garten

Gemüsebeete brauchen die richtige Lage – Sonne ist das A und O.

Länge, Breite & Tiefe des Gemüsebeets

Die ideale Form eines Nutzbeets ist rechteckig. Auf dieser Fläche lassen sich die verschiedenen Zonen am besten umsetzen. Mit einer Breite von maximal 1,20 Metern gehen Sie sicher, dass Sie von beiden Seiten des Beets Ihre Pflanzen gut erreichen können. Machen Sie den Armlängen-Test! Ein Gemüsebeet sollte maximal 5 Meter lang sein. Ist ein Beet länger, wächst erfahrungsgemäß die Versuchung, zwischendrin mal schnell drüberzusteigen, anstatt um das Beet herumzulaufen. Dabei riskieren Sie Fehltritte, die Ihre zarten Gemüsepflänzchen beschädigen können. Legen Sie deshalb Trittsteine in die Mitte des Beetes oder ein langes Brett darüber, dann beugen Sie solchen „Unfällen“ vor. Gartenboden eignet sich aber auch ohne viel Vorbereitung für den Gemüseanbau. Graben Sie hierfür die Erde eine Spatentiefe um (ca. 30 Zentimeter), das genügt. Tiefwurzler wie Tomate oder Blumenkohl arbeiten sich von allein weiter nach unten vor und bei Pflanzkübeln auf Terrassen oder im Gemüsebeet-Hochbeet müssen Sie vorher überlegen, wie tief die Wurzeln der Gemüsesorten sind, die Sie anbauen wollen.

 

Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann leg einen Garten an. – Deutsches Sprichwort

 

Boden fürs Gemüsebeet vorbereiten

Die richtige Bodenstruktur ist entscheidend, um erfolgreich Gemüse anzubauen. Optimal ist ein lockerer Boden, der reich an Humus und Nährstoffen ist. Herrschen in Ihrer Region leichte Sandböden vor, können Sie diese mit Kompost recht einfach aufbereiten. Anstrengender ist es, schwere Lehm- und Tonböden für den Gemüseanbau urbar zu machen. Nicht nur die Zusammensetzung des Bodens ist wichtig, damit Ihre Pflanzen wachsen. Ist genug organisches Material vorhanden, bzw. zu viele mineralische Anteile? Auch die Verdichtung des Bodens muss in Betracht gezogen werden. Ist die Erde zu fest, kann sie kein Wasser aufnehmen und es nicht speichern. Und die Wurzeln der Pflanzen tun sich in stark verdichtetem Boden schwer damit, durchzudringen. Wollen Sie auf einer Brachfläche oder auf Rasen starten, müssen Sie zunächst etwas Vorarbeit leisten. Dabei ist Umgraben gar nicht in jedem Fall nötig. Wichtig ist jedoch, dass Sie den Boden mit reichlich Nährstoffen versorgen; ohne die werden Ihre Gemüsepflanzen nicht wachsen.

 

Kompost mit Mutterkraut im Naturgarten

Komposterde ist idealer Boden für ein Gemüsebeet.

 

Gemüsebeet auf Rasen anlegen

Oft soll ein Gemüsebeet auf Rasen angelegt werden. Stechen Sie dafür die Grassoden mit dem Spaten ab, graben Sie die Erde darunter um und legen Sie die Grassoden umgedreht wieder hinein. Damit verhindern Sie, dass das Gras einfach weiter wächst und mit den Gemüsepflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurriert. Bringen Sie dann das organische Material als Dünger in die Erde hinein, das nun verrotten kann und neue Nährstoffe für Regenwürmer und Mikroorganismen liefert. Weil die umgegrabenen Grasbrocken oft noch zu grob sind, sollten Sie den Boden danach noch einmal mit dem Spaten zerkleinern und anschließend harken. Nach etwa sechs Wochen wiederholen Sie das Umgraben und geben Kompost oder Dünger dazu, um weiteres organisches Material in den Boden zu bringen. Jetzt ist Ihr ehemaliger Rasen bereit zum Gemüseanbau.

 

 

Gemüsebeet ohne Umgraben anlegen

Umgraben ist anstrengend, vor allem bei sehr fest verdichteten, lehmigen Böden. Biogärtner sind außerdem der Meinung, dass Umgraben gar nicht unbedingt nötig ist, im Gegenteil: Es kann das Bodenleben sogar zerstören. Dabei sprechen wir nicht von Regenwürmern, die vom Spaten brutal zerteilt werden – die Rede ist von Mikroorganismen. Diese winzigen Lebewesen bevölkern je nach Art unterschiedliche Bodenschichten. Das Umgraben wirft die gesamte natürliche Ordnung des Bodenlebens um, wobei viele Mikroorganismen keine Nahrung mehr finden und sterben. So gesehen, ist ein Gemüsebeet ohne Umgraben also viel besser für den Boden. Wollen Sie auf einer Grasfläche ein Gemüsebeet neu anlegen, brauchen Sie keinen Spaten – sondern große Stücken Wellpappe (unbedruckt und ohne Klebebänder). Legen Sie die Pappstücke direkt auf das Gras, sodass die langen Spitzen möglichst umgeknickt werden und nicht von unten durch die Pappe wachsen. Auf diese Pappe kommt nun eine etwa 10 Zentimeter dicke Schicht Kompost oder Muttererde. Und darauf wird direkt gesät. Sind die Pflanzen im Gemüsebeet angewachsen, wird der Boden dick mit Mulch bedeckt. Das hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Die Pappe tief unten ist währenddessen schon lange verrottet, zusammen mit dem Gras, und sorgt für reichlich Nährstoffe. Fertig ist Ihr nährstoffreiches Gemüsebeet ohne Umgraben!

 

Die richtige Erde fürs Gemüsebeet

Lockere, humus- und nährstoffreiche Erde mit einem ph-Wert zwischen 6 und 7 ist am besten für den Gemüseanbau. Nicht immer sind die Voraussetzungen schon perfekt, dann müssen Sie ein wenig nachhelfen. Welche Erde ist die beste für den Gemüseanbau? Die perfekte Mischung besteht aus Mutterboden mit etwa einem Drittel Kompost und 10 bis 20 Prozent Bodenhilfsstoffen. Fehlt es in Ihrem Gartenboden an gutem Mutterboden, kaufen Sie am besten im Gartenbaubetrieb oder auf dem Wertstoffhof Erde und Kompost zu. Im Laufe der Zeit können Sie mit Ihrem Gemüsebeet selbst Kompost erzeugen. Je nach der Zusammensetzung des Bodens brauchen Sie außerdem noch Bodenhilfsstoffe, um die Erde für den Gemüseanbau vorzubereiten. Sandige Böden sollten mit Pferdemist, Rindenhumus oder Kokoserde aufgepeppt werden, wogegen schwere Tonerde mit Hilfe von Sand oder feinem Kies aufgelockert werden muss.

 

Gemüsebeet Rucola Sprösslinge

Ein lockerer und nährstoffreicher Boden ist wichtig für ein kräftiges Wachstum im Gemüsebeet.

 

Gemüsebeete abstecken

Haben Sie die optimale Stelle für den Gemüseanbau gewählt und den Boden dort entsprechend vorbereitet, kann es schon fast losgehen mit dem Gärtnern. Damit Sie genau wissen, wohin welche Gemüsesorte gepflanzt werden soll, stecken Sie nun Ihr Gemüsebeet ab. Mit schmalen Holzlatten können Sie die einzelnen Pflanzbereiche im Beet für die verschiedenen Gemüsesorten, Kräuter und Wildblumen abstecken. Wenn Sie Gemüse in parallelen Reihen und regelmäßigen Abständen aussäen oder pflanzen wollen, können Sie weitere Schnüre als Orientierungshilfe ziehen (und später wieder entfernen). Stellen Sie auch Rankhilfen und Pflanzstäbe schon frühzeitig dort auf, wo sie von Erbsen, Bohnen und anderen hochwachsenden Pflanzen benötigt werden. Trittsteine oder Bretter sollten Sie ebenfalls auf das Gemüsebeet legen, bevor dort alles zugewachsen ist.

