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Gartenmauer – Top-Ideen zum Mauern, Verkleiden & Gestalten

5 von 5 Sternen - von 1 Lesern bewertet.

Eine Gartenmauer ist ein echter Tausendsassa im Garten: Sie kann Sichtschutz bieten und Hänge abstützen, sie kann ein optischer Blickfang sein und gleichzeitig ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wie Sie eine Gartenmauer bauen, wo die beste Stelle für sie ist und welche Steine Sie für Ihre neue Gartenmauer am besten wählen, erfahren Sie in diesem Beitrag, der keine Fragen offenlässt.

NUTZEN EINER GARTENMAUER

Welchen Nutzen kann eine Mauer im Garten haben?

Eine Gartenmauer bietet gleich mehrere Pluspunkte für Ihren Garten: Sie ist Sichtschutz und Schallschutz, sie hilft bei der räumlichen Gliederung eines großen Gartens oder begrenzt ihn nach außen, sie dient als Stützmauer in Hanglagen, als Erosionsschutz und erschließt dabei gleichzeitig neue Nutzflächen für Sie. Gartenmauern können auch Zweitnutzen haben, an die man anfangs gar nicht gedacht hat – etwa als Sitzfläche (mit hübschen Kissen belegt) oder als Untergrund für schöne Pflanztöpfe. Sie sehen: Eine Gartenmauer bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, je nachdem, welches Material Sie verwenden. Nicht zu vergessen ist der Umweltschutzbeitrag einer Gartenmauer: Eine Trockensteinmauer, die ohne Mörtel in Trockenbauweise aufgeschichtet wird, bietet in den Zwischenräumen der Mauersteine Unterschlupf, Lebensraum und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Pflanzen und Tiere – von Insekten wie Wildbienen und Hummeln über Kröten, Eidechsen und Singvögel bis hin zu Kleinsäugern wie Igeln und Mauswieseln. Ein lebendiger Bauerngarten wird mit einer Trockensteinmauer als Biotop gleich noch wertvoller.

 

 

Ziermauer im Garten

Eine Ziermauer ist vor allem ein optischer Hingucker in Ihrem Garten, der für Akzente sorgt und Gäste und Nachbarn beeindruckt. Hauptsächlich soll die Ziermauer aber Ihnen selbst gefallen! Deshalb steht es Ihnen völlig frei, wie Sie Ihre Ziermauer anlegen. Frei von praktischen Zwängen stehen Ihnen in puncto Materialwahl, Form und Bauweise Ihrer Gartenmauer alle Optionen offen. Überlegen Sie zuerst, wo Sie Ihre Ziermauer im Garten platzieren wollen und können und stöbern Sie danach in der Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, die wir Ihnen direkt in diesem Beitrag aufzeigen. Soll Ihre Ziermauer von Rankpflanzen oder Hängepflanzen bewachsen werden? Dient sie als einfache Beetumrandung oder trennt sie Terrasse und Garten voneinander? Soll sie Lebensraum für kleine Tiere bieten und so zur biologischen Vielfalt in Ihrem Garten beitragen? Soll die Mauerkrone Platz und Abstellfläche für Blumentöpfe und -kästen bieten oder soll sie so niedrig bleiben, dass Sie darauf selbst sitzen können? Ganz wichtig ist auch die Frage nach Aufwand und Kosten der Ziermauer. Sehr günstig bauen Sie Ihre eigene Gartenmauer aus selbst gesammelten Natursteinen, das ist allerdings mit wachsender Mauergröße ein mühseliges und zeitaufwendiges Unterfangen. Ziermauersteine in den verschiedensten Preisklassen finden Sie im Baumarkt – und wenn Sie nicht selbst schachten und mörteln wollen, können Sie natürlich auch einen Profi damit beauftragen.

 

Eine Gartenmauer ist ein echter Tausendsassa im Garten.

 

Terrassenmauer

Eine Terrassenmauer hat eine konkrete Funktion: Sie trennt die Terrasse vom Garten und stellt auf diese Weise gleichzeitig eine räumliche Trennung zwischen zwei Aufenthaltsbereichen dar, verbindet diese aber auch miteinander. Je nachdem, aus welchem Material die Terrassenmauer besteht und wie hoch sie gezogen wird, kann sie eine eher trennende, damit auch schützende Funktion haben oder – wenn Sie die Mauer niedrig gestalten – einen fließenden optischen Übergang zwischen den beiden Bereichen erschaffen. Eine schöne Idee, um eine Mauer weniger „mauerartig“ erscheinen zu lassen, sind offene Pflanzsteine. Damit behalten Sie den Vorteil der stützenden Funktion der Mauer, da eine Terrasse häufig ein wenig höher oder aber ein wenig tiefer liegt als der angrenzende Garten. Gleichzeitig mildern die aus den Pflanzsteinen wachsenden Blumen und Sträucher den Mauercharakter ab und wirken eher wie ein langgezogenes Staudenbeet. Eine stärker abgegrenzte Terrasse hat wiederum den Vorteil, dass sie gemütlicher wirkt und mehr Privatsphäre bietet – vor allem in der Stadt ist das oft erwünscht, aber auch auf offenem Gelände, wo eine höhere Mauer für Windschutz sorgt und längeres Draußensitzen auf der Terrasse ermöglicht. Noch ein Tipp: Eine Umfassungsmauer um Ihre Terrasse sollte mindestens kniehoch sein, sonst schaffen Sie sich eine gefährliche Stolperfalle. Die maximale Höhe ist prinzipiell unbegrenzt, allerdings sieht das Baurecht je nach Gemeinde oder Bundesland Beschränkungen vor; in der Regel sollen Gartenmauern nicht mehr als 180 cm hoch sein. Prüfen Sie daher auf jeden Fall die gesetzlichen Vorgaben, bevor Sie an den Bau Ihrer Terrassenmauer gehen.

 

 

Stützmauer am Hang im Garten

Eine Stützmauer aus Naturstein, Gabionen oder Beton-Hohlsteine gleichen Höhenunterschiede in Ihrem Garten auf elegante und gleichzeitig praktische Weise aus. Sie sichern Ihren Boden vor dem Abrutschen und langfristig vor Erosion und erschaffen durch die Terrassierung gleichzeitig neue Nutzflächen, etwa als Sitzgelegenheiten oder auch für zusätzliche Blumen- und Gemüsebeete. Je steiler die Böschung ist, die Sie ausgleichen oder abstützen wollen, desto mehr Planung ist erforderlich. Mit zunehmender Höhe lastet nämlich ein beachtliches Gewicht auf dem Fundament der Mauer. Unter einer zu großen Erdlast kann die Stützmauer mit der Zeit nachgeben oder gar abbrechen. Deshalb werden Stützmauern möglichst massiv gebaut und außerdem mit einer Drainageschicht hinterfüllt, die Regen- und Sickerwasser aufnimmt und ableitet. Ab einer Höhe von 1,20 Meter ist es empfehlenswert, ab 2 Metern zwingend erforderlich, sich Hilfe von einem Statiker zu holen. Je nach Gemeinde kann sogar eine Baugenehmigung vom Bauamt nötig sein. Die Errichtung einer niedrigen Stützmauer schaffen Sie mit guter Planung und viel Muskelkraft selbst; je höher die Mauer werden soll, desto dringender empfehlen wir Ihnen aber, einen Landschaftsbauer mit den entsprechenden Gerätschaften zu beauftragen. Ein Tipp: Eine clevere und preiswerte Möglichkeit, um eine Böschung ohne aufwendige Bauarbeiten zu befestigen, sind Pflanzsteine oder offene Böschungssteine, die Sie Stück für Stück leicht nach hinten versetzt „aufschichten“, mit Erde oder Kies füllen und bepflanzen.

 

Gartenmauer als Stütze am Hang

Eine Gartenmauer am Hang ist dekorativ und erfüllt auch noch einen Zweck.

 

Begrenzungsmauer

Eine Begrenzungsmauer hat vor allem eine Funktion: Sie soll Ihren Garten oder Ihre Terrasse nach außen abgrenzen. Dies erfordert eine gewisse Mindesthöhe, damit sie den Nutzen einer sogenannten Einfriedung auch erfüllen kann. Um die angemessene Höhe und auch die Gestaltung einer Begrenzungsmauer wird viel gestritten, sogar vor Gericht – denn Ihre Gartenmauer sehen nicht nur Sie, sondern auch alle, die auf der anderen Seite der Mauer sind. Stimmen Sie sich vor dem Bau einer Begrenzungsmauer unbedingt mit Ihren Nachbarn ab, wenn deren Grundstück direkt an Ihre Mauer grenzt; vor allem, wenn Sie einen schon existierenden Gartenzaun oder eine Mauer mit Ihrer Mauer verdecken wollen oder diese höher sein soll. Ein weiteres Charakteristikum einer Begrenzungsmauer ist, dass sie im Gegensatz etwa zu einer Stützmauer frei steht. Damit gehen erhöhte Anforderungen an die Statik und die Stabilität der Gartenmauer einher, sie erfordert also ein wenig mehr Planung. Das können Sie umgehen, wenn Sie statt einer Gartenmauer aus Stein oder Beton zu Sichtschutzwänden aus Holz oder anderen Naturmaterialien greifen. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie keine Baugenehmigung einholen müssen (die Zustimmung des Nachbarn brauchen Sie unter Umständen trotzdem!).

 

Gartenmauer als Schallschutz

Sie leben in der Stadt oder nahe einer stark befahrenen Straße? Dann wissen Sie, was wir meinen: Lärm ist wirklich nervig, selbst wenn wir ihn gar nicht bewusst bemerken. Anders als unsere Augen können wir unsere Ohren nicht schließen, selbst im Schlaf nehmen wir den Lautstärkepegel unserer Umgebung wahr. Ab einer Lautstärke von 70 Dezibel ist Lärm tatsächlich schädlich und kann sich auf unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit auswirken: Das reicht von erweiterten Blutgefäßen und beschleunigter Atmung bis zum dauerhaft erhöhten Herzschlag. Gut, wenn man einen Garten hat, der den Umgebungslärm ähnlich wie ein Wald absorbiert. Noch besser, wenn der Garten von einer schallschluckenden Gartenmauer umgeben ist – denn der Lärm sollte gar nicht erst bis in Ihren Garten dringen können, wo er nicht nur Sie, sondern auch die Tiere beeinträchtigt. Schallschutz-Gartenmauern werfen, je höher sie sind, Geräusche von außen recht effektiv zurück – das nennt man Schallreflexion. Geschickt konstruiert, können Gartenmauern auch noch Schall schlucken, also absorbieren. Dazu müssen sie so konstruiert sein, dass sie die Schallwellen brechen und in sich aufnehmen. Poröse Materialien wie Kokosgeflecht oder Holzplanken, aber auch ein Bewuchs mit Moosen oder Rankpflanzen wie Wein oder Kletterrosen wirken wie ein akustischer Schwamm. Gleichzeitig filtern sie auch noch Feinstaub und Pollen aus der Luft und erhöhen die Luftfeuchtigkeit, was in Ihrem Garten für ein doppelt angenehmes Klima sorgt.

 

Romantische Gartenmauer mit Tor

Eine Gartenmauer dient als Schallschutz – im romantischen Design wirkt sie auch noch dekorativ. © Shelli Jensen – Stock.adobe.com

 

Gartenmauer als Sichtschutz

Der augenfälligste Sinn einer Mauer ist die optische Abgrenzung – sie schützt Ihre Terrasse oder Ihren Garten vor neugierigen Blicken von draußen und sorgt so für Privatsphäre. Vor allem Begrenzungsmauern erfüllen diesen Zweck, aber auch innerhalb des Gartens kann eine geschickt platzierte Gartenmauer besonders abgeschiedene Winkel erzeugen, etwa für eine private Sonnenterrasse, eine stille Leseecke oder eine Außendusche am Pool. Auch unschöne Ecken wie den Komposthaufen oder Mülltonnen können Sie mit einer dezenten Sichtschutz-Gartenmauer verstecken. Viele Menschen stellen als Sichtschutz lieber einen Zaun auf oder pflanzen eine Hecke; diese Varianten haben unbestreitbar Vorteile, vor allem in Hinsicht auf die Kosten pro Meter und den Bauaufwand. Eine feste Gartenmauer bietet neben der optischen Abschirmung aber noch zahlreiche weitere Pluspunkte, weshalb Sie über eine Gartenmauer als Sichtschutz zumindest einmal nachdenken sollten:

  • Eine Gartenmauer ist beständiger als ein Zaun und kann so den Wert des Grundstücks erhöhen.
  • Eine Gartenmauer ist pflegeleicht und muss auf absehbare Zeit nicht ersetzt werden.
  • Eine Gartenmauer dient als zuverlässiger Windschutz.
  • Eine Gartenmauer kann Lärm besser reflektieren und eignet sich eher bei hohem Lautstärkepegel.
  • Eine Gartenmauer aus Stein speichert Wärme.

 

Gartenmauer zur Gliederung des Gartens

Mit geschickt platzierten Gartenmauern machen Sie einen großen Garten abwechslungsreicher und vielfältiger nutzbar; in einem kleinen Garten können Gartenmauern hingegen zusätzlichen Platz schaffen, etwa als Hochbeet-Einfassungen, Böschungsmauern oder Fläche für Rankpflanzen oder vertikale Beete. Um mit Gartenmauern einen Garten zu gliedern, sollten Sie sich zuerst einen Plan Ihres Gartens aufzeichnen und dann überlegen, wie Sie ihn nutzen wollen. Auch ein großer Garten sollte aus mehreren deutlich getrennten Bereichen bestehen; dadurch wirkt er paradoxerweise noch größer und Sie können mehr Nutzen daraus ziehen. Flächen, die in einem Garten abgegrenzt werden können und sollten, sind z. B. Gemüsebeete, Rasenflächen und Obstbäume, Sitzecken/Terrassen sowie Nutzflächen wie Komposter, Geräteschuppen und Mülltonnen. Gartenmauern zur Gliederung können Sie aus ganz verschiedenen Materialien und in verschiedenen Höhen errichten. Beeteinfassungen oder Terrassenmauern können niedriger sein, Sichtschutzmauern sollten mindestens 2 Meter hoch sein, damit auch große Menschen nicht darüberschauen können. Bei den Materialien können Sie variieren, allerdings bitte nicht allzu wild: Ein Bauerngarten mit Natursteinmauern verträgt zum Beispiel keine modernen Beton-Sichtschutzwände oder Gabionenmauern, sondern allenfalls eine Ziegelmauer oder eine Ruinenmauer als Sichtschutz um den Komposthaufen.