 

Beeteinfassung fürs Gemüsebeet

Eine Beeteinfassung verhindert, dass das Gemüsebeet „ausfranst“. Von innen schieben sich aufgeschichtete Erde und wuchernde Kräuter Zentimeter für Zentimeter nach draußen, von außen kann der umgrenzende Rasen auf das Beet wachsen. Mit einer Beeteinfassung machen Sie außerdem Schnecken und anderen Fressfeinden den Zutritt zum Gemüse schwerer. Die Beeteinfassung können Sie nach Geschmack und Geldbeutel gestalten. Teuer, aber lange haltbar sind Rasenkantensteine aus Naturstein oder Beton, Kunststoff- oder Metallkanten. Günstiger sind Kiesstreifen, die man auf einem Gartenvlies rund um das Beet ausstreut und die gleichzeitig als Weg um das Beet herum dienen. Da der Kiesstreifen trocken bleibt, überqueren ihn auch die Schnecken nur ungern. Ein Tipp: Naturnahe Gemüsebeete sehen wunderschön aus, wenn sie mit einer Einfassung aus Weidenflechtzäunen oder mit Holzrahmen eingefasst sind.

 

Hochbeete im Gemüsegarten

Beeteinfassungen können aus Stein, Beton, Holz, Pflanzen oder vielen anderen Materialien bestehen. © songbird839 – Depositphotos.com

 

Holz-Rahmen für die Gemüsebeete bauen

Holzrahmen-Beete sind eine clevere Idee für Gärtner, die von Schnecken geplagt sind oder auch auf schlechtem Boden Gemüse anbauen wollen. Sie können die Holzrahmen für Gemüsebeete einfach selber bauen: Stecken Sie vier etwa 20 Zentimeter breite Holzlatten zu einem viereckigen Rahmen direkt um Ihr Gemüsebeet zusammen. Fixiert werden die Bretter mit Nägeln. Am besten geeignet ist dafür Thermoholz von Esche oder Buche, aber auch Eiche oder Douglasie eignen sich gut. Günstiges Fichten- und Tannenholz wird schnell verrotten. Stecken Sie die Holzrahmen mehrere Zentimeter tief in die Erde, um Schnecken am Hineinkriechen zu hindern. Noch besser schützen Sie Ihre Pflanzen, wenn Sie außen breite Kupferbänder auf das Holz tackern. Das Metall lässt die Schleimschicht der Schnecken oxidieren, deshalb werden sie direkt umdrehen. Wenn hingegen schlechter Boden das Problem ist, können Sie in den Holzrahmen zuerst ein Gartenvlies legen und darauf guten Mutterboden aus dem Werkstoffhof schichten. Ein Tipp: Mit einem weiteren Holzrahmen, den Sie mit Folie überspannen, können Sie ein einfaches Frühbeet aus Ihrem Gemüsebeet selber bauen.

 

Beete im Gemüsegarten

Beeteinfassungen aus Holz wirken natürlicher, sind aber nicht so lange haltbar wie beispielsweise Stein.

 

Weidenzaun als Beeteinfassung

Flechtzäune aus Weidenruten sind dekorative und überraschend langlebige Einfassungen, die das Beet vor Wind, Schmutz und Schädlingen schützen. Sie können diese Steckzäune günstig am laufenden Meter im Gartenmarkt kaufen oder selbst flechten. Dafür müssen Sie nicht stundenlang am Beetrand knien, der Flechtzaun lässt sich auch segmentweise am Arbeitstisch vorfertigen. Aber aufgepasst: Wenn Sie Weidenzäune selbst flechten wollen, müssen Sie die Zweige zunächst einige Tage wässern, wenn sie nicht ganz frisch sind. Alternativen zur Weide sind Haselnusszweige oder der leuchtend rote Hartriegel, auch Holunder eignet sich. Im Winter finden Sie die Zweige draußen in der Natur; oft liegen große Mengen abgeschnittener Weidenruten am Wegrand, da die Bäume regelmäßig zurückgeschnitten werden. Achten Sie darauf, Weidenzäune als Beeteinfassung mindestens 20 Zentimeter tief in den Boden einzugraben. Verwenden Sie andere Holzarten, sollten Sie die Rinde entfernen, damit die Zweige nicht neu austreiben. Gekaufte Weidenzäune sind imprägniert und dadurch noch länger haltbar.

 

 

Beeteinfassung aus Stein oder Beton

Eine Beeteinfassung aus Naturstein oder Beton ist die Kür der Gartengestaltung: nicht billig, aber extrem langlebig, robust und ein guter Schutz gegen Unkraut. Steine sind witterungsbeständig und damit auf lange Sicht pflegeleichter als Holzlatten oder Weidenzäune. Sie bieten außerdem eine wirksame Sperre gegen Pflanzen, deren Wurzelgeflecht sich vorwitzig über den Rand des Gemüsebeets hinaus ausbreiten will. Aus Natursteinen können Sie leicht eine Beeteinfassung selber bauen. Ziegelsteine, Sand- und Feldsteine, die Sie auf Feldern oder Bauschuttdeponien in der näheren Umgebung finden, eignen sich dafür gut und geben vor allem in Bauerngärten ein dekoratives Bild ab. Etwas edler (und deutlich teurer) sind hingegen Beeteinfassungen aus Granit, die man im Fachhandel kaufen kann. Stecken Sie große, unregelmäßig geformte Steine für Ihre Beeteinfassung einfach dicht nebeneinander in den Boden und klopfen Sie sie mit einem Gummihammer fest. Wollen Sie Ziegelsteine schräg einsetzen, um eine Zackenkante zu erhalten oder mit den Steinen ein Hangbeet abstützen, sollten Sie die Beeteinfassung mit Mörtel stabilisieren. Betonplatten müssen gerade gesetzt und verfugt werden, damit die Beeteinfassung sauber und ordentlich aussieht.

 

Gemüsebeete im Cottagegarten

Eine Beeteinfassung aus Stein kann auch aus Bruchsteinen, Findlingen oder Kieselsteinen bestehen.

 

Beeteinfassung aus Pflanzen

Im Bauerngarten wirkt es besonders dekorativ, wenn die Nutzbeete mit Pflanzen eingefasst werden. Das können niedrige Hecken aus immergrünem Buchsbaum oder duftenden Kräutern wie Lavendel sein, aber auch Küchenkräuter wie Schnittlauch eignen sich als Beeteinfassung. Generell gilt: Beeteinfassungen dürfen nicht zu hoch wachsen und den Pflanzen auf dem Gemüsebeet weder Licht noch Nährstoffe wegnehmen. Kleinere Beete werden hingegen von kompakten Heckensträuchern optisch verschluckt; außerdem ist hier der Pflegeaufwand größer, weil man öfters nachschneiden muss. Wählen Sie locker wachsende Kräuter als Beeteinfassung, können Sie diese gleichzeitig als Küchenzutat nutzen, aber auch Blumen sind wunderschöne optische Begrenzungen für Ihr Gemüsebeet, solange sie mit ihren Nachbarn harmonieren. Der Nachteil einer Beeteinfassung aus Pflanzen liegt auf der Hand: Sie schützen das Gemüse nicht vor Schnecken und brauchen selbst Pflege und Gießwasser.

 

 

Wege im Gemüsebeet anlegen

Beim Gemüsegarten anlegen müssen Sie auch Wege um das Gemüsebeet bauen. Rings um die Beete führen breitere Hauptwege und schmalere Zugänge. Je nachdem, wie oft Sie auf diesen Wegen unterwegs sind, müssen Sie die Wege im Gemüsebeet bauen und befestigen. Hauptwege können Sie mit Kies oder Mulch auslegen, um dort auch bei Nässe voranzukommen. Pflastersteine sind dauerhafter, aber aufwendiger zu verlegen; schließlich brauchen sie einen stabilen Unterbau, auf dem sie verlegt werden. Als Pflegepfad genügen zudem einige Tritthilfen innerhalb des Beetes. Dafür können Sie einzelne große Trittsteine oder Platten aus Naturstein oder Waschbeton auf die Erde legen. Diese müssen nicht breiter als 15 bis 20 Zentimeter sein, schließlich nehmen sie wertvolle Bodenfläche im Beet weg und versiegeln den Boden unnötig.

 

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Legen Sie Gartenwege zwischen Ihren Gemüsebeeten an, um sich problemlos bewegen zu können.