 

Funktionen der Gartenmauer im Überblick

Funktionen der Gartenmauer im Überblick. © Gartentraum.de

 

ARTEN VON GARTENMAUERN IM ÜBERBLICK

Welche Arten von Gartenmauern gibt es?

Je nachdem, in welchem Gartenstil Sie Ihre grüne Oase anlegen, bieten sich vollkommen unterschiedliche Materialien und Baustile für die passende Gartenmauer an. Achten Sie bei der Planung Ihrer Gartenmauer aber nicht nur auf die Optik. Entscheidend für die Auswahl des geeigneten Systems ist auch die Anlage Ihres Gartens: Wie viel Platz haben Sie für eine Gartenmauer und wo soll sie errichtet werden? Eine Mauer, die einen Hang stützen soll, muss völlig anders angelegt werden als eine Ziermauer mit rein dekorativem Zweck. Natürlich hängt die Art der Gartenmauer auch davon ab, welche Funktion oder Funktionen sie erfüllen soll. Naturstein-Mauern oder Mauern mit Sichtmauerwerk dienen gleichzeitig der heimischen Tierwelt als Nistmöglichkeit oder Unterschlupf, während glatt verputzte Mauern aus Beton-Hohlsteinen oder Sichtbeton Ihrem Garten einen modernen, klassischen Look verleihen. Nicht zuletzt ist die Wahl der richtigen Gartenmauer auch eine preisliche Frage – die Kostenunterschiede zwischen einer schlichten Gabionenmauer und einer massiven Betonmauer sind enorm.

 

Auch ein großer Garten sollte aus mehreren deutlich getrennten Bereichen bestehen; dadurch wirkt er paradoxerweise noch größer.

 

Trockenmauern

Natursteinmauern wecken nicht nur Erinnerungen an Urlaube in Italien oder Südfrankreich, sondern dienen zugleich als Lebensraum und Ökosystem für die heimische Tierwelt und tragen ein Stück zum Umweltschutz bei – optimal für romantisch verwilderte Naturgärten oder Bauerngärten. Trockenbau-Mauern eignen sich aber nicht nur als freistehende Begrenzungsmauern, sie können auch zur Einfassung von Hochbeeten oder zum Abstützen von Hängen und Terrassen genutzt werden. In den Ritzen zwischen den nicht verfugten Steinen, die einfach passend übereinander gestapelt werden, siedeln sich nützliche Insekten, Wildbienen und Hummeln an, aber auch Eidechsen und Blindschleichen können Sie nach einiger Zeit mit etwas Glück in Ihrem Garten beobachten. Niedrige Trockenmauern von weniger als einem Meter Höhe können Sie auch als Laie selbst aufschichten. Das Tolle: Als Material kommen alle möglichen Steine in Betracht, ganz nach Ihrem Geschmack und Geldbeutel. Ob Sie Granitsteine aus dem Baumarkt holen, im nächsten Steinbruch nach Bruchsteinen fragen oder Feldsteine auf dem angrenzenden Acker selbst sammeln – für die passende Optik und eine gute Schichtung sollten die Gartenmauersteine nicht zu glatt sein. Ohne ein Streifenfundament bleibt die Natursteinmauer nicht lange trocken; graben Sie daher im ersten Schritt einen etwa 40 Zentimeter tiefen Graben, den Sie mit Schotter oder Kies auffüllen, festklopfen und mit Sand abdecken. Achten Sie außerdem beim Aufstapeln darauf, dass keine Kreuzfugen entstehen – die Steine sollten immer leicht versetzt liegen, damit die Mauer möglichst stabil wird.

 

Freistehende Gartenmauer

Der Normalfall einer Gartenmauer ist die freistehende Ziermauer-Variante – anders als etwa bei Mauern in Häusern, die gleichzeitig von Decken und weiteren Seitenwänden versteift und gestützt werden. Deshalb muss beim Errichten einer Gartenmauer genau darauf geachtet werden, dass die Mauer stabil steht – mit einem soliden Streifenfundament, eventuell zusätzlichen Stützpfeilern, einer Abdeckung und vor allem einer Beschränkung der Höhe. Freistehende Gartenmauern können je nach ihrer Dicke, dem einfallenden Wind und dem verwendeten Material höchstens 3 Meter hoch sein. Auch die Länge ist statisch begrenzt, wenn Sie keine Bewegungsfugen einbauen. Ohne Baugenehmigung Ihrer Gemeinde dürfen Sie eine freistehende Gartenmauer ohnehin maximal 180 Zentimeter oder 2 Meter hoch bauen; die Bestimmungen sind je nach Bundesland verschieden. Schauen Sie vor dem Bau einer Gartenmauer außerdem unbedingt im Nachbarrechtsgesetz Ihres Bundeslandes nach, ob dort irgendwelche Bestimmungen Ihrem Bauprojekt entgegenstehen – und sprechen Sie sich mit den Nachbarn ab, die auf der anderen Seite der geplanten Mauer leben.

 

Bau einer freistehenden Mauer aus Naturstein

Eine freistehende Gartenmauer kann selbst aufgebaut werden.

 

Gartenmauersystem mit Pfeilern

Soll Ihre Gartenmauer länger als 2 bis 3 Meter werden, soll sie gar um die Ecke führen oder wird sie durch eine Toreinfahrt unterbrochen, dann brauchen Sie zusätzlich zu den Gartenmauersteinen und eventuell einer Abdeckung auch noch Pfeiler, die die Steine stützen und ihnen Stabilität verleihen. Massive Pfeiler sind mit zunehmender Höhe enorm schwer und es ist auch nicht einfach, sie mit Verschalungen selbst aus Fertigbeton zu gießen. Alternativ verkaufen viele Baumärkte fertige Pfeilersysteme aus Fertigelementen. Diese bestehen aus Sets von mehreren Hohlsteinen im Normalstein-Maß mit Nut-und-Feder-System, die Sie flexibel aufschichten und mit Beton auffüllen. So wird der Pfeiler stabil genug, dass Sie zum Beispiel ein Gartentor daran aufhängen können. Vergessen Sie nicht, dass die Pfeiler genau wie der Rest der Gartenmauer eine Abdeckplatte benötigt, um vor Regenwasser geschützt zu sein. Diese Pfeilerabdeckungen können ebenfalls aus Beton bestehen oder wahlweise aus Titanzink, Aluminium oder edlem Granit. Sehr beliebt für repräsentative Gärten sind Pfeilerabdeckungen, die von Zierelementen wie Kugeln oder Vasen gekrönt werden.

 

Gartenmauer als Komplettsystem aus Fertigelementen

Sie haben überhaupt keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Errichten von Mauern, wollen in Ihrem Garten aber trotzdem gern eine preiswerte und gleichzeitig attraktive Gartenmauer bauen? Der Fachhandel hat für Sie eine clevere Lösung erdacht, die das Beauftragen eines Profis überflüssig macht: Kaufen Sie doch einfach ein Komplettsystem aus Fertigelementen. In so einem Gartenmauer-Paket sind alle Bauteile enthalten, die Sie benötigen. Der große Vorteil: Sie müssen nicht zählen und ausrechnen, wie viele Ziegel oder Steine Sie benötigen und Sie müssen auch nichts über das richtige Mischungsverhältnis von Sand und Zement wissen – alles, was Sie zum Bau Ihrer Mauer brauchen, ist im Komplettsystem enthalten. Noch einfacher sind fertige Stecksysteme aus genormten Normalsteinen, die Sie bequem zusammenstecken und bei Bedarf wieder auseinandernehmen können. Für diese Fertigteile-Sets benötigen Sie teilweise nicht einmal ein Streifenfundament. Mauersysteme mit Normalsteinen von 50 cm x 25 cm x 20 cm bieten die verschiedensten Hersteller (zum Beispiel Weserwaben) in den unterschiedlichsten Ausführungen an – von Fake-Natursteinmauern in Trockenbauweise über antik aussehende Ruinenmauern und hübsche Klinkermauern bis hin zu schicken Mauern aus Beton-Hohlsteinen. Auf der anderen Seite sind Sie mit so einem Fertigteile-Bausatz natürlich auch ziemlich festgelegt, denn Sie müssen sich an die vorgegebenen Maße der Normalsteine halten.

 

Stützmauer für den Garten

Stützmauern stehen nicht frei, sondern dienen zum Abstützen eines Hangs oder einer Schräglage im Garten. Das kann eine freie Fläche sein oder auch die Seite einer aufgeschütteten oder abgesenkten Terrasse. Auch in Vorgärten rund um Einfamilienhäuser werden Stützmauern oft verwendet. Mit einem clever angelegten Stützmauersystem holen Sie aus einer eher ungünstigen Hanglage das Maximum an Gartenfreude heraus und können die Schräglage Ihrer grünen Oase optisch raffiniert kaschieren oder tatsächlich verschwinden lassen – wenn die Stützmauer den Hang in mehrere Terrassen aufgliedert. Die günstigsten und einfachsten Stützmauern bauen Sie aus Natursteinen in Trockenbauweise auf; das klappt schon mit geringen Kenntnissen und hilfsbereiten Freunden, die sich bereit erklären, mit Ihnen Steine zu sammeln, zu schleppen und zusammenzupuzzeln. Stützmauern können aber auch sehr elegant und dabei immer noch kostengünstig aus Gabionen oder runden Pflanzsteinen errichtet werden. Aufwendiger, aber auch sicher und lange haltbar sind Stützmauersysteme aus L-Steinen oder Betonpalisaden. Hier sollten Sie einen Profi ranlassen, denn je nach Höhenunterschied muss eine Stützmauer schwere Belastungen aushalten können.

 

 

Grafik zu Stützmauer-Arten

Möglichkeiten für Stützmauern im Garten. © Gartentraum.de

 

Gabionen als Gartenmauer

Einfache Drahtkäfige mit Schottersteinen oder anderem Material füllen – eine raffinierte und sehr preiswerte Idee, um massive Mauerelemente zu ersetzen und sich das Mörteln oder Betongießen zu ersparen. Das Tolle an Gabionen ist ihre Vielseitigkeit: Je nachdem, mit welchem Material Sie die Drahtkörbe füllen, können Sie völlig verschiedene Eindrücke erzeugen und Ihrem Garten im Handumdrehen einen neuen Look verleihen. Gabionen eignen sich nicht nur als Stützmauersysteme für Hanggärten oder als Trennwände. Sie können auch zur Einfassung von Hochbeeten oder Terrassen verwendet werden, als Standort für Gartenleuchten oder als ungewöhnliche Sitzgelegenheiten dienen. Einmal aufgestellt, müssen Gabionen nicht für immer an Ort und Stelle bleiben – wollen Sie Ihren Garten umgestalten, versetzen Sie einfach die Gabionen oder statten sie mit einer neuen Füllung aus. Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, dass Sie keine tierischen Bewohner aufschrecken: Mit Steinen gefüllte Gabionen sind bei Eidechsen und Blindschleichen sehr beliebt.

 

Gabionen als Sichtschutzzaun

Gabionen als Gartenmauer sind ein optischer Blickfang im Garten. © ThomBal – Stock.adobe.com

 

Gartenmauer aus Pflanzsteinen

Runde Pflanzsteine oder Pflanzringe sind eine sehr preiswerte Möglichkeit, eine Gartenmauer zu errichten. Sie eignen sich vor allem für den Bau von Stützmauern, etwa an Hängen oder abgeschrägten Terrasseneinfassungen. Ihr großer Vorteil: Man kann sie ohne aufwendige Erdarbeiten dem individuellen Verlauf des Hangs angepasst aufeinander schichten und je nach Wunsch mit schön gefärbtem Schotter, Kies oder auch Glassteinen auffüllen. Die meisten Pflanzsteine sind seitlich verzahnt gestaltet, sodass sie bis auf die unterste Reihe nicht einmal mit Mörtel fixiert werden müssen. Alternativ und sehr beliebt ist es, die schräg versetzt aufgeschichteten Pflanzsteine mit Erde zu füllen und als Blumenkästen für Gräser wie Pampasgras, Zwergsträucher oder Staudenpflanzen zu nutzen – so wird aus einer Steinmauer unversehens ein blühendes Beet, das auf den ersten Blick gar nicht an eine Stützmauer erinnert. Besonders für den Übergang zwischen Terrasse und Garten oder für die Gestaltung kleiner Vorgärten in Hanglage sind Pflanzsteine eine elegante Lösung.

 

Betonmauer für den Garten

Beton dient im Garten als vielseitiges, flexibles, preiswertes und dauerhaftes Baumaterial – auch wenn die Optik vielleicht etwas zu wünschen übriglässt. Wobei es ein Vorurteil ist, dass Betonwände aus Hohlsteinen langweilig glatt und grau aussehen müssen – es gibt ganz verschiedene Oberflächenbehandlungen, die Ihrer Mauer völlig unterschiedliche Looks verleihen können; von sandgestrahlten, gestockten oder geschliffenen Flächen über eingemischte Effekt- und Farbpartikel bis hin zu Betonwänden im Naturstein-Look. Natürlich können Sie eine Betonmauer auch nachträglich mit schönen Wandreliefs oder Bruchsteinen bekleben oder mit Holz verkleiden – ganz nach Gusto. Wollen Sie sich nicht allzu viel Arbeit machen, können Sie im Baumarkt fertige Mauersysteme aus Beton-Hohlsteinen kaufen und diese vor Ort zusammenfügen. Aufwendigere Bauprojekte sind Betonwände, die an Ort und Stelle in Schalungssteine gegossen werden – entweder gemeinsam mit dem Fundament oder getrennt davon.

 

Sichtschutz aus Beton

Gartenmauern aus Beton sind vielseitig einsetzbar und relativ preiswert.

 

Gartenmauer mit Sichtmauerwerk

Das besondere Kennzeichen einer Sichtmauer ist, dass die vermauerten Steine mindestens auf einer Seite der Mauer nach außen sichtbar bleiben, also nicht verputzt oder verschalt werden. Das passiert natürlich mit Absicht, weil man die schönen Gartenmauersteine zeigen möchte und auf diese Weise einen bewusst natürlichen, unbearbeiteten, „rauen“ Look erzeugt. Solche unfertig wirkenden Sichtmauern aus Naturstein, zum Beispiel aus Muschelkalk oder Sandstein, passen gut in mediterrane Gärten und in romantische Bauerngärten. Sichtmauerwerke aus unregelmäßig geformten Feldsteinen sind quasi Pflicht in Wild- und Naturgärten, weil sie vielen kleinen Tieren einen geschützten Lebensraum bieten. Aber auch (unverputzte) Ziegel- und Klinkermauern oder Kalksandsteinmauern gehören zur Kategorie Sichtmauerwerk; sie überzeugen wiederum mit ihren geometrisch-aufgeräumten Formen. Sichtmauerwerke aus Naturstein wiederum gehören, wenn sie professionell errichtet und verfugt werden, zu den teuersten Projekten im Garten. Legen Sie selbst Hand an und schichten ein kleines Mäuerchen aus selbst gesammelten Feldsteinen auf, halten sich die Kosten pro Meter in Grenzen.

 

Gartenmauer aus Bruchsteinen

Bruchsteine sind sozusagen „natürliche Steine“, die von selbst oder mit ein wenig Nachhilfe aus dem Felsen gebrochen sind. Ist das tatsächlich auf natürliche Weise passiert, weisen Bruchsteine sehr unregelmäßig geformte Seiten auf, mitunter sind sie überhaupt nicht mehr eckig. Das macht den Bau einer Mauer zu einer Herausforderung, aber wer Puzzles mag, wird damit spielend fertig. Eine Gartenmauer aus Bruchsteinen, die clever zusammengefügt wurden, hält auch ohne Mörtel und ist dann ein wunderschönes Biotop in Ihrem Naturgarten oder als Basis für eine Kräuterspirale. Aber auch gemörtelte Mauern aus sogenannten Zyklopensteinen, die also keinerlei waagerechte oder Stapellinien aufweisen, sind ein toller Eyecatcher. In Steinbrüchen, Baumärkten oder bei Baustoffhändlern finden Sie zahlreiche verschiedene Bruchsteine. Keine Sorge: Es gibt sie auch in relativ regelmäßigen Quaderformen, dann sind nur die Bruchkanten etwas rau geformt – auf Wunsch auch nur an der Vorder- und Rückseite, um ein bequemes Aufschichten und Mörteln zu gewährleisten.

 

 

Verputzte Gartenmauer

In moderne Gärten passen die unfertig und etwas unaufgeräumt wirkenden Sichtmauern nicht optimal hinein. Hier bevorzugt man glatt verputzte Gartenmauern, deren Mauerwerk nach dem Errichten mit einer Schicht aus Putz überzogen wird. Diese Außenschicht schützt die Mauer vor Witterungseinflüssen und macht sie länger haltbar. Alkalischer Silikatputz wirkt zusätzlich abweisend gegen Grünbelag durch Algen, Pilze oder Moose. Gleichzeitig bietet eine verputzte Gartenmauer weniger Angriffspunkte für ungewünschte Kletterpflanzen oder Insekten, die sich in den Ritzen eine Heimstatt errichten wollen – und damit langfristig dem Mauerwerk schaden können. Eine Putzschicht wirklich glatt aufzutragen, ist zwar keine Kunst, aber doch Profi-Arbeit. Ein Maurer oder zumindest ein erfahrener Heimwerker sollte diese Aufgabe übernehmen, wenn Sie nicht jahrelang über das Ergebnis Ihrer ersten Versuche lachen wollen. Bei der Wahl des Putzes haben Sie freie Hand: Streichputz und Reibeputz ergeben sehr glatte Flächen, während Rollputz mit der Strukturrolle aufgetragen wird und eine unregelmäßige Oberfläche erzeugt. Anschließend kann die verputzte Mauer noch in allen Farben des Regenbogens gestrichen werden.

 

GARTENMAUER AUS STEINEN UND ANDEREN MATERIALIEN IM ÜBERBLICK

Aus welchen Materialien kann eine Gartenmauer bestehen?

Eine Gartenmauer besteht aus aufeinandergelegten Steinen. Aber dies beschreibt nur das generelle Grundprinzip, wie man eine Mauer baut. Allein die verschiedenen Steine, die man zum Bau einer Mauer verwenden kann, führen zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Mauersystemen, optischen Eindrücken und Funktionen einer Gartenmauer. Eine Gartenmauer aus sichtbaren Steinen ist optisch immer ein schöner Hingucker und kann ganz unterschiedliche optische Wirkungen hervorrufen – je nachdem, welche Steine Sie für den Bau verwenden, in welcher Form und Größe Sie sie aufschichten, ob sie vermörtelt und eventuell zusätzlich auch noch verputzt wurden. Denken Sie an die Farbwirkung: Grauer Granit wirkt ganz anders als heimelig-roter Backstein oder warmer gelber Sandstein. Auch die Eigenschaften der Mauersteine bestimmen die Funktion einer Gartenmauer: Während Granit quasi jedem Wetter unbeeindruckt widersteht, aber mitunter etwas kühl wirkt, mutet der helle Sandstein zwar freundlich und warm an, dunkelt aber schnell nach oder wechselt die Farbe, wenn er Sonne, Regen und Frost stark ausgesetzt ist. Ziegelsteine und Klinker wiederum können in sehr unterschiedlichem Ausmaß wasserfest sein und speichern den Sonnenschein des Tages, um ihn abends wieder abzugeben, was sie als Umrandung einer Sitzecke aus Loungemöbeln sehr angenehm macht. Die günstigsten Varianten, Hohlblocksteine aus Beton, sind so unansehnlich, dass sie in der Regel verkleidet oder verputzt werden.

 

Gartenmauer aus Naturstein

Naturstein ist der Klassiker beim Bau einer Mauer im Garten – egal, ob es sich dabei um eine freistehende Mauer handelt oder eine Stützmauer, die an einen Hang oder eine Schräge angelehnt wird. Seit Jahrtausenden errichten Menschen große und kleine Mauern zu den verschiedensten Zwecken, indem sie Steine aufeinanderstapeln und (nicht immer, aber meistens) mit Mörtel oder einem anderen Kleber verbinden. Die verwendeten Steine haben alle die Gemeinsamkeit, dass sie aus der Natur entnommen und nicht künstlich angefertigt werden (im Unterschied zu Ziegeln, Klinkern oder Hohlsteinen aus Beton). Häufig stammen die Steine aus Steinbrüchen, wo sie aus größeren Felsen herausgeschlagen und mehr oder weniger stark in Form gebracht werden. Sie können aber auch in ihrer ursprünglichen Form beibehalten werden – dann handelt es sich um Feldsteine. Man arbeitet also mit den Materialien, die die Natur uns anbietet. Gesteinsarten, die für den Bau von Mauern (und anderen Bauwerken) am häufigsten genutzt werden, hingen früher von der Region ab, wo man baute: Kam dort Granit vor, nahm man vorzugsweise diesen. In anderen Gegenden herrscht Sandstein vor, woanders vielleicht Muschelkalk. Heutzutage sind dank der Globalisierung Gesteinsarten aus der ganzen Welt überall erhältlich; Sie können Ihren Garten also ohne Weiteres so gestalten, als läge er in Griechenland oder der Toskana (zum Beispiel mit Hilfe von schönen Gartenamphoren). Vor allem der Transport der Steine vom Steinbruch oder Händler zu Ihnen nach Hause ist kostenintensiv – wählen Sie also am besten eine Gesteinsart, die in Ihrer Nähe abgebaut wird. Regional kaufen ist nicht nur bei Nahrungsmitteln angesagt!

 

Gesteinsarten im Überblick

Verschiedene Gesteinsarten für Gartenmauern bieten unterschiedliche Farben, Designs und Eigenschaften.

 

Gartenmauer aus Muschelkalk

Wunderschön gefärbt kommt der braun-graue oder bläuliche Kalkstein daher, der in Süddeutschland abgebaut wird. Sein Name „Muschelkalk“ deutet die Entstehung an: Vor 240 Millionen Jahren lag hier ein Meer, dessen Sedimente sich unter großem Druck zu Kalkstein verfestigten. Muschelschalen und andere Fossilien wurden dabei eingeschlossen und sind heute noch beim Bearbeiten der Steine zu entdecken. Das macht Muschelkalk zu einem sehr spannenden Stein für den Mauerbau. Seit Jahrhunderten werden Klöster, Schlösser, Grabfiguren, Brücken und Weinbergmauern in Deutschland aus dem Gestein errichtet – warum nicht auch Ihre Gartenmauer? Muschelkalk wird in Quaderform aus dem Felsen gesägt, sie können ihn in den verschiedensten Abmessungen kaufen. Daneben sind auch kleinere (und deutlich günstigere) Bruchstücke und Ziersplitt erhältlich, die Sie für die Füllung von Gabionen verwenden können. Als unregelmäßig geformte Bruchsteine können Sie Muschelkalk für den Bau einer ökologisch nützlichen Trockenbau-Mauer benutzen.

 

Gartenmauer aus Sandstein

Sandstein ist ein Sedimentgestein aus extrem verdichtetem Quarzsand, der vor Jahrmillionen durch Sedimente wie Ton oder Silt verklebt und zu Stein wurde. Oft finden sich darin noch Spuren von Fossilien, die in den Meeren gelebt haben, deren Grund wir heute in Steinbrüchen auf der ganzen Welt als Sandstein abbauen. Je nach Region hat Sandstein sehr unterschiedliche Farben, woran man häufig seine Herkunft erkennen kann. Im Garten kann man diese verschiedenen Erscheinungsformen sehr schön für unterschiedliche Stile nutzen; klassisch weißer Sandstein wirkt kühl und modern, während gelb-orangefarbener Sandstein mediterrane Wärme verbreitet und an Weinberge erinnert, wo er gern für Trockenbau-Mauern genutzt wird. Sandstein hat den Nachteil, dass er recht schnell verwittert, was ihm wiederum ein sehr natürliches Aussehen verleiht. Außerdem lässt er sich mit entsprechendem Steinmetzwerkzeug gut bearbeiten, weil er ziemlich weich ist. Dies macht allerdings auch einen speziellen Sandsteinmörtel (NHL-Mörtel) notwendig, da normaler Mörtel zu hart für den Sandstein ist und ihn nicht vor Feuchtigkeit schützen kann. Mauersteine aus Sandstein erhalten Sie im Baumarkt oder im Steinbruch gesägt mit relativ glatten Kanten oder grob behauen („spaltrau“). Wenn Ihnen ganze Sandsteine zu teuer sind, können Sie auch einfache Betonwände mit dünn geschnittenen Sandsteinscheiben verkleiden. Aber Achtung: Bei Kalksandstein handelt es sich um ein völlig anderes Material: Diese Steine, auch Kalksandziegel oder Sandsteinziegel genannt, werden künstlich aus Sand und Branntkalk hergestellt. Kalksandstein wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland für viele Bauwerke verwendet.

 

 

Gartenmauer aus Granit

Granit ist ein sehr bekanntes, edles und vor allem extrem hartes und haltbares Gestein. Zum Bau einer robusten Gartenmauer „für die Ewigkeit“ ist Granit perfekt geeignet und gleichzeitig bringt es einen klassisch-eleganten Look in Ihren Garten. Der je nach Region graue, rötliche oder rotbraune Granit ist frost- und witterungsbeständig, abriebfest und unempfindlich, sogar gegen Tausalze. Manchmal sind kleine Eisenpartikel im Gestein eingeschlossen, die für Farbtupfer im Granit sorgen. Anders als andere Natursteine, die im Laufe der Zeit nachdunkeln, nimmt Granit kein Wasser auf und behält sein Aussehen über Jahrzehnte. Das macht ihn auch als Material für Grabsteine sehr beliebt. Auf der anderen Seite macht diese Härte den Stein auch schwierig in der Bearbeitung. Granit wird entweder in Form gesägt oder – mit einer raueren Oberfläche – gespalten angeboten. Sie können mit Granitsteinen nahezu jedes Mauerprojekt angehen, der Stein ist enorm belastbar und wirkt dabei trotzdem elegant. Das schlägt sich aber natürlich im Preis nieder.

 

Weitere beliebte Natursteinarten für Gartenmauern

Neben den bekanntesten Materialien Sandstein und Granit werden für Gartenmauern auch gern Mauersteine aus dem günstigeren Kalkstein verwendet. Die Bandbreite ist hier sehr groß, zum Beispiel gibt es den hellen Jurakalk oder den dunkleren Dolomit mit weißlichen Schlieren. Allen Kalkstein-Sorten gemeinsam ist ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, weshalb man ihn nicht nur für Mauern und Gebäude, sondern oft auch für Grabsteine verwendet. Auch beliebt und in vielen Regionen weit verbreitet sind der grau-bunte, oft leicht schimmernde Gneis oder der dunkelgraue, leicht glänzende Schiefer, dessen flache Steine Sie gut in Trockenbauweise zu Mauern aufschichten können. Exotischere Gesteinsarten sind zum Beispiel der rot leuchtende Porphyr, der schwammartige rote Tuffstein aus Italien mit seinen vielen Lufteinschlüssen oder der dunkelgraue, von weißen Streifen durchzogene Alpenstein bzw. Alpenkalk, den wir als riesige Bruchsteine von alpinen Wanderungen kennen. Für das Auffüllen von Gabionen können Sie auch die bunt gefärbten, vom Fluss rund gewaschenen Moränensteine verwenden, die Rheinkies oder Donaukies heißen. Am oberen Ende der Preisskala stehen der weiß leuchtende Alabaster und edler Marmor.

 

Gartenmauer aus Naturstein

Naturstein gehört zu den beliebtesten Materialien für Gartenmauern.