 

Aussaat & Bepflanzung des Gemüsebeets

Haben Sie den Boden des Beets vorbereitet, die Wege angelegt und den Pflanzplan erstellt, kann es losgehen mit der Aussaat. Gemüsepflanzen können rund ums Jahr ausgesät werden; es gibt Sorten, die bereits zum Frühlingsanfang keimen und andere, die erst im Herbst in die Erde kommen. Einige Gemüsearten können Sie auch mehrmals nacheinander aussäen und ernten. Auf den Samenverpackungen, die es im Gartenmarkt zu kaufen gibt, sind die optimalen Aussaattermine vermerkt, meist mit einer Zeitspanne. Das Knifflige am Gärtnern ist es zu entscheiden, wann das Frühlingswetter warm genug ist, um die ersten Gemüsepflanzen auszusäen. Wetterphänomene wie die Schafskälte oder die Eisheiligen, bei denen es noch spät im Jahr zu Nachtfrösten kommt, ruinieren oft die Gemüseernte. Vorsichtige Gärtner ziehen ihre Gemüsepflanzen deshalb zunächst im warmen Frühbeet, im Gewächshaus oder auf dem Fensterbrett vor. Sind die Pflänzchen stark genug, um auch kühlere Nächte (und gefräßige Schnecken) zu überstehen, werden sie ins Gemüsebeet ausgepflanzt. Wichtig: Auch wenn der Februar ungewöhnlich warm sein sollte: Für das Auskeimen von Gemüse ist unbedingt genügend Licht nötig. Scheint die Sonne zu wenige Stunden am Tag, „vergeilen“ die Sämlinge und bilden nur schwächliche Triebe aus. Warten Sie also geduldig bis Mitte März mit dem Säen.

 

Gemüsebeet Sprösslinge

Viele Gemüsesorten brauchen warme Temperaturen und viel Licht zum Wachsen – beachten Sie deshalb die Empfehlung auf den Samentütchen.

 

Robustere Gemüsesorten und Pflücksalate, bei denen sich das Vorziehen allein wegen der Masse der Pflanzen nicht lohnt, werden ab Mitte Mai in Saatreihen direkt ins Beet gesät und später pikiert, damit die einzelnen Pflanzen nicht zu dicht beieinander stehen. Das gilt auch für Bohnen und Erbsen, deren dicke Samen Sie gut einzeln in Erdlöcher legen können. Welche Gemüsesorten Sie wann und wo im Beet anpflanzen sollten, darüber lesen Sie weiter unten mehr. Aber auch unter der Erde brauchen Gemüsepflanzen viel Platz. Weniger Pflanzen im Beet bedeuten später mehr Ertrag pro Pflanze.

 

PFLANZPLAN FÜRS GEMÜSEBEET

Wie wird ein Gemüsebeet richtig bepflanzt?

Das A und O für das richtige Bepflanzen ist der Gemüsebeet-Planer. Hier vermerken Sie genau, welche Gemüsesorten Sie in welchem Bereich Ihres Beets anpflanzen wollen. Dazu notieren Sie, wann die Sorten ausgesät oder gepflanzt werden müssen und wie lange sie wachsen. Nach der Ernte ist eventuell Platz und Zeit, um eine weitere Gemüsesorte anzupflanzen. Der Gemüsebeet-Pflanzplan wird nach den Grundregeln der Mischkultur aufgestellt: Welche Gemüsearten passen gut zusammen und machen sich nicht die Nährstoffe und das Licht streitig? Welche Sorten unterstützen sich gegenseitig bei der Schädlingsbekämpfung? Welche Arten bereiten den Boden am besten für welche Nachfolger vor? Vermerken Sie bei jeder Gemüsesorte, ob sie ein Starkzehrer, ein Mittel- oder ein Schwachzehrer ist. Als nächstes zeichnen Sie einen Grundriss Ihres Gemüsebeets und teilen ihn in mehrere Zonen ein, auf denen Sie Ihre Gemüsepflanzen anbauen wollen. Halten Sie eigene Bereiche vor für Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer, wobei Mittelzehrer die Mehrzahl stellen sollten. Obststräucher, wärmeliebende Mittelmeerkräuter und standorttreue Sorten, die den Boden kaum auslaugen, bekommen eine eigene Ecke. Jetzt unterteilen Sie die anzubauenden Gemüsepflanzen noch nach ihrer Verweildauer im Beet: Sorten, die lange wachsen, bilden die Hauptkulturen. Vor- und Nachkulturen wachsen schneller und können entweder am Anfang des Jahres oder am Ende angebaut werden. Der fertige Gemüsebeet-Planer dient Ihnen schließlich als Orientierungshilfe beim Anbau und als Kalender für das Jahr im Gemüsegarten. Gleichzeitig können Sie darin Erfolge, Überraschungen und Misserfolge notieren sowie natürlich auflisten, wie viel von jeder Sorte Sie geerntet haben – damit Sie im nächsten Jahr mit mehr Vorwissen noch bessere Erträge bekommen.

 

 

ALTERNATIVE ZUM GEMÜSEBEET

Welche Alternativen gibt es zum klassischen Gemüsebeet?

Nicht jeder Gemüsegärtner hat die idealen Voraussetzungen für sein eigenes Gemüsebeet. Vielleicht fehlt es Ihnen am Platz für ein richtiges Gemüsebeet, vielleicht haben Sie auch einfach zu wenig Zeit im Alltag, um sich jeden Tag um dein Hobby zu kümmern oder in Ihren Hinterhofgarten scheint zu wenig Sonne hinein. Auch ohne die perfekten Rahmenbedingungen sollte man nicht die Flinte ins Korn werfen: Es gibt immer eine Möglichkeit, sich selbst mit frisch gezogenem Gemüse zu versorgen, und sei es nur, um hin und wieder etwas Knackig-Gesundes aus eigenem Anbau naschen zu können. In den letzten Jahren ist die Selbstversorgung mit eigenem Gemüse auch in den Großstädten immer beliebter geworden. Beim Urban Gardening bauen Menschen Gemüse im Hochbeet auf Dachterrassen und Brachflächen an, Individualisten ziehen Salat auf dem kleinsten Balkon oder im sonnendurchfluteten Büro – und die echten Trendsetter ziehen Hydrokultur-Gemüse unter Kunstlicht in leerstehenden Tiefgaragen. Sagen Sie also nicht, Sie könnten kein eigenes Gemüse anbauen! Wir stellen Ihnen drei einfache Gemüsebeetideen vor.

 

Vertikaler Garten zum Gemüseanpflanzen

Ein Gemüsebeet im vertikalen Garten eignet sich für Städter mit wenig Platz.

 

Gemüse im Hochbeet anbauen

Hochbeete sind in den vergangenen Jahren zur Standard-Einrichtung in städtischen Hinterhofgärten und auf fast jeder Terrasse geworden. Kein Wunder: Diese Mini-Beete sind platzsparend und schick, bieten durch ihre besondere Bodenstruktur ganz besondere Anbauvorteile und erlauben auch älteren Menschen rückenschonendes Gärtnern – ein nicht zu verachtendes Kriterium, wie jeder bestätigen wird, der stundenlang gebückt zwischen seinen Pflanzen gehockt hat. Anders als in einem Gemüsebeet im Garten muss der Boden für das Hochbeet per Hand zusammengestellt werden. Dabei schichtet man von unten nach oben auf:

  • grobe Astschnitt: 10 cm
  • eine dünne Schicht Erde
  • Hackschnitzel oder Pappe: 10 cm
  • reifer Kompost: 15 cm
  • alter Pferdemist: 10-15 cm
  • reifer Kompost: 20 cm
  • Gartenerde: 15 cm

Wenn der Inhalt des Hochbeets nach einem Jahr nachgesackt ist, füllt man oben Erde nach. Etwa alle fünf Jahre muss das komplette Hochbeet ausgetauscht werden. Die Besonderheit an dieser Schichtung stellt den großen Vorteil des Hochbeets dar: Während die organischen Materialien in der Mitte verrotten, erzeugen sie Wärme und Humus. Dies bietet den Pflanzen hervorragende Wachstumsbedingungen und im Frühjahr einen deutlichen Standortvorteil gegenüber Beetpflanzen: Warme Füße sind fast so gut wie ein Gewächshaus. Durch den Nährstoffreichtum im Gemüsebeet-Hochbeet können Sie beruhigt nur Starkzehrer mit hohem Stickstoffbedarf anpflanzen, Schwachzehrer können nach zwei Jahren folgen. Im Hochbeet wiederum findet prinzipiell jede Gemüsesorte Platz. Je nach der Höhe des Hochbeets sollten Sie aber eventuell von hochwachsenden Sorten Abstand nehmen, die Sie ansonsten deutlich überragen könnten. Einige Sorten lieben das Hochbeet ganz besonders wie etwa Kürbisse oder Gurken, deren Ranken über den Rand hängen können, was die Früchte vor Schimmel schützt. Auch Klettererdbeeren lassen ihre Früchte gern über den Hochbeetrand hängen.