 

Gartenmauer aus Backstein, Ziegelstein oder Klinker

Der Backstein-Look weckt bei vielen Menschen unwillkürlich Heimatgefühle, da Backstein ein bevorzugtes Baumaterial in vielen Regionen Deutschlands ist. Die roten, gelben oder braunen Backsteine, die auch Ziegelsteine oder Mauerziegel genannt werden, nutzt der Mensch schon seit Jahrtausenden zum Bau. Pyramiden und Grabmonumente im Alten Ägypten, die Chinesische Mauer oder die Hagia Sophia in Istanbul – sie alle bestehen aus Backsteinen. Vor allem in Norddeutschland und England wurden ab dem Mittelalter viele Kirchen und Rathäuser aus diesem Material gebaut. Mit einer Gartenmauer aus Backstein setzen Sie diese schöne Tradition fort. Die aus Ton oder Lehm gefertigten, dann getrockneten und gebrannten Steine werden heutzutage industriell gefertigt und sind ein günstiges und gleichzeitig schönes Baumaterial. Achten Sie beim Kauf aber unbedingt darauf, dass Sie Ziegel für den Außenbereich erwerben! Backsteine oder Ziegelsteine werden auf der ganzen Welt angefertigt und haben daher sehr verschiedene Namen. Klinker sind zum Beispiel ebenfalls Backsteine, bestehen aber aus „blauem“ Ton mit höherem Silikatgehalt und werden bei höheren Temperaturen gebrannt, was sie härter und gleichzeitig frost- und wasserbeständiger macht. Anders als normale Ziegelsteine können Klinker deshalb auch unverputzt vermauert werden. Größere Ziegelsteine aus einfach gebranntem Ton, die vor allem dekorativ verwendet werden, nennt man Terrakotta. Eine Gartenmauer aus Ziegeln muss unbedingt nach oben mit einer Mauerkrone abgedeckt sein, damit sie vor eindringendem Wasser geschützt ist. Auch das Verputzen empfiehlt sich, wenn Sie Ihre Mauer längere Zeit nutzen wollen. Ein Tipp: Alte Ziegelsteine aus anderen Projekten können Sie „recyceln“ und zum Beispiel eine Ruinenmauer daraus bauen – ein echter Hingucker für romantische Gärten!

 

 

Gartenmauer aus Beton

Wesentlich preiswerter und flexibler, aber immer noch aufwendig und durchaus besser einem geübten Handwerker zu übertragen ist der Bau einer Gartenmauer aus Beton. Betonwände umgeben uns überall und machen auch im Garten eine gute Figur, wenn sie klug geplant und schön verarbeitet sind. Ihr Vorteil ist die Flexibilität, mit der sie sich an jede Umgebung anpassen – auch schmalere, halbrunde, mit Torbögen versehene oder sonstwie unregelmäßig geformte Mauern sind mit Beton kein Problem. Dazu kommt der wesentlich bequemere Transport der Materialien; das macht eine Betonmauer ungleich billiger als eine Mauer aus Naturstein. Sie können Ihre Gartenmauer aus vorgefertigten Betonsteinen aufschichten oder in einer Schalung am Stück gießen. Den natürlichen Look von Gestein können Sie mit Betonwänden trotzdem haben – bringen Sie einfach an der Außenseite eine Verblendung aus Naturstein, Fliesen oder Holzpaneelen an. Alternativ genügt eine dünne Schicht Putz oder Strukturspachtel, die Sie danach in der Farbe Ihrer Wahl streichen können. Wollen Sie den rohen, coolen Beton-Look bewusst sichtbar machen, gießen Sie Ihre Gartenmauer aus glattem, feinporigem Sichtbeton – oder besser gesagt, lassen Sie das von einem professionellen Handwerker erledigen, da hier besonders hohe Ansprüche an die Verschalung gestellt werden. Gartenmauern aus Sichtbeton eignen sich vor allem für moderne Gärten, eventuell auch für fernöstlich inspirierte Zen-Gärten oder Teegärten; je nachdem, welche Struktur die gewählte Verschalung der Außenseite Ihrer Mauer geben soll.

 

Gartenmauer aus Schalungssteinen, Hohlsteinen oder Hohlblocksteinen

Für moderne Gärten sind offen liegende Natursteine häufig gar nicht erwünscht, sie würden dort den geradlinigen, kühlen Stil konterkarieren oder davon ablenken. Ganz abgesehen von der optischen Wirkung sind die verwendeten Steine für eine Gartenmauer auch eine Kostenfrage – und eine Frage der Zeit, die man aufwenden möchte. Anstatt aus dem Bau einer Mauer ein Jahresprojekt zu machen, kann man sie auch relativ schnell und kostengünstig aus leichten Hohlblocksteinen aufschichten. Noch einfacher – wenn man über die handwerklichen Grundkenntnisse und die notwendigen Arbeitsgeräte verfügt – ist das Errichten von Betonwänden aus Schalungssteinen, die Sie nicht einmal mit Mörtel verbinden müssen und nach dem Aufschichten mit Beton ausgießen. Hierfür müssen Sie nicht einmal ein Streifenfundament ausheben, was Gartenmauern aus Schalungssteinen zum Blitzprojekt macht. Etwas kniffliger wird es, wenn es an das Verputzen der Betonwände aus Schalungssteinen oder Hohlsteinen geht. Eine wirklich glatte Putzschicht schaffen nur Profis, denn schon kleinere Fehler führen dazu, dass der Putz bald schadhaft wird, abplatzt und die Mauer nicht mehr vor Witterungseinflüssen schützen kann.

 

Gartenmauer aus Schlasteinen

Gartenmauern aus Schalungssteinen sind – aufgrund des relativ einfachen Aufbaus – sehr beliebt. © Halfpoint – Shutterstock.com

 

Günstige Gartenmauer aus Porenbeton oder Ytong

Ytong-Steine sind besonders leichte Betonsteine mit vielen eingeschlossenen Luftbläschen, die früher Porenbeton oder Gasbeton genannt wurden. Heute werden sie unter dem Markennamen Ytong von der Firma Xella hergestellt und vermarktet. Dieser fast weiße Stein aus feinstem Sand, der strenggenommen gar kein Beton mehr ist, lässt sich wegen seines geringen Gewichts hervorragend im Freizeitbereich verarbeiten und ist in vielen verschiedenen Abmessungen erhältlich. Ytong-Steine sind bequem und kostengünstig anzutransportieren und lassen sich auch von Laien verbauen. Allerdings kann man aus Ytong keine stabile, belastbare Gartenmauer bauen. Die porösen Steine speichern wenig Wärme, bieten kaum Schallschutz und sind auch nicht sehr tragfähig. Der größte Nachteil an Ytong aber ist, dass er sehr schnell Feuchtigkeit aufnimmt. Sie müssen Porenbetonwände aus Ytong also unbedingt zusätzlich verkleiden und können generell nicht mit einer langen Lebensdauer rechnen. Fachleute raten von einer Gartenmauer aus Ytong daher ab.

 

GARTENMAUER VERKLEIDEN

Womit kann man eine Gartenmauer verkleiden?

Die Steine in einer Natursteinmauer sind oft so schön, dass man hier mit Sichtmauerwerk arbeitet – das heißt, die Steine in der Mauer sind von mindestens einer Außenseite zu sehen. Häufig sind Gartenmauern aber mit verschiedenen Materialien und Methoden verkleidet. Das hat nicht immer den Zweck, hässliche Baumaterialien wie Beton oder Schalsteine zu verdecken. Auch Natursteine oder Ziegelsteine halten den Unbilden von UV-Strahlung, Frost und Regen nicht unbegrenzt stand. Außenmauern durch eine zusätzliche Verkleidung länger haltbar zu machen, ist schon seit Jahrtausenden weltweit eine gängige Praxis. Anstelle von Putz, der in einer einheitlichen Schicht aufgetragen wird und (im Idealfall) eine schöne glatte Oberfläche ergibt, existieren noch zahlreiche andere Methoden, mit denen Sie Ihre Gartenmauer verkleiden können, ohne dafür zu Traufel und Reibebrett greifen zu müssen – und ohne sich nachher über die Folgen unsauberer Arbeit ärgern zu müssen. Wichtig bei jeder Art von Mauerverkleidung: Bringen Sie sie nur an einer komplett trockenen und sauberen Mauer an!

 

Gartenmauer in Rot im asiatischen Stil

Das Verkleiden einer Mauer im Garten bringt viele Vorteile – und ist eine Frage des Gartendesigns.

 

Gartenmauer mit Kunststoff verkleiden

Plastik hat im Garten keinen guten Ruf, bietet aber unbestreitbare Vorteile und lässt sich entgegen vieler Unkenrufe auch auf ökologisch vertretbare Weise verwenden. Die vielfältigen Vorteile von Kunststoff als Baumaterial im Garten sind nicht von der Hand zu weisen: Er ist billig, robust und flexibel, leicht und gut transportabel, pflegeleicht und schnell zu verarbeiten, da keine zusätzlichen Bearbeitungsschritte wie Versiegeln oder Streichen notwendig sind. Für das schnelle Verkleiden einer Gartenmauer – sei es aus Zeitdruck oder weil Sie im hektischen Alltag keine Lust auf zusätzliche Arbeit haben – eignet sich eine Kunststoffverkleidung für Ihre Gartenmauer perfekt. Das Tolle: Kunststoff lässt sich in den verschiedensten Strukturen und Farben herstellen und mutet zumindest auf den ersten Blick (oft auch noch auf den zweiten) täuschend echt wie Holz, Stein oder Metall an. Oder eben gerade nicht – als knallbunter künstlerischer Blickfang zum Beispiel. Kunststoffpaneele werden einfach vor die Gartenmauer gehängt, miteinander verbunden und mittels einer beiliegenden Unterkonstruktion an der Wand befestigt; da sie nicht fest aufgeklebt werden, bleibt die natürliche Belüftung des Mauerwerks erhalten und es staut sich keine Feuchtigkeit an. Besonders leicht, farbecht und UV-beständig sind PVC, Vinyl oder Glasfaser; ein alternatives Material ist Faserharz aus Zellulose und Zement. Etwas „natürlicher“, aber dadurch auch witterungsanfälliger sind Holzpolymere wie WPC, die zum Großteil aus Holz bestehen. Sieht die Kunststoffverkleidung nach einiger Zeit schmutzig aus, können Sie sie einfach mit Wasser und passenden Putzmitteln reinigen.

 

Gartenmauer mit Holz verkleiden

Eine naturnahe, schöne, aber auch pflegeintensive und teurere Methode, um eine unansehnliche Gartenmauer zu verkleiden, ist Holz. Dieses Material ist erstaunlich robust, witterungsbeständig, resistent gegen Pilzbefall und Fäulnis und sehr langlebig. Natürlich ist Holz nicht gleich Holz – die Paneele sind aus den verschiedensten Holzarten gefertigt, von robusten und edlen Tropenhölzern über hochwertige einheimische Hölzer wie Eiche, Douglasie oder Lärche bis hin zur günstigen Kiefer oder MDF-Platten (die dann unbedingt eine schützende Lasur brauchen). Fast alle Hölzer haben gemeinsam, dass sie im Laufe der Zeit nachdunkeln oder ihre Farbe verändern; das ergibt wiederum genau den natürlichen Look, den man sich im Garten wünscht. Holzverkleidungen werden einfach auf ein Lattengerüst geschraubt, das an der Gartenmauer befestigt ist – entweder als Profilhölzer, die mit Nut- und Federtechnologie bündig abschließen, oder als Rautenleisten mit schmalen Abständen. Ob Sie die Paneele quer oder längs anordnen, ist Geschmackssache, aber auch vom einfallenden Regen abhängig: Regnet es oft direkt auf Ihre Gartenmauer, kann das Wasser von senkrechten Paneelen besser ablaufen, diese trocknen dann schneller. Sehr stark beanspruchte Holzverkleidungen können auch „geschuppt“ angebracht werden, also wie Dachziegel.

Tipp: Wählen Sie für die Verkleidung Ihrer Gartenmauer dasselbe Holz wie für Ihre Holz-Gartenmöbel, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht.

 

Gartenmauer mit Fliesen verkleiden

Eine eher ungewöhnliche Art, eine Gartenmauer zu verkleiden, sind Fliesen. Für diese Wandgestaltung kommen nicht nur ebenmäßige, einfarbige Wandfliesen aus Naturstein in Frage, die aus einer unansehnlichen Gartenmauer bereits einen Eyecatcher machen können. Denken Sie nur an die hübschen blauen Majolika-Fliesen aus Mallorca, die Azulejos aus Portugal oder blumig gemusterte, alte Vintage-Fliesen aus der Jugendstil-Epoche – da werden Urlaubserinnerungen wach! Auch schöne Glasmosaike, Wand-Sonnenuhren oder Fliesen-Bruchstücke wirken auf einer Gartenmauer wunderschön und können sowohl naturnahe als auch moderne Gärten optisch ungemein aufwerten. Der Nachteil: Die Wandgestaltung einer Gartenmauer mit Fliesen ist deutlich aufwendiger und sollte nur von geschickten Heimwerkern oder am besten von professionellen Handwerkern durchgeführt werden. Je nach der Gesteinsart Ihrer Mauer sind mehr oder weniger arbeitsintensive Vorarbeiten nötig, damit die Fliesen dauerhaft halten. An den Rändern darf später kein Wasser eindringen, deshalb müssen die Kanten mit Eckprofilen verkleidet werden. Sorgfältiges Arbeiten ist beim Fliesen das A und O. Über schief angebrachte oder schlecht verfugte Fliesen mitten in Ihrem Blickfeld ärgern Sie sich sonst jahrelang.

 

 

Gartenmauer bepflanzen

Warum nicht der Natur die Verschönerung einer unansehnlichen Gartenmauer überlassen? Anstatt unschöne Betonsteine oder Ziegel aufwendig mit Paneelen oder Steinfliesen zu verkleiden, können Sie diese Arbeit der Pflanzenwelt überlassen. Wild wuchernder Wein, dichte grüne Efeuranken oder zart blühende Clematis sind nur einige Kletterpflanzenarten, die sich liebend gern über große Wandflächen ausbreiten. Sie müssen bei dieser Art der Wandgestaltung nur für geeignete Startbedingungen sorgen: Stellen Sie breite Pflanzkübel an den Fuß Ihrer Gartenmauer, bringen Sie eventuell ein Spalier, ein Holzgerüst oder einen dezenten Maschenzaun als Kletterhilfe an und sorgen Sie für ausreichend Sonnenschein und Wässerung. Der dankbare Efeu schafft es auch im Vollschatten, Mauern binnen kurzer Zeit verschwinden zu lassen. Besonders schnell kletternde Pflanzen sind Feuerbohnen und Glockenreben, diese welken allerdings im Herbst ab. Bei der Wahl der geeigneten Kletterpflanzen sollten Sie auch bedenken, ob Sie Ihre Mauer im Winter wiedersehen wollen oder ob sie dauerhaft verschwinden soll – dann brauchen Sie winterharte Kletterpflanzen wie die Clematis, das Geißblatt oder den Blauregen (Wisteria). Noch ein Tipp: Sie wollen eine etwas exklusivere Art der Wandgestaltung? Dann begrünen Sie Ihre Gartenmauer doch mit einem vertikalen Garten bzw. einer grünen Wand, die sogar in den kleinsten Garten passt und ein unglaublicher Blickfang ist.

 

Gartenmauer aus Naturstein mit Pflanzen bewachsen

Eine Gartenmauer kann bepflanzt werden, manchmal kommen die natürlichen Farbtupfer aber auch ganz von alleine.

 

ABDECKUNGEN FÜR EINE GARTENMAUER

Warum muss man eine Gartenmauer abdecken?

Es ist nahezu egal, aus welchem Material Sie Ihre Gartenmauer errichtet haben – ob Klinker, Natursteine oder Beton, fast jede Steinmauer sollte an ihrer Oberseite eine Abdeckung haben. Das ist nicht nur unerlässlich, um Regenwasser von oben am Eindringen in die Zwischenräume zwischen den Gartenmauersteinen zu hindern. Es sollte auch nicht von oben an der Seite der Mauer hinablaufen. Denn dringt Wasser – egal ob von oben oder von den Seiten – in die Mauer ein, wird sie schon nach kurzer Zeit unansehnlich und schadhaft. Spätestens der erste Frost lässt die Mauer aufplatzen. Eine Mauerkrone zur Abdeckung erfüllt aber noch weitere Zwecke. Ganz abgesehen von der optisch aufgeräumten Wirkung einer sauberen Oberkante empfiehlt sich diese auch, wenn Sie zum Beispiel Pflanztöpfe auf die Mauer stellen oder dort sitzen wollen.

 

Abdeckplatten für eine Gartenmauer

Massive Gartenmauern und Torpfeilerelemente werden in der Regel mit Abdeckplatten vor Regen geschützt. Diese gibt es aus verschiedenen Materialien, die am besten passend zum Material der Mauer gewählt werden sollten. Ob Sie massiven Naturstein oder einfache Betonplatten wählen, ist außerdem eine Preisfrage. Daneben sind Abdeckplatten und Mauerkronen in verschiedenen Formen erhältlich. Auch hier sollten Sie sich am Stil Ihrer Gartenmauer orientieren und eine stilistisch passende Abdeckung wählen. Damit sich weder Regenwasser noch Schmutz auf der Abdeckplatte ansammeln können, gibt es diese Platten oder Kronen häufig in leicht abgeschrägter Form zu kaufen und sie sind meistens etwas breiter als die Mauer selbst, damit das ablaufende Wasser nicht an der Mauer hinabläuft. Achten Sie darauf, dass Sie gewölbte Abdeckungen, zum Beispiel in Satteldachform, sorgfältig ausfüllen müssen – am besten mit einer sogenannten Dichtschlämme. In Hohlräumen unter der Abdeckung kann sich Feuchtigkeit sammeln, das würde den Zweck der Mauerkrone untergraben.

 

Gartenmauer mit Ziegeln abdecken

Nicht nur für Ziegelmauern kommen Abdeckungen aus Ziegeln – genauer genommen: aus Dachziegeln – in Frage. Diese Art des Abschlusses von Mauern kennen wir aus dem Mittelmeerraum, vor allem aus Italien und Spanien. Die rot leuchtenden Dachziegel machen sich gut als Abdeckung für Natursteinmauern und leiten Regenwasser und Schmutz zuverlässig ab. Ein wenig knifflig ist das Verlegen der Dachziegel, weil sie schräg verlaufen müssen und dies bereits beim Bau der oberen Mauerkante berücksichtigt werden muss. Heutzutage können Sie allerdings auch Ziegelabdeckungen als Fertigteile-Sets kaufen, bei denen die Abschrägung quasi mit eingebaut ist. Da gebrannte Ziegel ein recht poröses Material sind, setzen sich im Laufe der Zeit Moose oder Flechten darauf fest; in regelmäßigen Abständen müssen Sie Ihre Ziegelabdeckung also reinigen. Tipp: Mit einer farbigen Glasur setzen Sie überraschende Akzente und verlängern die Lebensdauer Ihrer Mauerabdeckung oder Pfeilerabdeckung aus Ziegeln.

 

Gartenmauer aus Ziegelesteinen

Das Abdecken der Gartenmauer mit Ziegeln bietet sowohl praktische als auch optische Vorteile.

 

Gartenmauer mit Blech abdecken

Metallbleche sind eine günstige, leichte und haltbare Möglichkeit, um eine Mauer nach oben hin wasserfest abzudecken. Natürlich sollte das verwendete Blech dafür rostfrei sein! Am gebräuchlichsten sind verzinktes Stahlblech und Aluminium, aber auch Kupfer oder Messing kommen als hochwertigere Varianten in Frage. Die Abdeckung mit Blech wird auf eine Schicht Dichtschlämme aufgelegt und mit einem Blechkaltkleber auf Bitumenbasis fixiert. Um Rost zu vermeiden, sollte eine Mauerabdeckung immer aus einem ganzen Stück Blech bestehen und keine Fugen besitzen, an denen sie sich verziehen kann. Insgesamt ist die Variante der Mauerabdeckung mit Blech die preiswerteste. Allerdings hat Blech den gewichtigen Nachteil, dass es „klingt“ – jeder auftreffende Regentropfen erzeugt ein deutliches Geräusch, was auf die Dauer unglaublich nerven kann. Sitzen Sie also auch bei Regen in der Nähe Ihrer Gartenmauer – etwa in der Küche –, dann überlegen Sie es sich gut, ob Sie zum günstigen Blech als Abdeckplatte greifen.

 

GARTENMAUER IN VERSCHIEDENEN FARBEN GESTALTEN

Wie kann eine Gartenmauer farblich gestaltet werden?

Die Farbe einer Gartenmauer ist ganz entscheidend dafür, wie sie sich in Ihren Garten einfügen wird. Haben Sie sich für eine Gartenmauer aus Naturstein oder Klinkern entschieden, ist das Farbspektrum – egal ob Sandgelb, Terrakottabraun oder Steingrau – ein sehr naturnahes und passt sich nahtlos in Ihren Garten ein. Mit einer unverputzten roten Ziegelwand setzen Sie einen farblich gewagteren Akzent, der aber immer noch natürlich anmutet. Eine verputzte Betonwand können Sie prinzipiell in jeder Farbe des Regenbogens streichen und wenn Sie zu einer Kunststoffverkleidung greifen, wird die Auswahl an strahlenden Farben oder ungewöhnlichen Strukturen für die Wandgestaltung noch größer. Seien Sie aber mit intensiv bunten Farben vorsichtig – je größer die Fläche Ihrer Mauer ist, desto mehr Einfluss hat ihre Farbe auf die gesamte Struktur des Gartens. Einige Farben wirken bei Sonnenschein so grell, dass es geradezu unangenehm wird, draufzuschauen. Dasselbe gilt natürlich auch für weiß verputzte Mauern: Sie können so stark strahlen, dass sie blenden. Auch hier ein Tipp: Bildet Ihre Gartenmauer eine große farbige Fläche, können Sie diese mit Kletterpflanzen, einzelnen Holzpaneelen, Wandleuchten oder einer Reihe von Steinfliesen „auflockern“, um ihre Wirkung etwas abzuschwächen.

 

Gartenmauer in Grau

Eine graue Gartenmauer ist der Normalfall in unseren Breiten, sofern Sie als Baumaterial Beton gewählt haben und/oder Ihre Mauer mit einer Schicht Putz versiegelt ist. Grau ist zwar an sich eine schöne neutrale Farbe, mit der man prinzipiell nichts falsch machen kann. Im Garten, wo wir natürliche, lebendige Farben sehen wollen, wirkt flächiges, einheitliches Grau allerdings schnell trist und langweilig – je mehr, desto schlimmer. Eine große schmutzig-graue Wand kann die besten Bemühungen der Gartengestaltung zunichtemachen, weil sie den anderen Farben ihre Lebendigkeit nimmt. Nutzen Sie gern das edle Grau von Natursteinen wie Anthrazit oder Dolomitkalk als dezenten Farbtupfer oder Kontrast für sattgrüne Rasenflächen oder Bambushecken. Vermeiden Sie aber unter allen Umständen das schmutzige Grau von Beton – Sie haben zahlreiche Möglichkeiten, diese unansehnliche Farbe in Ihrem Garten zu verstecken.

 

Gartenmauer in Weiß

Eine weiß verputzte Gartenmauer wirkt zweifellos klassisch, neutral und kann sogar – je nach Ausführung der Mauer – richtig edel aussehen. Weiße Mauern erinnern uns an Urlaube in Griechenland und Südspanien und strahlen im Sommer mit der Sonne um die Wette. Berankt von knallpink blühenden Bougainvilleen und Rhododendren, blauen Prunkwinden oder den sanften violetten Hängeblüten der Wisteria, machen weiße Gartenmauern aus Ihrem Kleinstadtgarten eine wahre Sommeroase, aus der Sie gar nicht mehr weg wollen. Rein weiße Gartenmauern passen nicht nur hervorragend in schlichte, moderne Gärten, sondern eignen sich auch gut als beruhigender Kontrapunkt für den eher unaufgeräumten romantischen Garten. Zum Landhausgarten und zum englischen Garten im Cottage-Stil passen weiße Mauern und Mäuerchen ebenfalls perfekt. Einen kleinen Nachteil haben weiße Gartenmauern allerdings: Sie müssen wirklich rein weiß sein, um schön auszusehen. Eine schmutzigweiße, vermooste oder ergraute Gartenmauer ist sehr schnell unansehnlich und sollte baldmöglichst gereinigt oder neu geweißt werden.

 

Sichtschutz aus Glas in Weiß

Eine Gartenmauer in Weiß fügt sich hervorragend in die verschiedensten Gartenstile ein. © goldbany – Stock.adobe.com

 

Gartenmauer in Braun

Braun ist an und für sich eine natürliche und edle Farbe, die sich gut in das Farbspektrum eines Gartens integriert – allerdings am besten in Form von strukturiertem Holz, allenfalls auch als verrostetes Metall oder Patina, wie wir es von gusseisernen Figuren und Skulpturen und künstlich gealtertem Cortenstahl kennen. Auch viele Natursteinsorten sehen mehr oder weniger braun aus, wobei sie meistens eher ins Rötliche oder ins Gräuliche changieren. In diesen natürlichen Kontexten wirkt die Farbe Braun unaufgeregt, warm und freundlich. Wenn Sie einen naturnahen Wildgarten oder einen Bauerngarten anlegen wollen, passen Gartenmauern aus braunen Natursteinen oder aus schön gemasertem Holz perfekt dazu – ersatzweise können Sie auch eine verputzte Beton- oder Ziegelmauer mit Paneelen aus Holz verkleiden. Auch ein mediterranes Feeling erzeugen Sie mit ockerbraunen Natursteinen oder Terrakotta-Ziegeln im Handumdrehen. Was Sie vermeiden sollten, sind einfarbig braun verputzte Gartenmauern; solche Farbflächen wirken im Garten je nach Lichteinfall schnell trist und schmutzig.

 

GARTENMAUER IN VERSCHIEDENEN GARTENSTILEN

Zu welchen Gartenstilen passt eine Gartenmauer besonders gut?

Es gibt viele verschiedene Stile, in denen Sie Ihren Garten anlegen und gestalten können – wählen Sie je nach Ihrem Geschmack, aber vergessen Sie dabei auch nicht die natürlichen Begrenzungen, die Ihnen die Lage und Größe Ihres Gartens vorgeben und den Arbeitsaufwand, den einige Gartenstile verlangen. Ein reich blühender, verwilderter Landhausgarten erfordert mehr Obacht und Pflege, als es den Anschein macht; und bevor Sie einen modernen englischen Garten oder einen eleganten Feng Shui Garten genießen können, steht ein ganzer Berg von Arbeit und eine beachtliche finanzielle Investition vor Ihnen. Gartenmauern können je nach ihrer Länge und Höhe, aber vor allem abhängig vom gewählten Baumaterial, schnell mehrere tausend Euro kosten und zu jahresfüllenden Bauprojekten werden. Planen Sie Ihren Garten daher mit Bedacht und wägen Sie genau zwischen Wunsch und Wirklichkeit ab. Lieber eine hübsche kleine Mauer, die Sie schnell fertiggestellt haben, als ein ambitioniertes Projekt, das Ihren Garten über Monate und Jahre in eine Baustelle verwandelt.

 

Mediterrane Gartenmauer

In mediterranen Gärten erfüllen Gartenmauern mehrere Funktionen: Sie spenden Schatten und nehmen die Hitze des Tages auf, um sie an den kühleren Abenden wieder abzugeben. Neben dieser klimatisch ausgleichenden Funktion beruhigen mediterrane Gartenmauern das Auge mit ihrem schönen orangefarbenen Erdton, der auch ins hellere Beige oder in ein warmes Ocker changieren kann. Haben Sie für Ihren mediterranen Garten eine Trockenbau-Mauer gebaut, umso besser für die Natur in Ihrem Garten – dann können in den Ritzen Eidechsen wohnen, die tagsüber die Sonne auf den Gartenmauersteinen genießen. Fest gemörtelte Mauern können Sie mit Nischen für Blumentöpfe, eingelassene Fensteröffnungen oder sogar einem Grillofen versehen. Aber auch mit einer preiswerteren Betonmauer können Sie sich das Mittelmeer-Feeling in den Garten holen, wenn Sie eine entsprechende Verkleidung der Mauer aus Naturstein oder Terrakotta-Fliesen anbringen. Mitunter genügen auch ein neuer Anstrich in der passenden Farbe und eine neue Mauerabdeckung im entsprechenden Look. Es gibt auch fertige Mauersysteme im mediterranen Stil. Setzen Sie intensiv blühende Kletterpflanzen wie Bougainvilleen oder Oleander neben Ihre Gartenmauer, um für farbige Kontraste zu sorgen, und vergessen Sie die Sangria nicht!

 

 

Ruinenmauer im Garten

Ein besonderer Blickfang ist eine Ruinenmauer im Garten, die in aller Regel nicht schon seit Jahrhunderten dort steht, sondern künstlich errichtet wird. Auch hierfür können Sie auf Bau-Sets aus Fertigteilen zurückgreifen, die Sie in vielen verschiedenen Stilen und Größen im Fachhandel bekommen. Günstiger und vielleicht auch spaßiger für Sie wird es, wenn Sie zum Beispiel aus den Steinen einer alten Ziegelmauer oder aus passenden Feldsteinen eine künstliche Ruinenmauer aufschichten. Achten Sie dabei darauf, dass die Mauer zwar ruhig uneben und lückenhaft aussehen soll, trotzdem aber eine solide Statik und ein Fundament braucht, um nicht allzu bald wie eine echte Ruine einzustürzen. Ruinenmauern werden gern von Kletterpflanzen berankt, daher sollten Sie schon beim Bau behutsam für Gelegenheiten sorgen, an denen sich die Ranken festhalten können. Bauen Sie kleine Vorsprünge und Nischen, geheimnisvolle Ruinentüren und Fensterhöhlen ein. Darüber freut sich auch die heimische Tierwelt! Der Ruinenmauer-Look wird perfektioniert durch antike Statuen, Amphoren oder Vasen, die Sie als dekorative Ergänzungen an und auf der Ruinenmauer verteilen können.