 

Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies. – Aba Assa

 

Paletten als Gemüsebeet nutzen

Gemüsebeetideen für kleine Räume sind gefragt? Dann versuchen Sie es doch mit einem Palettenbeet. Ein kleines Gemüsebeet lässt sich ganz einfach aus einer Europalette selber bauen – ob als Blickfang im Garten oder als Raumwunder auf dem Balkon. Damit die Erde nicht aus der Palette herausfällt, wird zunächst eine Seite mit Holzbrettern verkleidet. So entsteht eine stabile Grundform, die man gut transportieren kann. Legen Sie  nun die Palette auf den Boden und füllen Sie sie mit Komposterde – die Zwischenräume dabei nicht vergessen. Schon ist das Palettenbeet bereit, um bepflanzt zu werden. Auf schmalen Balkons kann eine Palette auch vertikal bepflanzt werden. Dann müssen Sie jede einzelne der drei Reihen so abdichten, dass keine Erde nach unten durchfallen kann. Nageln Sie dafür ein Brett darunter und dichten Sie es mit Gartenvlies ab. Achtung: Palettenholz für den Gemüseanbau darf nicht imprägniert sein! Verwenden Sie nur Paletten, die entsprechend gekennzeichnet sind. Der Nachteil am Gemüsebeet aus Paletten: Das Holz ist nicht sehr langlebig, sodass Sie Ihr Beet wahrscheinlich schon nach ein bis zwei Jahren entsorgen müssen.

 

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Europaletten bieten schon aufgrund ihrer Konstruktion eine gute Grundlage für ein selbst gebautes Hochbeet. | © csproductions – depositphotos.com

 

Hügelbeet als Alternative zum klassischen Beet

Ein Hügelbeet oder Kompostbeet ist eigentlich nicht mehr als ein Haufen Gartenabfälle, der mit Grassoden und Laub, Kompost oder Stallmist aufgeschüttet wurde; nicht allzu hoch, damit die Wurzeln der darauf wachsenden Pflanzen noch bis in den richtigen Boden reichen können. So entsteht ein dichter, an organischem Material reicher Erdhaufen, dessen Inneres sehr gut durchlüftet ist. Bei der Zersetzung der Stoffe entsteht außerdem Wärme, die einen frühzeitigeren Gemüseanbau ermöglicht und das Wachstum beschleunigt. Das Prinzip hat man von den Indios in Südamerika abgeschaut. Ein Hügelbeet ist damit eine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit für größere Mengen von Schnitt- und Pflanzenresten. Das Konzept stammt aus der Permakultur, wo Ressourcen im Gemüsegarten optimal ausgenutzt und weiterverwertet werden. Ein weiterer Vorteil am Schichtbeet: Das Gemüse wächst hier auf mehreren „Etagen“, sodass Sie Sonnenanbeter und Schattenfans gut kombinieren können. Der Nachteil soll allerdings nicht verschwiegen werden: Ein Hügelbeet muss man häufiger gießen, weil die oberen Bereiche schlechter mit Wasser versorgt sind. Außerdem nisten sich gern Wühlmäuse im Inneren eines zu trockenen Hügelbeets ein.

 

PERMAKULTUR IM GEMÜSEBEET

Wie kann Permakultur im eigenen Gemüsebeet umgesetzt werden?

Immer mehr Menschen wollen nachhaltig, biologisch und ohne Einsatz von giftigen Pestiziden gärtnern. Dafür bietet das in den 1970er-Jahren entstandene Konzept der Permakultur (eine Zusammensetzung aus „permanent agriculture“) die perfekte Methode. Ziel der Permakultur ist der sorgsame Umgang mit dem Klima, den Böden und den natürlichen Ressourcen. Permakultur-Bauern arbeiten so, dass die natürlichen Kreisläufe in ihrem Garten oder auf ihrem Feld geschlossen bleiben: nichts muss hinzugefügt werden und es gibt keinen „Abfall“. Diese Form der Kreislaufwirtschaft ist nachhaltig, erstaunlich ökonomisch und ertragreich und sie lässt sich auch auf dem eigenen Gemüsebeet umsetzen. Wie im natürlichen Ökosystem werden hier die verschiedenen Pflanzenarten im Gemüsegarten so kombiniert, dass sie bestmöglich harmonieren und sich gegenseitig nutzen.

 

Vielfalt im Gemüsegarten

Permakultur bietet natürliche Vielfalt im Gemüsegarten.

 

Permakultur Definition

Das Prinzip der Permakultur erstreckt sich auf die gesamte Landwirtschaft, ja sogar auf die ganze menschliche Lebensweise. Es kann aber auch nur für das einzelne Gemüsebeet angewendet werden. Wichtig ist, dass Sie Ihren Garten als Kreislauf begreifen und alle Ressourcen daraus weiterverwenden. Dazu gehört zum Beispiel, Kompost aus Gartenabfällen selbst zu machen, Dünger aus Pflanzenjauche herzustellen oder Fruchtfolgen im Gemüsebeet einzuhalten. Umgraben oder Pflügen sind im Permakultur-Garten tabu, genauso wie das Betreten der Beete. Die Mikroorganismen im Boden sollen ungestört ihre Arbeit tun können. Dafür muss der Permagärtner selbst viel weniger schuften; er lässt die Natur sich selbst regulieren und spart sich damit jede Menge Aufwand. Anstatt Samen im Pflanzenhandel zu kaufen, nutzt man hier das Saatgut der eigenen Pflanzen. Das ökologische Gleichgewicht im Beet sorgt dafür, dass Nützlinge wie Singvögel oder Wildbienen Schädlinge vertreiben. Ein Gemüsegarten im Permakultur-Anbau wirkt immer ein wenig chaotisch. Wenn Sie sich damit nicht anfreunden können, sollten Sie beim klassischen Nutzbeet bleiben. Die Permakultur-Anbauweise eröffnet aber eine ganze Welt neuer Erkenntnisse über Landwirtschaft und Ökologie; wer einmal damit angefangen hat, bleibt meistens fasziniert dabei.

 

 

Mischkultur im Gemüsegarten

Für den Laien sieht ein Permakultur-Gemüsebeet unübersichtlich, wild und etwas ungepflegt aus, dahinter steckt aber ausgeklügelte Planung. Die Pflanzen werden in einer Mischkultur so angeordnet, dass sie optimal die vorhandenen Bodenverhältnisse, die Lage und andere Gegebenheiten ausnutzen. Das kann also auf jedem Gemüsebeet anders aussehen. Da die Pflanzen in der Mischkultur äußerst vielfältig zusammengesetzt werden, haben Schädlinge weniger Angriffspotenzial. Auch die Erträge sind höher, da sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen und dichter beieinander angepflanzt werden können als in Monokulturen. Im Schatten der Tomaten wächst dann der Brokkoli, während zwischen den Zwiebeln die Erdbeeren gedeihen. Mit einem Gemüsebeet-Planer für Mischkulturen wissen Sie genau, wann welche Arten erntereif sind und sorgen so dafür, dass Ihr Gemüsebeet niemals brachliegt. Noch mehr: Einzelne Gemüsesorten versorgen den Boden besonders gut mit Stickstoff, den andere Arten wiederum brauchen. Die richtige Abfolge im Anbau bereichert also gleichzeitig den Boden, ganz ohne künstlichen Dünger.

 

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Hochbeet mit einer Mischkultur aus Gemüse & Zierpflanzen. | © gardenguru – depositphotos.com

 

Günstige Mischkulturen im Gemüsebeet

Wie schon erwähnt, gibt es zahlreiche Partnerschaften im Pflanzenreich, bei denen sich zwei oder mehr Gemüsesorten besonders „mögen“. Genauso gibt es „Gemüse-Antagonisten“, die auf keinen Fall nebeneinander angebaut werden sollten, weil sie sich gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe streitig machen oder wegen ihrer Ausdünstungen dem Nachbarn regelrecht schaden. Als Faustregeln gelten:

  • Tiefwurzler gehören neben Flachwurzler.
  • Starkzehrer gehören nicht neben andere Starkzehrer und sollten schon gar nicht nacheinander auf derselben Fläche angebaut werden.
  • Empfindliche Pflanzen können von robusten, hochwachsenden Partnern beschützt werden.
  • Bodendecker genießen den Schatten von hochwachsenden Pflanzen.
  • Gemüsesorten mit breiten Blättern sollten sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen.