 

 

Moderne Gartenmauer

Ein moderner Garten ist gekennzeichnet durch geradlinige Formen, geometrisch klare Linien und eher wenige Pflanzen, die oft minimalistisch und formal angeordnet werden und nicht wild wuchern dürfen. Eine dazu passende Gartenmauer sollte diese formale Strenge unterstreichen und umrahmen. Wählen Sie statt einer Trockenbau-Mauer aus Natursteinen lieber eine gegossene Betonmauer, möglicherweise sogar aus Sichtbeton oder klassisch weiß verputzt. Auch edles Holz, etwa in Form einer Verkleidung mit Paneelen, lässt sich gekonnt als Akzent einsetzen und kehrt vielleicht als Bodenbelag der Terrasse wieder. Mauern mit Kunststoff-Verkleidungen, vielleicht sogar in ungewöhnlich grellen Farben oder mit auffallender Struktur, lassen sich ebenfalls im modern-klassischen Garten einsetzen, wenn der Rest dazu passt. Soll es etwas edler sein, können Sie auch zu Granit greifen und eine Mauer aus gesägten oder polierten Natursteinen bauen, die sehr hochwertig wirkt.

 

 

 

Gartenmauer im rustikalen Stil

Im rustikalen Garten darf die Gartenmauer ruhig zeigen, woraus sie besteht. Abnutzung und Verwitterung gehören dazu und dürfen gern zu sehen sein; eine Mauer aus unverputzten Natursteinen passt ebenso gut zu diesem Gartenstil wie schlichte Betonwände mit einer schön gemaserten Holzverkleidung. Wählen Sie statt formalem Granit eher grob behauenen Kalkstein oder Sandstein; und statt die Gartenmauersteine in ordentlichen Reihen aufeinander zu schichten, versuchen Sie sich doch mal an einer Zyklopenwand, bei der unregelmäßig geformte Feldsteine zusammengepuzzelt werden. Zum rustikalen Stil kann aber auch sehr gut eine Gartenmauer aus gebrannten Backsteinen passen. Der rustikale Garten legt einerseits Wert auf natürliche Materialien, andererseits aber auch auf Gemütlichkeit und hochwertige Materialien. Investieren Sie also in Massivholzmöbel, große Gartentische und schön gefärbte Natursteine, idealerweise in eher dunklen, gedeckten Farbtönen. Den Kontrapunkt setzen im rustikalen Garten bunt blühende Blumenkästen und Beete voller Malven, Geranien, Sonnenblumen oder Lavendel.

 

 

Vintage, antike oder alte Gartenmauer

Das Zeitalter der Antike liegt tausende Jahre zurück; antike Gegenstände sind mindestens 100 Jahre alt. Mit „vintage“ bezeichnet man Dinge, die nicht ganz so alt sind, aber hochwertig und bis heute gut erhalten – im Gegensatz zum billigeren Retro-Look, der nur den Look von früher nachahmt. Für eine Vintage-Gartenmauer können Sie also Stilideen aus mehreren Epochen von Jugendstil bis 1980er-Jahre-Schick übernehmen; damit sie richtig originalgetreu aussieht, müssen Sie aber echte Materialien verwenden. Das ist nicht so schwierig, wie es sich anhört: Schön sieht zum Beispiel eine einfache Betonmauer aus, die mit Jugendstil-Fliesen voller floraler Muster und einer Mauerkrone aus messingfarbenem Metall verkleidet wurde. Oder Sie versuchen sich an einer Ziegelmauer aus alten Backsteinen, in die Sie einen alten Fensterrahmen aus Gusseisen oder rostigem Stahl einbauen. Der antike Look rührt vor allem aus den unbehauenen Kanten der verarbeiteten Natursteine, die möglichst hell sein sollten und ein wenig regelmäßiger verbaut werden als bei einer Ruinenmauer. Für das altertümliche Aussehen wählen Sie am besten alte Ziegelsteine oder Pflastersteine, Kalksteine oder auch Keramikscherben. Für alte, antik wirkende Vasen und Krüge schauen Sie sich am besten auf Trödelmärkten um. Wichtig: Auch antik oder alt aussehende Gartenmauern brauchen ein solides Fundament und eine funktionierende Mauerkrone, die sie vor Regen schützt – denn sie sollen ja trotzdem ein paar Jahre halten!

 

Gartenmauer als Ruine im Vintage-Garten

Eine Gartenmauer als Ruine eignet sich gut für einen Garten im Vintage-Stil.

 

GARTENMAUER MIT ANDEREN ELEMENTEN KOMBINIEREN

Mit welchen Elementen kann eine Gartenmauer kombiniert werden?

Eine Gartenmauer steht natürlich nicht allein in Ihrem Garten – sie wirkt immer im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung. Um die gewünschte optische Wirkung Ihrer Gartenmauer zu verstärken (oder vielleicht auch ein wenig abzumildern), können und sollten Sie weitere Elemente Ihres Gartens einplanen, die mit der Gartenmauer kombiniert werden. Das Spektrum reicht hier von größeren Objekten wie Gartenteichen, Hochbeeten und Terrassen über Sitzecken, Hollywoodschaukeln und Gartenbrunnen bis hin zu unauffälligen, aber entscheidenden Accessoires für das i-Tüpfelchen – Blumentöpfe, Vasen und schöne Gießkannen, schön blühende Kletterpflanzen oder kleine Statuen und Deko-Objekte wie Sonnenuhren. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Anregungen geben, wie Sie Ihre Gartenmauer mit weiteren Elementen kombinieren können, um eine alte oder unansehnliche Gartenmauer aufzupeppen oder andersherum mit Hilfe einer Gartenmauer weitere Blickfang-Ideen für Ihre grüne Oase zu gestalten.

 

Gartenmauer mit Sitzecke oder Sitzplatz

Eine gemütliche Sitzecke oder ein sonnenbeschienener Sitzplatz ist das Zentrum des Zusammenlebens in einem Garten. Hier trifft man sich mit der Familie oder mit Freunden zum Essen und Feiern, sitzt abends oder beim Frühstück beisammen oder liest in aller Ruhe nach Feierabend ein Buch (über Gartenpflege). Eine Gartenmauer eignet sich hervorragend als Begleitung oder Umrahmung Ihrer Gartenmöbel oder Sonnenliegen, denn sie kann hier viele nützliche Funktionen erfüllen: Sie schützt vor Wind, neugierigen Blicken und schräg stehender Sonne und bietet eine Möglichkeit, ein Sonnenschutzsystem zu installieren – sei es, um die Ecke eines Sonnensegels zu fixieren oder eine ganze Markise zu halten. Clever angelegte Sitzecken nutzen die angrenzende Gartenmauer als zusätzliche Sitzfläche, etwa für eine eingearbeitete Sitzbank oder eine niedriger ausgeführte Mauerkrone. Man kann auch Nischen in die Gartenmauer einbauen, um dort Laternen für den Abend zu platzieren oder gleich einen ganzen Grillofen in die Mauer setzen. Auch wenn Sie Ihre Sitzecke mitten im Garten haben – eine niedrige Gartenmauer kann Ihnen hier trotzdem gute Dienste leisten.

 

Gartenmauer mit Zaun

Eine Mauer bietet Sichtschutz und Privatsphäre, kann aber dadurch auch recht wuchtig und abweisend wirken. Kleine Gärten, die ohnehin nicht viel Sonnenlicht bekommen, werden von einer massiven Gartenmauer schnell erdrückt. Hier bietet sich die Kombination aus Gartenmauer mit Zaun an. Ein lichtdurchlässiger, leichter wirkender Sichtschutz-Zaun unterbricht dann in Abständen die feste Mauer und lässt den gesamten Garten größer und offener wirken. Ganz nebenbei sparen Sie damit eine ganze Menge an Baumaterial und Aufwand, denn ein Zaun ist wesentlich schneller und einfacher errichtet als eine Steinmauer. Eine gute Kombinationsmöglichkeit von Mauer mit Zaun ist dunkles Schmiedeeisen, das sich an das Aussehen von Naturstein oder Ziegeln anpasst. Auch dunkel lasierte Lattenroste aus Holz oder Metall sind verbreitet, um Mauern aufzulockern. Sehr elegant ist auch das Zusammenspiel aus weißem (verputztem) Beton und schwarz lackiertem Stahl. Wenn es eher natürlicher wirken soll, können Sie eine feste Mauer auch mit Bambusstäben oder Holz verkleiden – ein sogenannter Sichtschutz auf Mauer. Anstatt die Bauelemente nebeneinander abzuwechseln, können Sie natürlich auch oben und unten kombinieren. Bewährt ist zum Beispiel das Erhöhen einer unschönen oder zumindest massiven Betonmauer mit einem Aufsatz aus Holz, Schmiedeeisen oder – ganz modern – Milchglas.

 

Sichtschutz aus Gabionen und Holzbrettern

Zaunelemente aus Holz brechen die massive Gartenmauer und schaffen so optisch mehr Raum. © Brilliant Eye – Stock-adobe.com

 

Gartenmauer mit einem Wasserfall

Sie wollen einen wirklich ungewöhnlichen Blickfang in Ihrem Garten installieren? Vergessen Sie Gartenteiche und Zierbrunnen, auch ein künstlicher Bachlauf ist heutzutage nichts Besonderes mehr. Ein Wasserfall hingegen zieht garantiert Blicke auf sich. Weil die wenigsten Gärten einen passenden Steilhang auf dem Gelände bieten können, eignet sich als Basis für das nötige Gefälle eine Gartenmauer. Allzu schwierig ist es nicht, einen Wasserfall im Garten selber zu bauen: Sie brauchen ein kleines Becken, in das Sie eine Pumpe einbauen, und einen Stromanschluss. Durch einen Schlauch wird das Wasser aus dem Becken hinaufgepumpt und kann über eine breitere oder schmalere flache oder u-förmige Leiste oder auch über mehrere flache Steine wieder hinab ins Becken fallen. Ein Wasserfall passt selbst in einen kleinen Garten und sorgt gleichzeitig für Energie und Entspannung. Am einfachsten lässt sich ein frei fallender Wasserfall mit einer Gartenmauer realisieren – er muss nicht höher als 50 Zentimeter sein, um seine Wirkung zu entfalten.

 

 

Gartenmauer mit einer Treppe

Dient Ihre Gartenmauer als Stützmauer für einen Hang, können Sie sie auf zahlreiche kreative Arten mit einer Treppe kombinieren. Je steiler der Hang sich neigt, desto wichtiger ist es, für eine bequeme Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen zu sorgen, die Ihre Gartenmauer trennt bzw. erschafft. Solche Verbindungslinien über mehrere Höhenlagen wirken außerdem optisch sehr schön strukturierend. Dafür ist natürlich ein wenig mehr Planung erforderlich und um Erdarbeiten werden Sie nicht herumkommen. Die einfachste Variante, die man von Wanderpfaden kennt und die für einen Naturgarten genügt, ist die Knüppeltreppe – hier werden Planken aus flachen Steinen oder Holzbohlen senkrecht in die Erde getrieben und die aus ihnen gebildeten Treppenabsätze mit Schotter oder Kies aufgefüllt. Soll Ihre Treppe einen Höhenunterschied von mehr als einem Meter überwinden, bitten Sie am besten eine Fachkraft um Unterstützung beim Ausheben und Gießen des Fundaments und das Anlegen der Tritt- und Setzstufen. Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen, vor allem wenn Sie hochwertige, massive Natursteine für die Treppenstufen verwenden. Alternativ können Sie auch alle denkbaren anderen Materialien nutzen, von Betonquadern über Ziegel bis hin zu edlen Schieferplatten. Achten Sie aber bei der Materialauswahl für die Treppenstufen darauf, dass es leicht strukturiert ist. Bei Regen, nassem Laub oder leichtem Frost (dafür genügt schon ein Hauch von Raureif an einem herbstlichen Morgen) landen Sie sonst schnell auf dem Po. Regenwasserpfützen, die sich auf den Treppenstufen sammeln, beschädigen auch den Stein.

 

Gartenmauer mit einer Treppe

Verfügt Ihr Garten über ein Gefälle, so können Sie Ihre Gartenmauer mit einer Treppe kombinieren.

 

Gartenmauer mit einer Tür

Da eine Gartenmauer häufig als Grenze des Gartens nach außen dient, ist das Anlegen einer Türöffnung quasi unabdingbar – Sie wollen Ihren Garten ja irgendwann auch wieder verlassen. Da Sie am Gartentor bzw. Hauseingang Ihre Gäste empfangen, ist dieser Eingang sozusagen die Visitenkarte Ihres Gartens – hier entscheidet sich schon der erste Eindruck. Sie können für einen bombastischen Empfang sorgen oder andersherum eine sehr schlichte Gartentür verbauen, um neugierige Blicke oder gar Langfinger zu vermeiden. Die einfachste Variante, um eine Gartentür oder ein Gartentor in eine Mauer zu integrieren, ist das schlichte Freilassen der entsprechenden Länge der Tür. Diese wird dann so eingepasst, dass ihre Scharniere fest in eine Seite der Mauer eingelassen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite bauen Sie die Torfalle mit dem Türschloss an. Freistehende Gartentüren kommen zusammen mit einem Gerüst, an dem sie bereits befestigt sind; dieses können Sie in einen Zwischenraum Ihrer Mauer im Boden verankern oder es ebenfalls an den Mauerseiten befestigen. Hierfür müssen Sie natürlich bereits beim Anlegen der Mauer wissen, wie breit Ihre Gartentür sein soll. Da Sie eine Gartentür oder ein zweiflügeliges Gartentor im Gegensatz zu Ihrer Gartenmauer sehr wahrscheinlich nicht selbst bauen, sondern fertig kaufen, achten Sie am besten auf die gängigen Standardmaße für Türen und Tore. Einflügelige Türen sind meist 90 oder 100 Zentimeter breit, zweiflügelige Tore gibt es ab 3 Meter Breite. Der Stil Ihrer Gartentür sollte sich natürlich am allgemeinen Stil Ihres Gartens, besonders aber an der Gartenmauer orientieren. Zu Mauern aus Naturstein und Ziegelmauern passt Holz und Metall am besten; diese Materialien sind in zahlreichen verschiedenen Ausführungen verarbeitet, vom naturnahen Zauntor aus unbehandelten Ästen bis zum massiven Edelstahltor. Günstige hüfthohe Gartentüren aus Fichtenholz erhalten Sie im Supermarkt oder im Baumarkt bereits ab 25 Euro, etwa bei Obi, Bauhaus oder Hornbach. Tipp: Ist Ihre Mauer sehr massiv, können Sie sie mit einem schlichten oder sogar blickdurchlässigen Metalltor kombinieren, um einen Kontrapunkt zu setzen.