 

Erdbeeren und Knoblauch im Gemüsebeet

Im Gemüsegarten können Pflanzen voneinander profitieren – wie beispielsweise Erdbeeren & Knoblauch.

 

Fruchtfolge im Gemüsegarten beachten

Genauso wichtig wie die richtige Anordnung von Pflanzen in der Mischkultur im Gemüsebeet ist die passende zeitliche Abfolge ihres Anbaus: die sogenannte Fruchtfolge. Gemüsesorten, die dem Boden viele Nährstoffe entziehen (sogenannte Starkzehrer), laugen ihn so stark aus, dass sie im nächsten Jahr nicht wieder an derselben Stelle gepflanzt werden sollten. Geschieht dies zu oft nacheinander, kann der Boden dort keine guten Erträge mehr gewährleisten – egal, mit wie viel Mühe Sie Ihr Gemüsebeet gestalten werden. Einige Sorten sind so stark zehrend, dass sie erst nach bis zu fünf Jahren wiederkehren dürfen. Auf besonders sandigen Böden empfiehlt es sich sogar, zwischendurch eine Gründüngung durchzuführen: Beispiele sind Buchweizen, Winterportulak oder Lupine. Diese Pflanzen können danach direkt wieder untergepflügt werden, um den Boden mit Nährstoffen zu versorgen. Das bietet sich besonders für den Spätherbst und Winter an, wenn ohnehin nicht viele Gemüsesorten wachsen. Deshalb ist ein Gemüsebeet-Pflanzplan bzw. ein Gartentagebuch so wichtig. Hier können Sie jedes Jahr die Gemüsesorten aus dem Vorjahr umsichtig rotieren und auswechseln, sodass der Boden gleichmäßig beansprucht wird. Mehrjährige, standorttreue Pflanzen wie Rhabarber oder Spargel hingegen nehmen dem Boden kaum Nährstoffe und können problemlos mehrere Jahre an derselben Stelle im Gemüsebeet bleiben.

 

 

GEMÜSEBEET IM LAUFE DES JAHRES

Was muss im Laufe eines Jahres im Gemüsebeet getan werden?

Gemüsegärtner haben rund ums Jahr etwas zu tun. Ob es um das Vorbereiten der Gemüsebeete und die Gründüngung im Herbst und Winter, die Aussaat und das Vorziehen der jungen Pflanzen im Frühjahr oder die Ernte im Sommer geht – jeden Monat sind vielerlei Dinge und Pflichten zu beachten. Auf Ihrem Pflanzkalender können Sie jetzt bereits vormerken, was wann zu tun ist im Gemüsegarten, sonst verlieren Sie leicht den Überblick. Läuft alles nach Plan, bietet Ihr gut geführtes Nutzbeet zwei bis drei Ernten im Jahr. Wichtig: Dokumentieren Sie alles, was im ersten Jahr rund um Ihr Gemüsebeet passiert – von Schädlingsbefall und Witterung über Erntemengen und Misserfolge. So starten Sie mit einem Schatz an Erfahrungen ins nächste Jahr.

 

Gemüsebeet im Frühling

Im Frühling erwacht die Natur zum Leben. Ihr Gemüsebeet wartet schon seit dem Herbst darauf, dass es endlich losgehen kann; Sie haben den Boden vorbereitet und die Mikroorganismen mit reichlich Nahrung versorgt. Jetzt können Sie endlich mit dem Anbau von frischem Gemüse beginnen. Nutzen Sie den Februar und März dafür, Ihr Gemüsebeet zu planen und abzustecken. Sobald die Erde nicht mehr gefroren ist, können Sie noch einmal mit der Harke darübergehen, Pflanzhilfen aufstellen und Saatreihen ziehen. Solange es nachts noch kalt ist, können Sie die ersten Beetbewohner wie Salat und Radieschen im überdachten Frühbeet, im warmen Gewächshaus oder zu Hause auf der Fensterbank in kleinen Töpfchen vorziehen. Im April oder Mai, wenn die letzten Nachtfröste vorbei sind, setzen Sie die zarten Pflänzchen dann ins Freie um. Möhren und Spinat können ab Mitte März bereits ausgesät werden. Gefolgt werden sie Schritt für Schritt von weiteren Sorten wie Zwiebeln, Kohlrabi und Erbsen. Kartoffeln, Erdbeerpflanzen und Rhabarber kommen ab April in die Erde. Ein Tipp: Die Aussaat-Termine für jede Pflanze sind auf den Samentütchen vermerkt. Wenn Sie Jungpflanzen in der Gärtnerei kaufen, fragen Sie dort direkt nach.

 

Gemüsebeet Radieschen

Im Frühling können kälteunempfindliche Sorten, wie beispielsweise Radieschen und Zwiebeln ins Gemüsebeet.

 

Gemüsebeet im Sommer

Der Sommer ist die intensivste Zeit für den Gemüsegarten, denn nun ist richtig viel zu tun. Neben der Neuaussaat und dem Pflanzen weiterer Gemüsesorten – auf die Vorkultur folgt nun die Hauptkultur, die länger zum Reifen braucht – können Sie schon viel Gemüse wieder ernten. Zu den ersten Ernteerfolgen im Sommer gehören Kohlrabi und Spinat ab Mitte Juni. Auch die ersten Erdbeeren sind jetzt bald reif. Ab Juli fahren Sie fast täglich reiche Ernte ein, wenn Ihr Beet gut angelegt und kein Opfer von Schädlingsbefall ist. Im Spätsommer ab August sind Sie schon wieder mit dem Anbau neuer Sorten beschäftigt; auf die Hauptkulturen folgt nun die Nachkultur, die spät gepflanzt wird und erst im Herbst und Winter Früchte tragen wird. Was Sie jetzt in die Erde bringen, wird Sie in der kalten Jahreszeit mit frischen Vitaminen und Nährstoffen versorgen.

 

Gemüsebeet Erdbeeren

Im Sommer bringt ein Gemüsebeet eine reiche Ernte – Erdbeeren, Salat, Tomaten etc. sind nun reif.

 

Gemüsebeet im Herbst

Auch im Herbst bietet Ihnen Ihr Gemüsebeet noch reichliche Erträge, wenn Sie es gut geplant haben. Möhren, Bohnen und Kartoffeln können noch bis weit in den Oktober hinein geerntet werden, Meerrettich und Winterlauch bis in den Dezember. Sogar neues Gemüse können Sie im Herbst noch anpflanzen: Steckrüben, Winterpostelein und Feldsalat werden erst im Oktober und November gesetzt bzw. ausgesät. Diese klassischen Nachkulturen halten das Gemüsebeet bis weit in die kalte Jahreszeit hin am Leben. Dazwischen setzen Spätblüher wie die orange leuchtende Tagetes wunderschöne Farbtupfer in den herbstlichen Gemüsegarten. Nutzen Sie den Herbst ansonsten, um neue Gemüsebeete anzulegen, welke Pflanzenteile und Verschnitt in den Boden einzuarbeiten oder einen neuen Komposthaufen anzulegen. Auch das Anpflanzen neuer Beerensträucher oder Buchsbaumhecken als Beetumrandungen sollten Sie in den Herbst legen.

 

Die Hände im Dreck, den Kopf in der Sonne, das Herz mit der Natur. Einen Garten zu pflegen, tut Körper und Seele gut. – Alfred Austin

 

Gemüsebeet im Winter

Es wäre die reinste Verschwendung, ein Gemüsebeet im Winter brachliegen zu lassen. Auch in der kalten Jahreszeit wachsen hier noch zahlreiche Gemüsesorten, die Sie mit frischen Nährstoffen versorgen. Noch im November können Sie Topinambur pflanzen, der den ganzen Winter über geerntet wird, solange der Boden nicht gefroren ist. Zu den Winterhits aus dem Gemüsegarten zählen Wirsing, Steckrüben oder Winterrettich, die bis in den Januar hinein geerntet werden. Grünkohl und einige späte Karottensorten schmecken erst nach dem ersten Bodenfrost richtig süß. Auch dazwischen muss die Erde des Gemüsebeets nicht nackt daliegen. Viele Salatsorten, Winterzichorien oder Winterspinat fühlen sich bei niedrigen Temperaturen wohl. Und zwischendurch können Gründünge-Pflanzen den Boden wenigstens bedeckt halten und ihn so ein wenig wärmen und vor Erosion und dem Abtrag wertvoller Muttererde schützen.

 

Gemüsebeet Wirsing Kohl

Wirsing, Rotkohl und ähnliches Gemüse wächst im Winter im Gemüsebeet.

 

GEMÜSEBEET RICHTIG DÜNGEN & PFLEGEN

Womit kann das Gemüsebeet richtig gepflegt werden & wie wird es gedüngt?

Auch ein optimal angelegtes Gemüsebeet muss ständig gepflegt werden, damit es konstant gute Bedingungen für die Pflanzen bietet, die darauf wachsen. Das reicht vom ausreichenden Bewässern und Gießen über eine angemessene Düngung und das Entfernen von Unkraut. Für alle diese Pflichten gibt es verschiedene Methoden und Strategien, die Sie passend zu Ihren Ansprüchen und den Bedingungen in Ihrem Gemüsegarten aussuchen und anwenden sollten. Je nach Saison ist im Gemüsegarten immer etwas zu tun. Im Frühjahr muss man den Boden vorbereiten und mit den richtigen Nährstoffen versorgen, um den Gemüsepflanzen den optimalen Start ins Jahr zu geben. Mit Beginn der Wachstumsphase fängt auch der Kampf gegen Schädlinge und Unkraut an, aber mit cleveren Methoden aus dem Biolandbau kann man sich hier allerdings viel Arbeit und Geld sparen. Die Aufgabe, den Boden locker und gut durchfeuchtet zu halten, zieht sich über das gesamte Jahr. Auch hier kann dir Mutter Natur unter die Arme greifen, sodass Sie nicht ständig zur Hacke greifen müssen.

 

 

Gemüsebeet mulchen

Um das Wachstum von Pflanzen anzuregen, kann man den Boden mit organischem Material bedecken, das noch nicht zu Kompost zerfallen ist. Diese Methode, die man in jedem Wald beobachten kann, wird seit Jahrtausenden in der Landwirtschaft angewendet, wo das abgemähte Gras auf dem Feld liegenbleibt und dort zu Erde verrottet. Solche organischen Abfälle nennt man Mulch. Auch im Gemüsegarten ist das Mulchen eine gängige Praxis, um für Nährstoff-Nachschub zu sorgen. Mulch ist vor allem beliebt, weil er das Unkraut am Sprießen hindert. Außerdem schützt eine Schicht aus Mulch den Boden vor dem Austrocknen, hält ihn bei großer Hitze kühl und sorgt wiederum abends und im Herbst dafür, dass die Wärme länger im Boden bleibt. Gärtner können als Mulch-Material zum Beispiel abgemähtes Gras weiterverwenden und so nachhaltig wirtschaften. Wer nicht genug organische Abfälle selbst erzeugt, kann Rindenmulch oder Mulch aus Hackschnitzeln auch kaufen. Aber Achtung: Nicht alle Gemüsepflanzen mögen und brauchen Mulch, um besser zu wachsen! Vor allem bei Arten, die es eher halbschattig und feucht mögen, kann man mit dem Mulchen das Wachstum anregen. Beim Zersetzen von organischem Material zu Humus wird viel Stickstoff verbraucht. Damit der Boden im gemulchten Beet keinen Stickstoffmangel erleidet, sollte hin und wieder etwas Mist hinzugefügt werden. Alternativ wird das Beet vor dem Mulchen gründlich gedüngt.

 

Rindenmulch & andere Mulcharten fürs Gemüsebeet

Im Gemüsebeet kann sich eine Schicht aus Mulch eignen, um dem Wachstum von Unkraut vorzubeugen und den Boden feucht zu halten. Das bekannteste Material dafür ist Rindenmulch, den man in jedem Gartenmarkt und oft sogar in Supermärkten bekommt. Für Gemüsebeete eignet sich Rindenmulch allerdings nur bedingt. Da Mulch aus gehäckselter Baumrinde nur langsam verrottet, eignet er sich vor allem für mehrjährigen Pflanzen wie Bäume und Sträucher. Auch Wege im Gemüsegarten werden gern mit Rindenmulch bedeckt. Für schnell wachsende Gemüsepflanzen, die schon nach wenigen Monaten wieder geerntet werden, eignen sich andere Mulcharten besser. Mulch aus Grasschnitt oder Pflanzenresten ist feiner und liefert schneller Nährstoffe für Pflanzen und Boden. Erdbeeren werden traditionell nach der Blüte mit einer Schicht aus frischem Stroh gemulcht, um Schnecken von den Früchten fernzuhalten und die Erdbeeren vor Schimmel zu schützen. Auch spezielles Mulchpapier aus Maisstärke ist im Handel erhältlich, das nach der Ernte einfach kompostiert werden kann. Faustregel: Je länger eine Pflanze auf dem Beet steht, desto grober darf der Mulch sein, der sie schützt. Je feiner der Mulch ist, desto dünner wird er aufgetragen. Denken Sie in jedem Fall daran, Ihr Gemüsebeet vor dem Mulchen ordentlich zu düngen!

 

Rindenmulch im Beet

Rindenmulch verrottet langsam und eignet sich deshalb nicht fürs Gemüsebeet.

 

Hackschnitzel fürs Gemüsebeet

Hackschnitzel sind zerkleinerte Holzabfälle, die meist aus Nadelhölzern gewonnen werden. Dadurch sind sie preiswerter als Rindenmulch, aber sie bieten auch noch eine Menge weiterer Vorteile. Hackschnitzel sind wesentlich länger haltbar als Rindenmulch und müssen nur alle drei Jahre ausgewechselt werden; das spart eine Menge Arbeit. Neben ihrer hervorragenden Durchlässigkeit sind sie beim Ausbringen sehr staubarm und bieten alle positiven Eigenschaften von Mulch, vom Unkrautschutz bis zum Wasserspeicher. Da sie sich nur sehr langsam zersetzen, wird dem Boden viel weniger Stickstoff entzogen. Da Hackschnitzel auch noch in verschiedenen Färbungen erhältlich sind, können Sie sie sogar dekorativ einsetzen. Eine großzügig aufgetragene Schicht aus Hackschnitzeln ist ideal für biologisch gepflegte Gemüsebeete. Diese sogenannte „Back to Eden“-Methode zeigt wahrhaft paradiesische Ergebnisse, denn die dicke Mulchschicht speichert eine Menge Wasser und gibt Mikroorganismen Lebensraum und Nahrung. So werden Gießen und Unkrautjäten nahezu überflüssig, genauso wie das Umgraben des Bodens im Herbst. Auch Schnecken, die sich in feuchten Mulchschichten ansonsten sehr wohl fühlen, werden durch die scharfkantigen Hackschnitzel ein wenig abgeschreckt. Hackschnitzel als Mulchschicht sollten mindestens 10 Zentimeter dick aufgetragen werden, gern auch noch höher, denn sonst wachsen Unkräuter einfach durch den Mulch hindurch und er kann seine Schutzwirkung auf den Boden nicht voll entfalten.

 

Gemüsebeet richtig düngen

Alles, was auf dem Gemüsebeet wächst, entzieht dem Boden Nährstoffe. Diese Nährstoffe müssen der Erde wieder zugeführt werden – nur so können Sie mit einer guten Ernte rechnen. Um zu wissen, welche Nährstoffe dein Gemüsebeet braucht, müssen Sie die Beschaffenheit des Bodens kennen und entsprechend planen, welche Sorten Sie anbauen können. Eine Bodenanalyse bringt Klarheit über den Zustand der Muttererde im Beet. Je nachdem, wie viele Starkzehrer, Mittel- und Schwachzehrer auf Ihrem Beet wachsen, braucht die Erde unter den Pflanzen mehr oder weniger Nachschub an Nährstoffen. Die bewährteste Quelle für organischen Dünger ist Kompost, aber auch Pferdemist und Gründünger eignen sich für den Gemüsegarten. Sie können Ihr Beet aber auch mit Dünger aus dem Fachhandel versorgen, wobei Sie immer auf biologische Düngemittel zurückgreifen sollten. Am geschicktesten ist es, wenn man die angebauten Gemüsesorten auf dem Beet so auswählt, dass sie automatisch für die Düngung des Bodens sorgen.