 

Gartenmauer mit einer Bank

Eine niedrige Gartenmauer, die zum Beispiel ein Hochbeet umrahmt, zwei Gartenbereiche voneinander trennt oder den Hang einer Terrasse stützt, kann gleich mehrere Zwecke erfüllen – das macht sie interessant und verleiht Ihrem Garten einen zusätzlichen Blickfang. Wie wäre es, wenn Sie die Oberkante der Gartenmauer gleichzeitig als Sitzfläche für gelegentliche Ruhepausen oder unerwartete Gäste vorsehen, die keinen Platz an der Kaffeetafel mehr finden? Das ist besonders in sehr kleinen Gärten eine raffinierte Idee, die viel Platz spart. Alternativ können Sie auch die Seite der Mauer als Lehne für eine Bank nutzen und die Sitzfläche direkt davor bauen. Das bietet sich vor allem bei Gartenmauern an, die mit Holz verkleidet wurden; hier lehnt es sich recht bequem. Grobe Natursteine oder kalter Betonputz sind dagegen weniger angenehm am Rücken. Die einfachste Variante, eine Gartenmauer mit einer Bank zu kombinieren, ist die Auswahl einer breiten, glatten Abdeckung, die zum Draufsetzen einlädt, und eventuell ein hübsches Sitzkissen. Diese Gelegenheits-Sitzbank können Sie ausbauen, wenn Sie bemerken, dass sie häufiger genutzt wird; schrauben Sie dafür zum Beispiel einige Holzpaneele in der gewünschten Länge der Bank auf die Oberkante der Mauer, vielleicht sogar mit einer angedeuteten niedrigen Rückenlehne, sodass deutlich ist: Hier kann und soll man sitzen. Eine Gartenmauer, die als Sitzbank dient, muss natürlich massiv und breit genug sein, um auch schwere Menschen zu tragen. Bei selbstgebauten Mauern muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Mauerabdeckung zuverlässig fest verbaut und verklebt ist; Metall kommt hier nicht als Material in Frage.

 

Gartenmauer mit Holzbank

EIne Sitzbank aus Holz setzt vor der Gartenmauer ein optisches Highlight.

 

KOSTEN & PREISE FÜR EINE GARTENMAUER IM ÜBERBLICK

Wie viel kostet eine Gartenmauer durchschnittlich?

Beim Bau einer Gartenmauer haben Sie die Kosten zum großen Teil selbst in der Hand. Je nachdem, welches Material Sie wählen, welche Abmessungen Ihre Gartenmauer haben soll und welche Funktion die Mauer erfüllt, ist die Preisspanne enorm – genauso wie der anfallende Arbeitsaufwand. Geschickte und erfahrene Heimwerker können beim Selberbauen viel sparen, da besonders größere Konstruktionen wie Stützmauern am Hang, Betonverschalungen oder Treppen für Anfänger kaum leistbar sind. Auch das entsprechende Werkzeug – von Mörtelkelle und Spachtel über elektrische Rührstäbe für das Betongemisch bis hin zum Lkw und Bagger für Erdarbeiten und den Antransport der Steine – haben die wenigsten Gartenbesitzer vorrätig und müssen es zumindest kostenpflichtig leihen. Beim Material können Sie auf günstigen Beton und Kunststoffverkleidungen zurückgreifen oder eine Mauer aus alten Ziegeln oder Bruchsteinen selbst bauen. Rankpflanzen helfen Ihnen auf preiswerte Art, eine unansehnliche oder schlichte Mauer aufzuhübschen. Gabionenkörbe, die mit Schotter gefüllt werden oder runde Pflanzringe aus Beton sind ebenfalls günstige Varianten, um Gartenmauer-Projekte zu realisieren. Wollen Sie jedoch eine repräsentative Gartenmauer aus Naturstein bauen, müssen Sie mit Kosten von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro rechnen. Das liegt nicht allein an den Materialkosten, sondern auch am Transport der Gartenmauersteine, für den Sie einen Lkw benötigen. Ein Kostenbeispiel für den Bau einer 8 Meter langen und 1,20 Meter hohen Gartenmauer aus Sandstein, die von Handwerkern errichtet wird:

  • Fundament: 900 Euro
  • Sandsteine: ca. 1.200 Euro
  • Mörtel: ca. 120 Euro
  • Mauerarbeiten: ca. 650 Euro
  • Gesamt: ca. 2870 Euro

Nicht eingerechnet sind hier die Kosten für Werkzeuge, Fugenmasse, den Beton und die Schalungssteine oder eine Holzverschalung für das Streifenfundament und eine passende Mauerabdeckung. Für eine schlichte Gartenmauer aus Betonsteinen können Sie mit Kosten von etwa 40 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ziegel sind mit ca. 30 Euro pro Quadratmeter ebenfalls sehr günstig. Natursteine sind hingegen deutlich preisintensiver. Hier kommen Sie mit Basaltschotter für Gabionen am preiswertesten davon, diese finden Sie schon ab 30 Euro pro Tonne. Während Sandstein ab 60 Euro pro Tonne zu haben ist, bezahlen Sie für Granit bereits ab 150 Euro pro Tonne. Auf den Arbeitslohn für Handwerker zu verzichten und lieber selbst Hand anzulegen, ist nicht unbedingt eine gute Idee. Eine professionell errichtete Mauer ist zwar teurer, hält aber deutlich länger und sieht auch meistens besser aus. Einige Möglichkeiten zum Sparen haben Sie trotzdem: Kaufen Sie Natursteine zum Beispiel am besten direkt im Steinbruch oder schauen Sie sich auf Kleinanzeigen-Portalen nach alten Gartenmauersteinen, gebrauchten Grabsteinen oder Betonsteinen um, die viel günstiger sind und manchmal sogar verschenkt werden.

 

GARTENMAUER SELBER BAUEN & ERRICHTEN

Wie wird eine Gartenmauer gebaut?

Nicht nur aus Kostengründen wollen viele Gartenbesitzer selbst Hand anlegen und eine Gartenmauer selber bauen. Das gute Gefühl, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben, ist schließlich häufig der Grund, warum man überhaupt einen eigenen Garten hat. Nicht selten erwacht der Elan, sich an größeren Projekten zu versuchen, wenn man die ersten Gemüsebeete erfolgreich angelegt hat und auch das Anlegen eines Koi-Teichs oder anderer Elemente gelungen ist. Kleinere Gartenmauern können Sie ohne weiteres Vorwissen oder große Investitionen selber bauen – etwa niedrige Mauern, die als Beeteinfassungen oder Abgrenzung von Wegen dienen. Auch eine einfache Stützmauer aus Pflanzsteinen oder Gabionenkörben sollte selbst für Anfänger kein Problem darstellen. Heutzutage ist es ein Kinderspiel, vor dem Bau einer Gartenmauer im Internet hilfreiche Tipps herauszusuchen. Ratgebervideos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es reichlich. Natürlich können Sie sich auch im Baumarkt zu Ihrem Projektvorhaben beraten lassen. Wir wollen Ihnen in den folgenden Abschnitten die grundlegenden Schritte zeigen, die beim Bau einer Gartenmauer zu erledigen sind.

 

Bau einer Gartenmauer planen

Wenn Sie eine Gartenmauer anlegen wollen, brauchen Sie zuerst einen Plan. Dieser wiederum hängt davon ab, was für eine Art von Gartenmauer Sie bauen wollen und welche Abmessungen diese Mauer haben soll. Sie können dabei auf eine Vielzahl von Bauweisen zurückgreifen, die jeweils unterschiedliche Arten von Material und Zubehör erforderlich machen, sich aber auch nicht automatisch für Ihre Zwecke eignen. Informieren Sie sich daher gründlich, welche Gartenmauer für Sie am sinnvollsten erscheint. Das Internet bietet einen großen Reichtum an Inspirationen zur Gestaltung großer und kleiner Gärten. Lassen Sie sich von den schönen Bildern aber nicht dazu verführen, über Ihre Verhältnisse zu träumen – je schicker und repräsentativer eine Gartenmauer aussieht, desto mehr (professionelle) Arbeit steckt darin und desto mehr wird sie kosten. Sind Sie unsicher, wie Sie Ihre geplante Gartenmauer realisieren können, holen Sie sich am besten fachlichen Rat bei einem Gartengestalter oder einem Statiker. Das ist besonders ratsam, wenn Sie höhere Mauern bauen oder längere Hangabschnitte damit stützen wollen. Ein Blick in die örtlichen Bauvorschriften Ihrer Gemeinde und das Nachbarrecht Ihres Bundeslandes ist ebenfalls anzuraten, bevor Sie hunderte Euro in eine Mauer investieren, die Sie danach wieder abreißen müssen.

 

Gartenmauer ▷ Top-Ideen zum Mauern  Verkleiden & Gestalten

 

Art der Gartenmauer festlegen

Je nach Art der Gartenmauer sind vollkommen unterschiedliche Vorbereitungen und Arbeiten notwendig. Am einfachsten und günstigsten errichten Sie eine freistehende Mauer mit fertigen Mauersystemen aus einfachen Betonsteinen oder Hohlsteinen. Diese im Baumarkt oder bei Fachhändlern erhältlichen Fertigteile-Systeme bieten Ihnen alles, was Sie zum Bau einer Mauer benötigen, auf Wunsch inklusive Abdeckungen und Pfeilerelementen bis hin zur stilvollen Bekrönung. Während die meisten Mauern mit Mörtel fixiert werden, kommen Trockenbau-Mauern ohne Mörtel aus – das spart Kosten und (Profi-)Arbeit, erschafft aber neuen Aufwand, weil Sie hier ausführlich puzzeln müssen, um eine hübsch aussehende, stabile Mauer zu bekommen. Nicht billig, aber preiswert und mit relativ wenig Arbeit errichten Sie niedrige Stützmauern aus Pflanzsteinen oder Gabionen. Aber egal, welche Art von Mauer Sie bauen wollen – um ein Fundament aus Beton oder zumindest Schotter und Kieseln kommen Sie nur in den seltensten Fällen herum.

 

Größe & Form der Gartenmauer

Je niedriger Ihre geplante Gartenmauer werden soll, desto einfacher haben Sie es beim Bauen und desto günstiger wird Ihr Projekt. Hier können Sie also eher auf schönen, aber teuren Naturstein zurückgreifen als für eine mehrere Meter lange, übermannshohe Mauer. Eine kleine Mauer, die weniger als 180 cm hoch ist, hat außerdem den Vorteil, dass Sie höchstwahrscheinlich keine Baugenehmigung dafür einholen müssen. Eine Mauer, die 2 Meter hoch ist, sollte nicht von Anfängern oder Heimwerkern in Eigenregie gebaut werden; hier brauchen Sie unbedingt den Segen eines Statikers, damit Ihr Bauprojekt nicht nach wenigen Jahren Risse bekommt oder umkippt. Spezielle Mauern wie zum Beispiel halbrunde Mauern, Mauern mit Pfeilerelementen oder solche mit gemauerten Torbögen sind herausfordernde Bauprojekte, die gründlich geplant und nur mit fachkundiger Hilfe umgesetzt werden sollten.

 

Einkaufsliste für den Bau einer Gartenmauer

Für den Bau einer Gartenmauer benötigen Sie nicht nur die erforderlichen Materialien, sondern auch eine ganze Reihe von Werkzeugen und Geräten. Zum Teil sind schwere Maschinen nötig, um zum Beispiel den Erdaushub nicht mühsam in tagelanger Arbeit mit Spaten und Schaufel erledigen zu müssen. Machen Sie sich beim Planen Ihrer Gartenmauer eine Liste mit allen Materialien, die Sie brauchen und recherchieren Sie die Preise dafür – das geht am besten online. In den Sortimenten der gängigen Baumärkte wie Hornbach, Hagebau, Bauhaus, Obi und Toom gibt es kaum Preisunterschiede, hin und wieder entdecken Sie dort aber günstige Sonderangebote. Vergleichen können Sie auch mit den Preisen von Fertigsystemen wie Terrano, Trendline von Weserwaben oder Kann. Händler wie Häusler und Diephaus bieten sowohl lose Natursteine, Betonsteine und einzelne Abdeckplatten als auch fertige Mauersysteme an.

 

Einkaufsliste für den Bau einer Gartenmauer

Einkaufsliste für den Bau einer Gartenmauer. © Gartentraum.de

 

Gartenmauer bauen

Nun haben Sie Ihren Plan erstellt, Sie wissen genau, was für eine Art von Mauer Sie bauen möchten und wie Sie dieses Bauprojekt in Ihrer Gartengestaltung umsetzen können. Sie haben – eventuell mit fachlicher Beratung – errechnet, wie viele Steine und wie viel Mörtel Sie für Ihre Gartenmauer benötigen, haben das gesamte Material bestellt und anliefern lassen (oder selbst abgeholt). Alle nötigen Werkzeuge liegen bereit, die Arbeitshandschuhe und Arbeitskleidung inklusive Schutzbrille sind angezogen – die sollten Sie ernsthaft tragen, denn Beton und Mörtel können starke Hautreizungen verursachen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau einer freistehenden Gartenmauer aus Betonsteinen können Sie jetzt loslegen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – wenn dies also Ihre erste Gartenmauer ist, seien Sie geduldig mit sich selbst und treten Sie in regelmäßigen Abständen einen Schritt zurück, um das Aussehen Ihres Werks zu prüfen!

 

Fundament für eine Mauer setzen

Ein solides Fundament ist das A und O einer lange haltbaren Gartenmauer. Wenn Ihre Gartenmauer höher als 50 Zentimeter werden soll, braucht sie eine feste Grundlage, die für Standfestigkeit sorgt und gleichzeitig Regenwasser zuverlässig ableitet. Das Fundament für eine Gartenmauer sollte mindestens 20 Zentimeter breit sein – deutlich breiter, wenn die Mauer über einen Meter hoch werden soll. Ein Streifenfundament anzulegen, folgt immer denselben Schritten: Zuerst stecken Sie den Verlauf der Gartenmauer mit der Richtschnur ab, die Sie zwischen Holzpflöcken in Bodennähe spannen. Graben Sie dann den Boden auf etwa 80 Zentimeter tief auf (wenn dort Rasen liegt, können Sie die Grassoden abstechen und woanders wieder einpflanzen) und verdichten Sie den Grund mit einem Stampffuß (manuell) oder einer Rüttelplatte (maschinell). Ist die Erde sandig und stürzt von den Seiten ein, setzen Sie Holzbretter als Verschalung an die Seiten der Grube. Eine ca. 40 Zentimeter hohe Schicht Kies oder Schotter bildet den Frostschutz im Streifenfundament und wird nun erneut gründlich verdichtet. Legen Sie anschließend die Wasserwaage auf und prüfen Sie, ob alles gerade ist. Jetzt kommt der angemischte Beton bis auf Höhe der Erdoberfläche in das Fundament und wird mit der Schaufel angeklopft. Das fertige Streifenfundament braucht nun mindestens zwei bis drei Wochen Zeit, um komplett zu trocknen und auszuhärten. (Nicht vergessen, etwaige Schalbretter vorher zu entfernen!) In dieser Zeit müssen Sie es unbedingt mit einer wasserfesten Abdeckung vor Regen schützen! Ist der Sommer sehr heiß und trocken, kann das wiederum ebenfalls dem Beton schaden und ihn zu schnell austrocknen, sodass Risse entstehen. Hier müssen Sie alle zwei Tage vorsichtig mit der Gießkanne etwas anfeuchten.

 

Gartenmauer bauen - Anleitung

Gartenmauer bauen – Anleitung. © Gartentraum.de

 

Drainage legen

Bei Gartenmauern an schrägen Hängen, die als Stützmauern dienen sollen, ist eine funktionierende Wasserableitung enorm wichtig. Dringt zu viel Regenwasser in den Hang und damit an die Rückseite der Stützmauer, wird sie unterspült und beschädigt; im schlimmsten Fall setzt sich der gesamte Hang in Bewegung. Haben Sie solches zu befürchten, steht Ihr Garten in einer Senke oder auf sehr lehmigem Boden, der zu Staunässe neigt, oder hat sie eine Höhe von mehr als 1,20 Metern, sollten Sie für zuverlässige Entwässerung sorgen. Dafür müssen Sie unter Umständen ein Drainagerohr verlegen – und zwar schon beim Graben und Füllen des Fundaments. Das Drainagerohr wird direkt in die Kies- oder Schotterschicht unter dem Beton gelegt und führt zu einem Sickerbett oder, wenn das in Ihrer Gemeinde erlaubt ist, zu einem Kanal. Da das Verlegen einer Drainage, wenn es wirklich nötig ist, eine Arbeit für Fachleute ist, sollten Sie diese möglichst zu Rate ziehen.

 

Gartenmauer mörteln oder kleben

Ist das Streifenfundament für die Gartenmauer getrocknet, kann es weitergehen mit dem Bau der Mauer. Rühren Sie zuerst den Mörtel nach den Herstellerangaben an, am besten in einer Wanne, einem Eimer oder im Betonmischer. Und dann geht es „Stein auf Stein“, immer seitlich versetzt im Fugensystem und mit jeweils 3 bis 5 Millimeter Abstand, damit die Mauer stabil steht. An den Seiten setzen Sie Halbsteine an, die Sie entweder fertig kaufen oder mit einem Steinschneider zurechtsägen müssen. Den Mörtel, der an den Seiten herausquillt, streichen Sie mit der Maurerkelle schnell ab, damit keine hässlichen Wülste stehenbleiben. Prüfen Sie zwischendurch immer wieder mit Senklot und Wasserwaage, ob Ihre Mauer gerade steht! Etwas günstiger und schneller geht es, wenn Sie die Steine für Ihre Gartenmauer nicht mörteln, sondern kleben. Solche speziellen Klebstoffe haben in den letzten Jahren immer mehr Verbreitung gefunden, sie machen das Errichten einer Mauer für Laien wesentlich einfacher. Wenn Sie sich für Kleben statt Mörteln entscheiden, müssen Sie allerdings einen zusätzlichen Arbeitsschritt einfügen: Auf das fertig gegossene Fundament wird nach 48 Stunden, wenn sich der Beton gesetzt hat, noch eine Lage Bitumenpappe aufgelegt und aufgeflämmt. Diese dient als zusätzliche Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit, gegen die der Kleber empfindlicher ist als herkömmlicher Mörtel. Ganz ohne Mörtel kommen Sie übrigens auch beim Kleben nicht aus: Die erste Schicht Steine wird trotzdem in ein etwa 3 Zentimeter dickes Bett aus Mörtel gesetzt. Nach 24 Stunden können Sie weitermachen und die Gartenmauersteine mit Kleber weiter aufschichten. Die oberste Steinschicht sollte aus den schönsten Steinen Ihrer Sammlung bestehen – oder Sie legen zum Schluss eine Abdeckplatte auf. Diese muss mit einem extradicken Mörtelbett und ggf. einem Spezialklebstoff angebracht werden.

 

mauerwerk-verfugen

Verfugen Sie Ihre Gartenmauer, um das Gesamtbild abzurunden.

 

Gartenmauer ohne Mörtel

Nicht jede Gartenmauer muss mit Mörtel zusammengehalten werden. Es ist gar nicht so einfach, Mörtel gleichmäßig aufzutragen – ähnlich wie beim Fliesen einer Wand ist hier absolute Genauigkeit gefragt, die sich erst nach etwas Übung einstellt. Sie können sich den Arbeitsschritt der Wandgestaltung komplett sparen, wenn Sie eine Trockenmauer errichten, deren Steine allein durch ihr Gewicht (und unter Umständen etwas dazwischengestreute Erde) an Ort und Stelle gehalten werden. Hier ist zwar trotzdem ein Fundament nötig, aber danach können Sie ohne Verbindungsmittel drauflospuzzeln. Eine weitere Möglichkeit, eine Gartenmauer ohne Mörtel zu bauen, sind Schalungssteine. Diese hohlen Betonsteine werden mit einem Nut- und Federsystem bündig abschließend aufeinandergesteckt. Ihre Stabilität bekommen sie, indem Sie nach und nach von oben Fließbeton in die Hohlräume gießen. Ist dieser ausgehärtet, steht Ihre Mauer wie eine Eins. Soll sie höher als einen Meter werden, können Sie für mehr Stabilität Bewehrungsstäbe aus Metall in die Hohlräume stecken, bevor Sie den Beton einfüllen. Achtung: Schalsteinmauern müssen extra lange trocknen!

 

Gartenmauer verputzen

Wenn Ihre Gartenmauer aus schönen Natursteinen oder Backsteinen besteht, wollen Sie diese ansehnliche Front natürlich gern zeigen. Bei Betonsteinen ist das regelmäßig nicht der Fall; diese werden nach dem Mauern und dem Trocknen des Mörtels fachgerecht verputzt. Auch Ziegelmauern freuen sich über eine schützende Putzschicht, da sie ansonsten schnell verwittern. Außenputz auftragen ist zwar kein Hexenwerk, gelingt aber nicht automatisch jedem Anfänger. Wichtig ist zunächst die richtige Zusammensetzung des Putzes. Da Putz nur auf saugfähigen Steinen gut haftet, müssen Beton- oder Schalungssteine zuerst mit einer Schicht Haftgrund oder einer Haftbrücke versehen werden. Danach kommt der Armierungsmörtel, in den ein Armierungsgewebe eingedrückt wird. Dieses soll die Oberflächenspannung reduzieren und so Rissen im Putz vorbeugen. Den richtigen Putz können Sie im nächsten Schritt auftragen. Verwenden Sie möglichst alkalischen Silikatputz, der die Mauer von Pilzen, Moosen und Algen frei hält. Preiswerter Zementputz genügt, wenn Sie die Mauer ohnehin noch mit Holz verkleiden oder Kunststoffpaneelen verdecken wollen. Achtung: Putz trocknet schnell; rühren Sie also immer nur so viel an, wie Sie in der nächsten Stunde verarbeiten können. Wenn Sie keine Übung mit dem Verputzen haben, ist das nicht allzu viel! Es gibt verschiedene Arten von Putz, die mit verschiedenen Werkzeugen aufgetragen werden und verschiedene Stufen des Könnens erfordern:

 

  • Reibeputz ist körnig und wird mit der Traufel verrieben.
  • Streichputz wird mit dem Pinsel aufgetragen.
  • Rollputz wird mit einer Strukturrolle auf die Mauer gebracht.

 

Egal, für welchen Putz Sie sich entscheiden: Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass der Putz Ihrer Wahl für den Außenbereich geeignet ist. Sonst sind Wasserschäden und Risse vorprogrammiert. Der letzte Schritt beim Verputzen ist das Streichen Ihrer Gartenmauer mit einer Dispersionsfarbe in der gewünschten Farbe. Die meisten Putze werden in Weiß angeboten – wenn das für Sie in Ordnung ist, brauchen Sie nicht noch einmal zu streichen. Wollen Sie sich diesen letzten Arbeitsschritt sparen, können Sie auch abtönbaren Putz verwenden und die gewünschte Farbe für Ihre Gartenmauer direkt in den Putz einarbeiten. Abtön-Putz, mineralischen Putz und alle denkbaren anderen Arten von Putzen der Marken Brillux, Sto, Caparol etc. erhalten Sie heutzutage in jedem Baumarkt, aber auch bei Online-Fachhändlern. Die Preise können sehr unterschiedlich sein!

 

BILDERGALERIE

Wie kann eine Mauer im Garten aussehen?

ZUSAMMENFASSUNG

Worauf sollte man beim Bauen einer Gartenmauer achten?

Kaum ein Garten kommt ohne Gartenmauer aus. Sie bietet zahlreiche Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten, vom Sicht- und Lärmschutz über die Gliederung großer Gärten, das Abstützen von Hanglagen und Terrassen bis hin zum Zweitnutzen als Sitzfläche oder Stellfläche für Pflanztöpfe. Nicht zu vergessen ist der Nutzen für die Umwelt, den eine Mauer aus Trockensteinen als Lebensraum für Insekten und andere Tiere bietet. Je nachdem, welches Material Sie verwenden, kann eine Gartenmauer viele verschiedene Funktionen erfüllen und Ihren Garten optisch ungemein aufwerten – ob moderner Garten, romantischer Vintage-Garten oder klassischer Landhausgarten, eine Gartenmauer passt sich jedem Stil an. Bei der Planung einer Gartenmauer muss aber nicht nur das Aussehen bedacht werden, sondern auch die Anlage des Gartens. Eine Mauer, die einen Schräghang stützen muss, wird anders angelegt als eine freistehende Ziermauer. Hinsichtlich der Materialien haben Sie die Qual der Wahl – von günstigem Beton über preiswerte Gabionenkörbe und Backsteine bis hin zu hochwertigem Naturstein wie Sandstein, Muschelkalk oder Granit steht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Jedes Material hat seine Vorzüge. Auch preiswerte Betonwände können ein echter Blickfang werden, wenn sie clever angelegt und formschön verkleidet werden. Solange Sie beim Bau auf die wichtigsten Punkte wie eine solide Planung, ein stabiles Fundament und eine zuverlässige Drainage achten, werden Sie lange Zeit Freude an Ihrer Gartenmauer haben.

 

 

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Häufige Fragen

🧱 Welche Steine eignen sich für eine Gartenmauer?

Eine Gartenmauer aus Natursteinen wie Sandstein, Granit oder Muschelkalk ist optisch immer ein Hingucker. Auch Backsteine oder Klinker sind ein preiswertes, gutes Baumaterial für Gartenmauern. Hohlblocksteine aus Beton lassen sich ebenfalls leicht und schnell verbauen. Einzig Ytong ist für Außenmauern weniger geeignet.

Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

📐 Wie stark muss eine Mauer sein?

Wie dick eine Mauer sein muss, hängt vom verwendeten Material, ihrer Höhe und natürlich von ihrem Einsatzort ab. Fragen der Wärmedämmung und des Schallschutzes stellen sich bei einer Gartenmauer weniger. Soll die Mauer einen Hang stützen, muss sie wesentlich mehr Belastung aushalten als eine freistehende Ziermauer. Wie dick eine Mauer im Verhältnis zu ihrer Höhe sein muss, lassen Sie am besten einen Statiker ausrechnen, wenn Sie höher als 1,50 m bauen wollen. Für eine niedrigere Gartenmauer genügt normalerweise die Dicke eines Mauersteins, sei es ein Backstein oder ein Hohlstein aus Beton.

Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

💶 Was kostet ein Meter Gartenmauer?

Die Frage nach den Kosten pro Meter oder Quadratmeter einer Gartenmauer lässt sich pauschal kaum beantworten. Entscheidende Faktoren für die Preisbildung sind vor allem das verwendete Material, aber auch die teilweise erheblichen Zusatzkosten für den Antransport von Steinen, das Ausheben der Grube für das Fundament oder die Erdarbeiten beim Bau einer Stützmauer. Schließlich benötigen Sie Werkzeug und weitere Materialien wie Beton oder Mörtel, Abdeckplatten und Putz.

Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

🔨 Wie baut man eine Gartenmauer?

Die grundlegenden Schritte zum Bau einer Gartenmauer sind immer gleich: Nach dem Legen des Fundaments werden die Mauersteine aufgeschichtet, danach abgedeckt und schließlich verputzt oder verkleidet. Aber je nach der Art der Mauer und dem verwendeten Material gibt es einige Abweichungen in der Vorgehensweise. Grundsätzlich sollte man sich, je größer die geplante Mauer werden soll und je mehr handwerkliche Arbeiten nötig sind, Unterstützung von Fachleuten holen oder die Mauer von Profis errichten lassen. Das ist zwar etwas teurer, spart aber viel Zeit und Arbeit und garantiert eine stabile, haltbare Gartenmauer.

Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

Über den Autor

Autor bei Gartentraum

Mirko ist einer der Impulsgeber des Online-Magazins von Gartentraum.de. Kein Wunder, das Thema Gartendekoration wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Bereits sein Großvater sammelte begeistert Gartenfiguren und Bronzen und fertigte in seiner Werkstatt Pflanztöpfe für den Garten. Nun ist Mirko selbst auf der Suche nach den neuesten Trends in Sachen Gartendekoration.

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