 

 

Kompost als Dünger im Gemüsebeet

Kompost ist nicht mehr als das Ergebnis deiner organischen Hausabfälle – also Speisereste, Eierschalen, aber auch Laubschnitt und Stallmist von Haustieren. Besonders Starkzehrer freuen sich über eine regelmäßige Zufuhr von frischem Kompost. Weil er so kostengünstig und einfach herzustellen ist und gleichzeitig so viele Vorteile für den Garten bietet, nennt man ihn auch „das Gold des Gärtners“. Ein Komposthaufen gehört in jeden Gemüsegarten und ist aus einer nachhaltigen Gartenwirtschaft nicht wegzudenken. Legen Sie Ihren Komposthaufen in einer abgelegenen Gartenecke an und reservieren Sie genügend Platz, um ihn alle paar Monate umsetzen zu können. Schon nach sieben Monaten hat sich aus Ihren organischen Abfällen wertvoller frischer Kompost gebildet. Gut zu wissen: Ein Komposthaufen sollte nicht stinken. Unschöne Gerüche deuten darauf hin, dass die Zersetzung nicht funktioniert; entweder weil die Abfälle falsch zusammengesetzt sind oder weil der Haufen zu stark verdichtet ist. Guter Kompost ist dunkel, feinkörnig und riecht nach Waldboden. Arbeiten Sie schon beim Anlegen deines Gemüsebeets im Herbst eine ordentliche Menge Kompost in den Erdboden ein und legen Sie im Sommer noch einmal eine Schicht nach. Drei bis vier Liter Kompost pro Quadratmeter sollten es bei Tomaten, Kohl oder Sellerie sein, Mittelzehrer wie Erbsen und Möhren benötigen etwa halb so viel. Im Laufe der Zeit verbessert sich der Boden dadurch immer mehr.

 

 

Gemüsebeet mit Pferdemist düngen

Pferdemist liefert Ihrem Gemüsegarten andere wichtige Nährstoffe. Auch wenn Sie beim Ausbringen von frischen Pferdeäpfeln die Nase rümpfen sollten – Ihre Gemüsepflanzen freuen sich über den wertvollen Dünger! In Pferdeäpfeln stecken schon auf den ersten Blick viele Ballaststoffe, die dem Boden zugutekommen und ihn mit Humus versorgen. Frischer Pferdemist enthält zwar wenige Nährstoffe, diese sind jedoch sehr ausgewogen: etwa zu gleichen Teilen Stickstoff, Phosphat und Kalzium. Robuste Pflanzen wie Obstbäume und Sträucher vertragen den Pferdemist – gut zerkleinert – in frischer Form. Im Herbst aufgetragen, gibt der Mist seine Nährstoffe so langsam ab, dass der Boden in den nächsten beiden Jahren gut versorgt wird. Für Gemüsebeete müssen Sie den Pferdemist aufbereiten, sonst ist er zu scharf. Mischen Sie den Pferdemist für den Gemüsegarten immer mit Kompost und bei Bedarf mit weiterem organischem Material, etwa Herbstlaub oder gehäckselten Pflanzenresten. Die Mischung sollte auf einem eigenen Komposthaufen aufgesetzt werden, der nicht zu hoch sein darf, damit bei der Zersetzung nicht zu viel Hitze entsteht. Ohne sie zwischendurch umzusetzen, braucht die Kompost-Mist-Mischung etwa ein Jahr Zeit zum Reifen. Das Ergebnis ist der sogenannte „Rottemist“, der im Frühjahr auf das Gemüsebeet kommt.

 

Gemüsebeet richtig bewässern

Wer nicht gießt, der erntet nicht – so heißt die eiserne Regel des Gemüsegärtners. Mit einigen Tricks und geschickten Anbaumethoden kann man sich das tägliche Gießkannenschleppen allerdings wesentlich leichter machen. Gemüsepflanzen brauchen zum Wachsen regelmäßig Wasser und einen gut durchfeuchteten Boden. Ist es zu trocken, beginnen sie schon nach kurzer Zeit zu welken und sind die Blätter gelb oder braun, ist die Pflanze verloren. Salate beginnen bei Trockenheit zu „schießen“ und investieren ihre Kraft in eine vorzeitige Blüte. Für die Ernte sind sie dann unbrauchbar. Ein zu trockenes Beet wird außerdem gern von Milben, Blattläusen und Erdflöhen befallen. Je nach Jahreszeit und Art brauchen Gemüsepflanzen 10 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter, wobei flachwurzelnde Pflanzen mehr Nachschub von oben brauchen als Tiefwurzler. Allzu nass darf es aber auch nicht werden; Staunässe an den Wurzeln mag keine Pflanze. Der erste Schritt für die richtige Bewässerung ist eine gute Lage des Gemüsebeets. Dazu gehört auch ein kurzer Weg zur Regentonne. Ist das nicht möglich, investieren Sie besser gleich in einen Rollwagen für den Gartenschlauch oder verlegen Sie ein Bewässerungsrohr. Damit können Sie Ihr Gemüse auch in den Sommerferien stetig und zuverlässig bewässern. Ein Tipp: Regenwasser ist Leitungswasser immer vorzuziehen, da es günstiger ist und es kaum Mineralien enthält. Der Zustand des Bodens ist ebenfalls wichtig für eine gute Wasserversorgung. Nur ein lockerer, humusreicher Boden kann Wasser gut aufnehmen und dauerhaft speichern. Investieren Sie also unbedingt Zeit und Mühe in die Pflege Ihres Bodens, es lohnt sich! Eine Schicht Mulch oder Hackschnitzel hält den Boden im Gemüsebeet dauerhaft feucht und speichert Regenwasser. Dieselbe Wirkung hat eine Schicht von Bodendeckern. Generell kann eine gut angelegte Mischkultur also den Boden im Gemüsebeet nachhaltig vor dem Austrocknen schützen.

So gießen Sie Ihre Gemüsepflanzen richtig:

  • je nach Trockenheit alle ein bis drei Tage
  • morgens, vormittags oder am frühen Abend in kleinen Portionen
  • nur auf die Wurzeln, nicht auf Blätter, Blüten und Früchte

Tipp: Auch wenn es im Sommer einmal regnet, gelangt oft nicht viel Wasser in den Boden. Machen Sie die Daumenprobe und gießen Sie auch an Regentagen nach, wenn der Boden in 5 Zentimeter Tiefe trocken ist. Gerade Jungpflanzen brauchen täglich Wassernachschub.

 

Boden im Gemüsebeet lockern & von Unkraut befreien

Nur in einem lockeren, gut durchlüfteten Boden finden Wurzeln genug Halt und können sich mit Nährstoffen versorgen. Mikroorganismen und Kleintiere wie Regenwürmer fühlen sich wohl und können den Boden mit Nährstoffen anreichern. Und natürlich speichert ein solcher Boden auch mehr Regenwasser und gibt es langsam an die Pflanzen ab. Deshalb sollten Sie regelmäßig dafür sorgen, dass der Boden im Gemüsebeet aufgelockert wird. Bis Ende Mai können Sie immer wieder mit einer Ziehhacke zwischen den jungen Pflanzen hindurchgehen, um es gleichzeitig auch Schädlingen wie Engerlingen und Schnecken ungemütlich zu machen und aufkeimende Unkräuter zu beseitigen. Ab dem Sommer schützt dann eine dicke Schicht aus Hackschnitzeln, Mulch oder essbaren Bodendeckern den Boden vor aufkeimendem Unkraut. Wichtig beim Unkrautjäten ist, dass Sie es rechtzeitig vor der Blüte erledigen. Haben sich die Samen von Löwenzahn, Giersch & Co. einmal im Garten verbreitet, haben Sie kaum noch eine Chance. Eine elegante Methode, sich vor dem anstrengenden Jäten zu drücken, ist die Anwendung von Permakultur-Grundsätzen im Gemüsebeet: Legen Sie gut durchdachte Mischkulturen an und pflanzen Sie verschiedene Sorten dicht nebeneinander, haben Unkräuter schlicht keinen Platz im Gemüsebeet. Ein Tipp: Manchmal hilft gegen Unkraut auch ein anderer Blickwinkel. Giersch, Vogelmiere oder Sauerampfer sind leckere Wildkräuter mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Wenn Sie sie ausgerupft haben, werfen Sie sie nicht weg (schon gar nicht auf den Kompost!), sondern machen Sie einen gesunden Wildkräutersalat oder einen Tee daraus.

 

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Durch dichtes Bepflanzen Ihres Gemüsebeets nehmen Sie dem Unkraut den Platz zum Sprießen. | © gardenguru – depositphotos.com

 

Boden nach der Ernte pflegen

Ist Ihr Gemüsebeet im Herbst abgeerntet, sollte der Boden nicht offen und „nackt“ liegen bleiben. Es ist durchaus möglich, rund ums Jahr und auch im Winter Gemüse anzubauen und zu ernten. So bleibt der Boden im Gemüsebeet immer von Pflanzen bedeckt und ist automatisch vor Verwitterung und Erosion geschützt, bei der die Nährstoffe aus der Erde gewaschen werden und sich Unkräuter ansiedeln. Alternativ können Sie noch im Herbst Gründünger auf dem Gemüsebeet aussäen und wachsen lassen. Als Bewuchs bieten sich dafür Schmetterlingsblütler wie Lupinen oder verschiedene Kleesorten an, an deren Wurzeln sogenannte Knöllchenbakterien wachsen und den Boden mit natürlichem Nitrat anreichern; die optimale Frischekur für einen von Starkzehrern ausgelaugten Boden. Den Gründünger können Sie entweder im Spätherbst abmähen und direkt als Mulch auf der Erde liegenlassen oder die Gründünge-Pflanzen dürfen für den Winter auf dem Beet stehenbleiben und werden im Frühjahr dann auf den Kompost gebracht. Auch bunte, spät blühende Blumen wie Tagetes oder Sonnenblumen halten mit ihrem Wurzelwerk den Boden fest und schützen ihn vor Erosion. Gleichzeitig lockern tiefe Wurzeln den Boden auf. Lassen Sie die Blumen einfach über den Winter auf dem Beet liegen, denn selbst wenn sie erfroren sind, bilden sie eine schützende Decke für die Erde. Nur wenn der Boden im Gemüsebeet sehr schwer und verdichtet ist, müssen Sie ihn nach der Ernte umgraben.

 

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Wintergemüse schützt Ihr Gemüsebeet vor Erosion in der kalten Jahreszeit.

 

GESTALTUNGSIDEEN FÜR GEMÜSEBEET & GEMÜSEGARTEN

Wie kann ein Gemüsebeet in die Gartengestaltung integriert werden?

Ein Gemüsebeet passt in jeden Garten und kann ihn auch optisch ungemein bereichern. Sie müssen es nicht verschämt in einer Ecke verstecken, im Gegenteil: Richten Sie für Ihr Gemüsebeet einen sonnigen Platz ein, der zum Blickfang Ihres Gartens wird. Wollen Sie hingegen nur ein einzelnes Gemüsebeet anlegen, können Sie Ihren Ideen für die Gartengestaltung freien Lauf lassen: Beispiele sind etwa ein rundes Beet, ein Hügelbeet  oder ein Hochbeet. Wichtig ist, dass Ihr Beet sonnig liegt und gut bewässert werden kann. Wichtig: Beachten Sie die Anbauregeln der Mischkultur, können Sie auch auf einer kleinen Fläche sehr viel anbauen und ernten.

 

 

Ein Nutzgarten, in dem Sie mehrere Gemüsebeete anlegen wollen, kann ebenfalls wunderschön aussehen und muss sich vor einem reinen Ziergarten nicht verstecken. Im Gegenteil: Bauerngärten und Küchengärten mit ihrer bunten Mischung aus Wildblumen, Gemüse, Obststräuchern und Kräutern in Mischkultur sind seit einigen Jahren enorm beliebt und dabei erstaunlich pflegeleicht. Auch ein kleiner Küchengarten kann genug Gemüse und Obst für eine ganze Familie liefern. Die Grundform des Küchengartens stellt ein Rechteck dar, das von einem Wegkreuz geteilt wird. Auf den vier Beeten bauen Sie anschließend in Mischkultur Gemüsepflanzen, Wildblumen und Kräuter an. Obststräucher und sonnenliebende Kräuter aus dem Süden bekommen ein eigenes Beet, ebenso wie die schattenliebenden Sorten, die mehr Feuchtigkeit brauchen. Bäume, die Schatten spenden und deren tiefe Wurzeln dem Boden viel Wasser entziehen, sollten allenfalls am Rand des Küchengartens stehen. Weidenzäune, niedrige Kräuterhecken oder Holzrahmen sorgen für Windschutz und optische Trennungen zwischen den Beeten. Denken Sie aber auch an Ihre Familienmitglieder, wenn Sie einen Gemüsegarten neu anlegen wollen. Wie viel Platz brauchen Ihre Kinder zum Spielen, wo wollen Sie draußen gemeinsam sitzen, wie viel Arbeit wollen Sie sich mit dem Gemüseanbau machen? Nur wenn alle Bedürfnisse berücksichtigt werden, haben Sie lange Zeit Freude an Ihrem Garten. Mit ein wenig Vorplanung wird auch aus einem Gemüsegarten ein richtiger Wohlfühlgarten, um den Sie jeder beneiden wird.

 

BILDERGALERIE

Wie kann ein Gemüsebeet im Garten aussehen?

 

ZUSAMMENFASSUNG

Worauf sollte man beim Anlegen eines Gemüsebeets achten?

Ein Gemüsebeet richtig anzulegen ist kein Hexenwerk. Trotzdem sollten Sie bei der Gartengestaltung einige grundlegende Faktoren beachten, wenn Sie einen Gemüsegarten anlegen wollen. Genauso wichtig wie eine gute Lage des Gemüsebeets ist die Struktur des Bodens. Diesen müssen Sie eventuell erst aufbereiten, wenn Sie ein Gemüsebeet bauen wollen. Ebenso entscheidend ist es, die richtigen Gemüsesorten für den Anbau auszuwählen und zu kombinieren. Dabei kommt es nicht nur darauf an, welches Gemüse einem schmeckt und welche Sorten auch für Anfänger geeignet sind. Je nach ihrem Nährstoffbedarf und anderen Vorlieben lassen sich bestimmte Gemüsearten gut miteinander kombinieren, andere harmonieren eher nicht und können sich sogar den Standort streitig machen. Mit einem klugen Gemüsebeet-Pflanzplan lassen sich enorme Erträge erzielen, während Sie gleichzeitig auf anstrengendes Gießen, Schädlingsbekämpfung und Unkrautjäten verzichten können. Genießen Sie die Erträge Ihres Gemüsebeets rund ums Jahr und ernten Sie in jeder Saison leckeres, gesundes, frisches Gemüse.

 

Titelbild: ©zmijak – Depositphotos.com

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Häufige Fragen

🌻 Wann sollte man ein Gemüsebeet vorbereiten?

Im Herbst bereitet man den Boden für das Gemüsebeet vor, indem man ihn umgräbt und mit frischem Kompost düngt. Beerensträucher und andere Gehölze werden ebenfalls im Herbst gepflanzt. Im Frühjahr, wenn sich der Boden gesetzt hat, kann man mit dem Gemüseanbau beginnen.

Weitere Infos finden Sie hier.

🌻 Welches Holz sollte man für ein Gemüsebeet nutzen?

Das beste Holz für ein Gemüsebeet ist hitzebehandeltes Thermoholz aus Esche oder Buche. Aber auch Eiche oder Douglasie sind gut geeignet für Holzrahmen-Beete.

Weitere Infos finden Sie hier.

🌻 Wie breit ist ein Gemüsebeet?

Die ideale Breite für ein Gemüsebeet ist 1,20 Meter. So kann man die Pflanzen im Beet von beiden Seiten erreichen, ohne auf das Beet treten zu müssen.

Weitere Infos finden Sie hier.

🌻 Was gehört in ein Gemüsebeet?

Bauen Sie nicht zu viele verschiedene Gemüsesorten an. Für Anfänger genügen drei bis vier Sorten. Ein Pflanzplan hilft, Gemüse mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf zu kombinieren.

Weitere Infos finden Sie hier.

veröffentlicht am: 23 Oktober 2020

Autor bei Gartentraum

Jenny Röck

Redakteur

Über den Autor

Jenny hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien studiert und ist jetzt mit Leidenschaft Redakteurin. Schon seit Kindertagen liebt sie alles Blühende und hält sich deshalb am liebsten im Garten auf. Dort kümmert sie sich liebevoll um ihre Pflanzen und sucht nach immer neuen harmonischen Farbkombinationen.

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